Apr 232017
 
Kartoffelsaat Lindenhof Ober-Ramstadt 20

Fotos: NABU/Mahmoud Bandeh Khoda – Kartoffelsaat mit den Füchsen im Lindenhof Ober-Ramstadt

Die Kinder der Füchse-Gruppe bei der Kartoffelsaat beim Lindenhof in Ober-Ramstadt.

Gemeinsames Gärtnern im Großen und im Kleinen

Am 23.04.2017 folgte die Füchse-Gruppe einer Einladung zur Kartoffellege-Aktion auf dem Lindenhof bei Ober-Ramstadt. Dort gibt es seit vier Jahren ein großes Sogaba- (Solidarisches Gartenbau) Projekt. Lara, das Arbeitspferd, hatte mit Reinhold und Moritz, den Gärtnern, bereits die Furchen für die Kartoffeln vorbereitet. So war es nun kinderleicht, die vorgekeimten Kartoffeln im richtigen Abstand zu legen und alle waren emsig beschäftigt. Zwischendurch konnten wir uns immer mal am Lagerfeuer aufwärmen und heißen Tee trinken. Wir lernten z.B., daß man Kartoffeln auch halbieren und legen kann, mit der Schnittstelle seitlich und vor allem, daß man gemeinschaftlich auch einen großen Acker bestellen kann. Zum Schluß führten die beiden Gärtner die geduldige Lara nochmal mit dem Häufelgerät übers Feld, um die Kartoffeln mit Erde zu bedecken. Nach zwei Stunden waren wir mit allem fertig und stärkten uns am gemeinsamen Buffet mit allerlei mitgebrachten Leckereien. Das war eine rundum gelungene Aktion und Reinhold hat uns auch im Herbst zur Kartoffelernte eingeladen…

Gleich einen Tag später, in der Füchse-Gruppenstunde im Wühlmausgarten, wühlte jeder wieder mit Lust, säte und pflanzte Gemüse, legte Kartoffeln und sorgte für Wasser mit viel Spiel & Spaß. Vor den Ferien hatten wir schon Radieschen, Kresse, Möhren, Steckzwiebeln, Knoblauch und Erbsen in die Erde gebracht, die nun bereits schön gekommen waren. Die Zeit verflog und im Nu gongte es schon zur gemeinsamen Abschlussrunde. Übrigens, Juliana und Darian haben in ihrem selbstgebauten Nistkasten eine Kohlmeisenfamilie zu Gast.

Solidarische Landwirtschaft Darmstadt

 

Solidarischer Gartenbau

 

Apr 232017
 
Neuimker-Kurs Etzwiesen 4

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Neuimker-Kurs Etzwiesen: Constantin zieht vorsichtig eine Brutwabe. Damit startet das neue Volk.

Nur kurz schaut die Sonne durch die Wolken und es bleibt recht kühl. Seit einer reichlichen Woche gibt es Nachtfröste, es bleibt seh trocken und die Tracht ist mäßig. Viele Apfelblüten und späte Kirschen sind erfroren.  

Keine so gute Zeit für die Bienen.

Aber wir müssen nachsehen, ob in Sandras Jungvolk eine Weiselzelle gezogen ist und Julius will sein neues Volk aufbauen.

Gute Nachricht für Sandra: sieben Weiselzellen sind auf den Waben zu finden.

Jonas und Markus kontrollieren, ob Stifte in den Drohnenwaben sitzen – ja. Alles klar: der Königin geht es gut und Schwarmstimmung gibt es nicht. Allerdings auch wenig Honig – nicht überraschend. 

Foto: Markus Hennecke und Tino Westphal

Teilnehmer: Sandra, Jonas, Tino, Constantin, Julius und Markus

Apr 222017
 

Nur eine einzige Brut bei Pfungstadt

Dreieckswiese Pfungstadt 1

Streuobstwiese bei Pfungstadt

Treff mit dem Leiter des Steinkauz-Monitoring Willi Fuchs vom NABU Ried am Naturfreundehaus. Auf einer der Streuobstwiesen am Pfungstädter Moor wird die einzige Brut im Pfungstädter Umfeld in einer der Steinkauzröhren gefunden.

