Okt 072017
 
Begehung Steinkauzkästen Hähnlein 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Begehung Steinkauzkästen bei Hähnlein. Ob es hier Bruten gab, ist leider nicht bekannt.

Zusammen mit Steinkauzexperten Willi Fuchs vom NABU Ried und einem der besten Kenner des Hähnleiner Vogelwelt Rudolf Boehm vom NABU Seeheim suchte die Gruppe einige früher bekannte Steinkauzreviere im Gebiet um Hähnlein ab. Die Vorkommen des kleinen Eulenvogels in in Südhessen sehr zurückgegangen, die Reproduktionsrate ist, wie in Pfungstädter Gebiet nachgewiesen, beklagenswert gering.

Begehung Steinkauzkästen Hähnlein 3Der Steinkauz benötigt Streuobstanlagen mit gutem Nahrungsangebot in Form von Regenwürmern und Mäusen. Die Art der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung hat sich auch um Hähnlein in den letzten zwanzig Jahren stark geändert: mehr Maisäcker, weniger Streuobst und fast keine gepflegten kurzgrasigen Wiesen gibt es mehr. Dafür bieten sich möglicherweise im Umfeld neu angelegter Pferdekoppeln und Ställe neue geeignete Biotope für den Steinkauz. 

Begehung Steinkauzkästen Hähnlein 2Geeignete Bäume wurden aufgenommen und Willi Fuchs wird einige Steinkauzkästen um- bzw. neu aufhängen. 

Aug 192017
 
Steinkauzröhren Stettbacher Tal 09 10x15s

Fotos: NABU/Tino Westphal – Steinkauzröhren Stettbacher

Nur wenige Streuobstwiesen haben noch hohe alte Bäume mit wagerechten Ästen und vor allem kurzem Gras mit vielen leckeren Regenwürmern und Mäusen, wie es der Steinkauz mag. Die perfekte Wiese für den Steinkauz hoffen wir bei unseren Freunden vom BUND Seeheim und auf Weideland der Schäferei Massoth im Stettbacher Tal zu finden. Das Gebiet der Fuchswiese ist seit 2012 Naturschutzgebiet und wird regelmässig von Schafen beweidet und damit offen für den Steinkauz gehalten.

Im Oktober fliegen die jungen Steinkäuze auf der Suche nach einem eigenen Revier- vielleicht gefällt ihnen das Angebot von NABU und BUND im Stettbacher Tal? 

Teilnehmer vom BUND Seeheim: Michaela, John, Helga und Wolfgang

Teilnehmer von NABU Seeheim:  Willi, Rolf, Christian, Salem und Tino

Jun 292017
 

Brütende Hitze herrschte in diesem Juni auf den frisch gemähten Wiesen am Seeheimer Blütenhang. Wo tagsüber nahebei Spaziergänger mit ihren Hunden vorbeilaufen und auf den Wiesen sich das Insektenleben tummelt, sollte für 2 Wochen das nächtliche Leben mit einer automatischen Kamera erkundet werden. Auf einem von Zäunen eingeschlossenen Gelände mit gut sichtbaren Spuren eines Wildwechsels war die die Kamera aktiviert zwischen dem 16.6.2017 und dem 29.6.2017.

Selbst bei Tageslicht noch oft zu sehen sind Füchse und Rehe. 

Regelmässige nächtliche Besucher: Fuchs, Reh, Steinmarder, Dachs und große Rotten von Wildschweinen. Als seltener Gast sogar ein Waldkauz, zu Fuß unterwegs auf der Wiese.

Wenn man bedenkt, dass hier nur wenige Quadratmeter Wiese über zwei Wochen beobachtet wurden, ist die beobachtete Dichte an größeren Tierbesuchen erstaunlich hoch.

Apr 292017
 
Einsatz Steinkauzwiese 07

Fotos: NABU/Tino Westphal -Einsatz Steinkauzwiese

Eines der letzten Brutpaare des Steinkauz bei Pfungstadt brütret auf vier Eiern- nachgewiesen beim letzten Steinkauz-Monitoring mit NABU-Eulenexperten Willi Fuchs. Leider verschlechtert sich das Biotop in der kritischen Zeit der Jungenaufzucht, weil die Streuobstwiese nur im Herbst gemäht wird und die Feldfrüchte wie Raps am anliegenden Acker schon zu hoch gewachsen sind. Regenwürmer und Mäuse sind deshalb immer weniger zugänglich und die Brut droht auszufallen.  

Nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Pfungstadt entschieden die Eulenfreunde beim NABU Seeheim, in einem kurzfristigen Einsatz einen Streifen der Wiese auszumähen. Mit dem Balkenmäher und vier Helfern in 40 Minuten erledigt. Frische Kotspuren an den Steinkauzkästen verraten die Anwesenheit der kleinen Eulen. 

Hoffen wir, das die Brut durchkommt – wir werden das Geschehen beobachten.

Teilnehmer vom NABU Seeheim: Salem, Christian, Klaus-Dieter und Tino.

Apr 012017
 

Steinkauz-Monitoring bei Bickenbach und Pfungstadt

Die Runde beginnt in Bickenbach, an der Bahnstrecke. Hier gibt es ein Grundstück des BUND, auf dem wir im Jahr 2011 bei einem Baggereinsatz Sand, Steine und Totholz zur Förderung von Reptilien eingebracht hatten. Die vor Ort angebrachten Steinkauzkästen sind nicht von Käuzen, sondern von Staren bevölkert. Einige Kästen sind wegen aufgewachsener Brombeeren kaum noch zugänglich. 

Weiter geht es auf Pfungstädter Gebiet- dort finden wir einen besetzten Kasten, der Steinkauz ist beringt. 

Unglücklicherweise wird die betreffende Wiese seitens der Gemeinde wohl nur einmal im Herbst gemäht. Die angrenzenden Äcker sind mit Getreide bzw. Raps bestellt, die in Kürze als Nahrungs-Habitat im wesentlichen ausfallen. Deshalb müsste wenigstens die Teil der Streuobstwiese dringend gemäht werden, sonst werden es die Käuze sehr schwer haben, an die nötige Nahrung für eine Brut zu gelangen. Regenwürmer, Insekten und Mäuse kann der Steinkauz er nur in der offenen Landschaft erjagen.

Noch einige Stellen werden abgesucht, keine Steinkäuze zu finden. Auch nicht auf einer der früher besten Brutareale, der ehemaligen Burg Wellberg mit ihrem alten Streuobstbestand. Von der hochmittelalterlichen Turmhügelburg (Motte) kündet nur noch ein unscheinbarer Hügel in der flachen Landschaft des Rieds. Und der droht, von Brennnesseln und Gestrüpp überwachsen zu werden. Hier sollte dringend beweidet werden. Auch ein paar neue Obstbäume würden gut hierher passen. Alle angebrachten Steinauzkästen sind heute unbewohnt.

Feb 052017
 
Steinkauzröhre im alten Apfelbaum

Fotos: NABU/Tino Westphal – Die alten Steuobstwiesen um Fränkisch-Crumbach sind Heimat des Steinkauzes. Einige Dutzend Steunkauzröhren werden von Aktiven des NABU regelmässig betreut.

Willi Fuchs und Daniel Wagner betreuen mehr als 300 Steinkauzröhren im Ried und im Odenwald – die Eulenfreunde spenden im Ehrenamt den größten Teil ihrer Freizeit für den Schutz und den Erhalt der Eulenvögeln in unserm Umfeld. Die Seeheimer NABUs wollen den Eulenschutz im Praxiseinsatz kennenlernen und wenn möglich lokale Unterstützer zum aktiven Mitarbeit motivieren.

Euleneinsatz Fränkisch-Crumbach 13Gastgeberin Martina Limprecht vom NABU Fränkisch-Crumbach führte uns durch die wunderbaren Streuobstwiesen in der Gemarkung ihrer Gemeinde. Ein Dutzend Röhren wurden geöffnet und gesäubert: Mäuse, Hornissen und viele verschiedene Vögel nutzen die Steinkauzröhren. Mit einer Feder und Gewöllen haben Steinkäuze deutliche Spuren in den Röhren hinterlassen, aber leider gelang kein einziger Brutnachweis. Dabei gab es vor Jahren in Fränkisch-Crumbach noch 8 Brutpaare. Möglicherweise ein Marderproblem, denn auch deren Spuren wurden registriert und die in einigen Röhren eingebauten Schikanen zur Marderabwehr helfen offenbar wenig.

Eine Röhre war mit dem Ast komplett herunter gebrochen und wurde neu befestigt, bei anderen wurden Schäden in der Dachpappe festgestellt – diese müssen demnächst repariert werden, denn Steinkäuze achten bei der Hauswahl penibel auf Trockenheit.

Sorgfältig werden die Daten jeder einzelnen Röhre notiert und kartiert.

Zum Abschluss wird eine Drohne losgeschickt, bei einer weit entfernte Baumreihe nach geeigneten Standorten für neue Steinkauzröhren zu fahnden. Das spart uns einen langen Marsch über den Acker.

Teilnehmer der Aktion:

NABU Ried:Willi, Daniel und Max.