Steinkauzgelege 4 Eier Dreieckwiese

Steinkauzgelege mit vier Eiern.

Das Weibchen sitzt hier schon auf einem Gelege von vier Eiern. Allerdings müsste die Wiese dringend gemäht werden.

Weiter geht es von hier Richtung Erfelden ins Ried hinein.

Riedlandschaft

Riedlandschaft

Die Kontrolle vollzieht sich immer gleich: ausgestopfte Socke ins Flugloch oder Flugloch abdecken mit einem Beutel, dann wird vorsichtig der Deckel des Kastens geöffnet.

In einem Fall finden wir hier ein Lager toter Mäuse. Ein gutes Zeichen: hier hat sich ein Kauz einen Vorrat geschaffen.

An einer Scheune wird der Schleiereulenkasten mit einer Schlüssellochkamera von aussen geprüft: Noch keine Brut, aber es „riecht“ nach Eule. Der Ammonia-Duft ist durchdringend und frische Kotspuren verraten, dass das Nest genutzt wird.

Turmfalkengelege

Turmfalkengelege

Bei der Gelegenheit werfen wir einen Blick in den Turmfalkenkastenkasten wenige Meter nebenan. Wir finden drei schöne Eier im Gelege und  ziehen uns schnell wieder zurück.  

Steinkauzgelege 5 Eier im Ried

Steinkauzgelege 5 Eier im Ried

Ein Gelege mit fünf Eiern dann in der letzten Steinkauzröhre.

Fazit der Tour: es steht nicht wirklich gut um den Steinkauz, aber noch können wir hoffen. Wir benötigen dringend noch Freiwillige für die Pflege der letzten erfolgreich bebrüteten Streuobstwiesen. Interessiert? Melden Sie sich beim NABU Seeheim! Wir freuen uns über jeden aktiven Mitstreiter beim Naturschutz.

Teilnehmer: Willi, Max, Salem, Tino und Jan.

Apr 202017
 

Turm der Tiere

Stangen suchen

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Stangen suchen im Wald

Der Gartenrotschwanz kommt spät aus den Überwinterungsquartieren und beginnt gerade, sein Nest einzurichten. In Eckis Garten ist ein Männchen  auf Wohnungssuche. Hoch gelegen soll sie sein, mit freiem Anflug und Sitzwarte. Also zieht die Feuersalamander-Gruppe los in den Wald, Stangen suchen. Eine umgefallene Buche legt sich in den Weg- ein bissel krumm, aber was solls.

Ein  NABU-Vogelkasten steht bereit, die und der soll den Turm der Tiere krönen. Der ist schon eine Weile im Bau und bekommt bei der Gelegenheit seine Dachterasse.

Eifrig werkeln die NAJUs auf der Terrasse am Vogelkasten. Die Tür klappert- das mindert den Wohnkomfort und muss behoben werden. 

Die Stange wird angebracht am Turm der Tiere. Eckis Bohrmaschine erfordert zwar Vodoo-Schüttel-Rituale, aber besser, als per Hand schrauben …

Ecki lacht bei der Bau-Abnahme aber tatsächlich muss es auch noch den Gartenrotschwänzen gefallen. 

Bergmolch Portrait

Ein Bergmolch im Naturgartenteich – die Amphibien hier kann man stundenlang erforschen.

Amphibien im Garten

Bergmolch, Grünfrosch, Hunderte Kaulquappen von Erdkröte und Gasfrosch.

Die Amphibien im Naturgarten kann man stundenlang erforschen.