NABU Seeheim: Tino, Mahmoud und Salem

NABU Fränkisch-Crumbach: Martina

Jan 072017
 
Portrait Willi Fuchs 3

Fotos: NABU/Tino Westphal – NABU-Eulenexperte Willi Fuchs mit einem seiner Schützlinge

Die Vogelschutz-Aktisten von NABU Seeheim zusammen mit dem NABU-Eulenexperten Willi Fuchs/NABU Gruppe Ried unterwegs im Ried bei Griesheim zur Kontrolle von Eulenkästen. 

Besuch bei den Steinkäuzen

Am Rand geeigneter offener Flächen mit niedrigem Bewuchs, auch gern Solaranlagen und Pferdekoppeln, werden im Kreisgebiet von Willi seit Jahren hunderte Steinkauz-Kästen betreut.

Regelmäßige Kontrollgänge an den Kästen für den Steinkauz (Athene noctua) sind notwendig. Wichtigstes Arbeitsutensil dabei – außer der Klappleiter – eine ausgestopfte Socke. Denn vor der Kontrolle wird das Flugloch versperrt. Das verhindert ein Abfliegen der Vögel vor der Kontrolle der Kästen und viel unnötige Aufregung, besonders während der kalten Jahreszeit.

Wir finden ein munteres Steinkauz-Männchen – noch mit blutigem Schnabel von der letzten Mäusemahlzeit. Die kleine Eule ist durchaus tagaktiv. 

Leider sind die Bestände sind seit Jahren extrem gefährdet- ohne menschliche Hilfe wäre der Vogel längst aus unserer Landschaft verschwunden. Die kleine Eule benötigt extensiv genutztes Grünland mit niedrigem Bewuchs, auch deshalb ist dee Erhalt alter Streuobstwiesen so wichtig.

Portrait Schleiereule 1

Schleiereule (Tyto alba)

Besuch bei den Schleiereulen 

Mit ihrem unglaublich weichen Federkleid und Federzeichnung gehört die Schleiereule zu unseren schönsten Vögeln- und es ist ein wahres Privileg, sie aus nächster Nähe zu sehen. Unsere Schleiereule finden wir gut genährt und relaxed – der Vogel kennt Willi seit Jahren von seinen regelmäßigen Kontroll-Gängen.

Die Schleiereule (Tyto alba) ist sehr unter Druck geraten. Es gibt nur noch sehr wenige Brutplätze im Ried. Die hoch intensivierte Landwirtschaft mit ihren Maisäcker und flächendeckend Landschaft unter Folienzelten bieten keinen Lebensraum für Eulen.  

Schleiereulen nutzen vor allem Scheunen und Kirchtürme, seltener auch Baumhöhlen als Brutplätze. Sie sind ziemlich ortstreu und verharren auch in schneereichen Wintern so lange wie möglich in ihren angestammten Gebieten. Bei uns im Ried wurden von den NABU-Eulenbetreuern in geeigneten Scheunen große Schleiereulenkästen eingebaut. Diese Kästen benötigen jedoch regelmäßige Kontrolle und Reinigung, sonst sind sie nach wenigen Jahren nutzlos, ja sogar gefährlich.

Der NABU Seeheim wird in nächster Zeit lokale Landwirte mit geeigneten Scheunen ansprechen und um Mithilfe beim Schutz dieser wunderbare Vögel bitten.

Interessenten am Eulenschutzprogramm beim NABU können sich gern melden- uns ist jede Hilfe willkommen, Expertenwissen ist keine Voraussetzung.

Jun 182014
 
Schleiereulenkasten Vormontage

Foto: Achim Bach – Moritz, Rudolf und Hugo bei der Vormontage.

Das Werk ist heute vollendet worden nach den Vorarbeiten letzter Woche.

Schleiereulenkasten 1

Fotos: NABU/Rudolf Boehm – Schleiereulenkasten: Moritz und Hugo bei der Endmontage.

Schleiereulenkasten 2

Fertig.

Hugo und Moritz haben den Kasten montiert. Rudolf, Klaus-Dieter und Achim waren das Bodenpersonal. Jetzt heißt es warten.

Schleiereulenkasten 3

Schleiereulenkasten in der Bergkirche Jugenheim – Jetzt heisst es warten.

Jun 112014
 
Bergkirche Jugenheim 1

Foto: NABU/Tino Westphal – Bergkirche Jugenheim mit kleinem runden Giebelfenster unterhalb des Giebelkreuzes: Die Kirche als Eulen-Horst?

Foto: NABU/Achim Bach - Schleiereulenkasten in der Seeheimer Bergkirche

Foto: NABU/Achim Bach – Schleiereulenkasten in der Jugenheimer Bergkirche

Hugo, Achim, Klaus-Dieter und Rudolf transportierten heute das Material für den Schleiereulenkasten ist auf dem Dachboden der Bergkirche Seeheim. Zwei Montagewinkel wurden an der Giebelwand
moniert.