Besuch am Hermelinweiher

Ein Paar Stockenten ist eingezogen. Es wimmelt von Kaulquappen und nur noch ganz wenige kleine Goldfische sind unterwegs. Es reicht aus, wenn wir den Teich im Herbst ablassen…

Fotos: Jan Zeissler

Apr 202017
 

Die Naturschutzjugend (NAJU) Hessen veranstaltet vom 12.- 14. Mai 2017 ein Ornicamp für Jugendliche ab 12 Jahren in Echzell-Bingenheim.
Das Horlofftal ist einer der wichtigsten Knotenpunkte des hessischen Vogelzugs und wir werden mit Ferngläsern und Spektiven diese spannende Vogelwelt erkunden. Auf dem Programm stehen unter anderem Vogelstimmenwanderungen, eine nächtliche Eulenpirsch und natürlich wieder eine Beringungsaktion mit vogelkundlichen Experten.
Übernachtet wird mit Schlafsäcken und Isomatte in der „Sampo-Halle“ der Lebensgemeinschaft Bingenheim e.V.
Der Teilnehmerbeitrag für die Freizeit inkl. Unterkunft, Verpflegung und Programm beläuft sich auf 55,- € (für Nichtmitglieder 75,-€)
Es gibt noch freie Plätze!

Hier gehts zur Anmeldung:
https://www.naju-hessen.de/veranstaltung/ornicamp-2017/

Apr 012017
 
Blumenwiese Ecki 2

Fotos: Thomas Stöhr – Blumenwiese und Baumschule

Die Wühlmäuse hatten eine Blumenwiese am Malchener Blütenhang angelegt und mit den anfallenden Wildsträuchern und Bäumchen eine kleine Baumschule angelegt.

Die Pflanzen benötigen wir für mehrere Projekte am Blütenhang und zur Förderung der Artenvielfalt im Wald.

Unter Leitung von Eckhard Woite wurden die Arbeiten abgeschlossen.

Leckeres Wühlmaus-Futter wurde über dem offenen Feuer zubereitet.

Wühlmaus-Aktivisten vor Ort: Tine, Mahmoud, Thomas, Moritz, Matthias, Ilja, Vanja, Maidon, Ecki und mindestens noch zwei weitere.

Mrz 302017
 

Im Hermelinweiher sind offenbar Goldfische ausgesetzt worden.

Fischbesatz, zumal mit nicht einheimischen Arten ist fatal, denn damit wird ein Amphibien-Laichgewässer faktisch zur Todesfalle. Fische vermindern drastisch die Artenvielfalt in Gewässern, fressen Eier und Kaulquappen von Grasfrosch und in diesem Teich auch den Nachwuchs des Laubfroschs. Die Goldfische vermehren sich unter den Idealbedingungen rasant- mindestens zwei Generationen Jungfische finden sich im Hermelinweiher.

Hermelinweiher 1 10x13s

Foto: NABU/Tino Westphal – Goldfische im Hermelinweiher

Einige Goldfische sind im Laufe des Tages schon entnommen worden, aber wir finden noch Jungtiere. Letztlich werden wir den Teich irgendwann temporär trockenlegen müssen, um alle Fische zu erwischen. Auch wenn das viele Amphibien das Leben kosten wird, anderenfalls wäre der Hermelinweiher als Amphibiengewässer verloren. 

Eindeutig ein Rückschlag für das Laubfroschprojekt, denn der Hermelinweiher war das beste Laichgewässer und im letzten Jahr beliebter Balzplatz der sangesfreudigen Laubfrösche.

Bitte melden Sie Beobachtungen von verdächtigen Aussetzungen in Amphibiengewässsern dem NABU, damit wir aktiv werden können und wir uns weiter an Artenvielfalt von Amphibien und Wasserinsekten erfreuen können.

 

Mrz 302017
 
Kirschblüte in Eckis Garten 1 10x13s

Foto: NABU/Tino Westphal – Treff unter blühenden Kirschen in Eckis Garten

Die Lämmer werden in den nächsten Tagen geboren. Die NAJUs flicken den Aussenzaun der Lämmerweide mit Drahtnetz, damit es den Füchsen etwas schwerer gemacht wird.

Auf der Lämmerweide treffen sich Schafgruppe und NAJUs, denn wir müssen ein Lamm vom Vorjahr einfangen- das Jungschaf braucht seine gelbe Ohrmarke.

E-Zaun flicken Lämmerweide 1 10x13s

Der E-Zaun wird geflickt.

Innen werden noch die Elektrozäune von Bewuchs befreit.

 

Fertig. Die Lämmer können kommen.

Mrz 302017
 

Fotos: Tobias Elbert – Vogelkirsche (Prunus avium)

Die beim Großeinsatz der NAJU Hessen im Herbst 2016 gepflanzten Bäumchen im Alsbacher Wald sind fast alle angewachsen, berichtet Revierleiter Tobias Elbert von HessenForst.

Der Ausfall liegt bisher noch unter 5%. Das ist ein sehr guter Wert. Lediglich die Bergulme ist häufig von oben her trocken geworden, sie bildet jedoch weiter unten neue Knospen aus, sodass auch diese noch überleben können. Entscheidend  ist das Wetter in der nächsten Zeit, die Wärme und Trockenheit derzeit sind nicht so gut.

Die Bäume, die nach dem Sommer abgestorben sind, werden im Herbst durch Neue ersetzt.

Geplant wird hier ein Einsatz der lokalen NAJU-Gruppe.

Revierleiter Tobias Elbert dankt nochmals für den Einsatz der NAJU.

Mrz 242017
 

Neues Fest am Blütenhang

Im November letzten Jahres feierte der NABU Seeheim-Jugenheim sein 60jähriges Jubiläum, in dem er 60 Obstbäume pflanzte. Darunter sind 30 verschiedene Kirschsorten. Wenn sie einmal alle Früchte tragen und jemand nicht weiß, welche Kirschsorte er in seinen Garten pflanzen will, dann kann er hier naschen und so die für ihn beste Sorte finden.

 Die Kirschgarten-Pflanzaktion war ein großer Erfolg. Den NABU freute besonders, dass sich innerhalb sehr kurzer Zeit 60 Sponsoren für die 60 Obstbäume fanden. Das ermutigte ihn jetzt zusammen mit den Wühlmäusen ein neues Experiment zu wagen: Ein Kirschlütenfest.

Die erste Baumblüte in Deutschland gibt es an der Bergstraße. So hieß es früher und die Frage ist: Gilt das heute noch? Große Bergstraßengebiete wurden zugebaut und hinter Alsbach beginnt der Weinbau. Aber der Blütenhang zwischen Seeheim und Malchen existiert noch und hier wachsen und blühen auch noch viele Kirschbäume. Damit sich möglichst viele Menschen an der weißen Pracht erfreuen können, soll es das Blütenfest geben.

Ein großes Problem bestand in der Bestimmung des Blühzeitpunktes, der ja auch noch auf ein Wochenende fallen musste.  Der NABU meinte, er bräuchte für die Vorbereitung dieses für ihn völlig neuen Events 3 Wochen Zeit und so fragte er das Wühlmausorakel, das den 2. April als günstigsten Sonntag prophezeite.

Es soll Kuchen, Kaffee und andere Getränke geben. Außerdem Infos zu Blütenhang und Obstbau, sowie kleine Führungen. Die Schilder mit den Namen der Spender und Obstsorten sollen an allen Bäumen hängen. Weiterhin wird der Gießplan weiter entwickelt. Denn die frisch gepflanzten Bäume müssen in den ersten beiden Sommern mit Wasser versorgt werden.

Der Kirschgarten befindet sich am Radweg Seeheim Malchen in der Höhe des Röderhofes. Das Kirschblütenfest beginnt am Sonntag, dem 2.4.2017  um 15 Uhr. Über Kuchenspenden würden sich die Kirschblütler gewaltig freuen, Weitere Infos unter: NABU Seeheim, Die Wühlmäuse Malchen oder Tel. 06151 / 595251.