Sep 092017
 

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz Eisengrube

Wer weiss, woher dieser Flurname stammt – jedenfalls ist heute die Eisengrube neben der Zufahrt zur Autobahn ein kleiner Rest wertvollen Sand-Magerrasens im Seeheimer Wald.

Unter Leitung von Michael konzentrierten sich die NABU-Aktiven auf die Entfernung von Liguster am nördliche Wiesenrand- erstmal durch Mahd mit dem Balkenmäher, dann wurden die Wurzelausläufer entfernt.

Hartriegel mitten auf dem Wiesengelände wurde ausgegraben. – Michael, Klaus-Dieter und Ada sägen und graben.

Beobachtet wurden  Zauneidechsen, eine Vielzahl von Heuschrecken. Eine wunderschöne schöne Zebraspinne  (Argiope bruennichi) wird von Ada entdeckt.

Teilnehmer: Michael, Klaus-Dieter, Tino, Ecki, Thorsten, Torsten Trapp, Henk und Ada.

Eisengrube

aus dem Projekt-Expose beim NABU Seeheim von Dr. Uta Hillesheim und Michel Theurich

Lage:

Im nord-westlichen Winkel der Kreuzung gebildet aus B3 und L3103 (Zubringer zur A5 Anschluß Jugenheim) befindet sich eine freie Fläche von ca. 1700 m2 eingebettet in jungen Eichenwald (TBC). Diese Fläche war früher landwirtschaftlich genutzt, wurde aber bei der Aufforstung ausgespart. Die Fläche liegt im Waldeigentum der Gemeinde Seeheim.

Charakter:

Es handelt sich um einen ausgeprägten Sand-Magerrasen. Es stehen noch 2-3 ehemalige Obstbaumstümpfe, die aus der Unterlage (Hartriegel?!) massiv wieder austreiben.

Interessante Vorkommen:

Auf dieser Fläche haben sich seit ca. dem Jahre 2000 etliche Rote-Liste-Arten selbständig angesiedelt und zum Teil kräftig vermehrt. Die Exemplare sehen in der Regel größer und kräftiger aus, als an anderen bekannten Stellen in der Gemarkung Seeheim.

Problematik:

  • vom nördlichen Rand drängt Liguster massiv ein. Wenn nichts unternommen wird, geht in 10 Jahren ein Teil der Fläche verloren
  • die Hartriegel bzw. eine Felsenkirsche treiben aus den Wurzelausläufern aus und breiten sich massiv aus
  • Einzelne Eichen kommen aus Samen auf (leicht zu entfernen)
  • Ein paar Robinien haben bereits ausgetrieben
  • Von der Strasse her wandert langsam Kanadische Goldrute ein (noch nicht so schlimm)

Maßnahmen:

  • Entfernen der Obstbaum-Stümpfe und Robinien, möglichst mit Wurzeln
  • Hartriegel-Ausläufer möglichst ausgraben, mindestens mehrfach abschneiden
  • Liguster (u.a.) vom Waldrand großflächig schneiden (Wurzelausläufer sind sehr tief, schwierig wegen großer Menge)
  • Verbringen des Schnittgutes im Wald (verteilt)

    Nach dem Einsatz.

Jul 052017
 

Foto: Angela Hille – Walker (Polyphylla fullo)

Der Walker oder auch Türkischer Maikäfer (Polyphylla fullo), ein seltener Vertreter aus der Familie der Blatthornkäfer.

Rödern bei Seeheim

Er bewohnt sandige Lebensräume, wie etwa den Rand von sonnigen Kiefernwäldern oder Dünen – ein Habitat, wie wir es vor unserer Haustür in den Rödern nördlich Seeheim finden.

Ein Deckflügel verriet seine Anwesenheit. Mit viel Geduld und nach langem Warten wurde jetzt auch ein lebendes Exemplar aufgefunden – heute am 5.7.2017 ca. 22:20 Uhr ein Walker-Weibchen.

Blutbär (Tyria jacobaeae)

48 Schmetterlingsarten (Tag- und Nachtfalter) wurden bisher beim Monitoring in den Rödern bei Seeheim festgestellt. Außerem an die 40 weitere Insektenarten (vor allem Käfer).

Blutbär (Tyria jacobaeae)

Vorgestellt werden die Ergebnisse voraussichtlich beim Treff der Naturfreunde im November in Seeheim.

 

Jul 012017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Arbeitseinsatz bei Dauerregen an der Düne am Tennisplatz

Düne am Tennisplatz

Die Düne hat sich Dank der laufenden Pflegearbeit sehr gut entwickelt: neue Wuchsstellen der Sandsommerwurz  und eine weitere Ausbreitung der Sand-Silberscharte sind deutliche Zeichen, dass sich die Düne erholt.

Beim Einsatz konzentrierten sich die freiwilligen Helfer wieder auf das Hundszahngras. Zahlreiche (aber kleine) Wuchsstellen an der Südböschung hatte Frau Dr. Hillesheim mit Stöcken  markiert.

Kaum vor Ort fängt es heftig zu regnen an. Der Einsatz wurde deshalb nach einer halben Stunde abgebrochen.

Eine größere Hundszahnstelle  am Nordrand, die Brombeeren und Gehölze am Westfuß und Weißdorntriebe am Südfuß, außerdem Götterbäume auf der angrenzenden Margret Bayer-Düne müssen wir beim nächsten Einsatz angehen.

 

Jun 242017
 
Bickenbacher Düne 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schmetterlingsexkursion – Start an der Bickenbacher Düne

Bickenbacher Düne 2Dr. Angela Hille stellte das Gebiet an der Bickenbacher Düne vor: eine eiszeitliche Kalksanddüne, teilweise unter Naturschutz gestellt.

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne 2

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne

Hier investieren die lokalen Naturschutzgruppen BUND und NABU seit mehr als 10 Jahren viel ehrenamtliche Arbeit in die Pflege des Gebiets.

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne 1

Sand-Sommerwurz (Orobanche arenaria)

Die Früchte der jahrelangen Arbeit werden langsam sichtbar. Der Artenreichtum hat sich deutlich erhöht, einige Rote Liste Arten unter den Pflanzen sind zurückgekehrt bzw. haben deutlich zugenommen.

Weiter geht die Führung entlang der Gastrasse – bei der jetzigen Trockenheit ein Gebiet, in dem nur echte Überlebenskünstler durchhalten. Immer wieder überraschend: gerade auf den kärgsten Böden mit extremer Austrocknung entwickelt sich eine große Artenvielfalt und trotz der Hitze auch noch Blüten.  

Zurück geht es am Waldrand: auch hier in den schattigen Bereichen lassen sich Schmetterlinge beobachten.

Schmetterlingsexkursion am 24.06.2017 am NSG Bickenbacher Düne

Beobachtete Schmetterlingsarten

  • Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
  • Dunkler Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
  • Landkärtchen (Araschnia levana)
  • Wander-Perlmuttfalter oder Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia)
  • Schwarzkolbiger Braundickkopffalter (Thymelicus lineola)
  • Kleiner Sonnenröschenbläuling (Aricia agestis) (?)
  • Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
  • Hufeisenklee-Widderchen oder Sechsfleckwidderchen (?)

Beobachtete andere Insektenarten

  • Raubfliege (Machimus sp.)
  • Dünen-Sandlaufkäfer (Cicindela hybrida)
  • Schmarotzerbiene

Schmetterlingsarten

Edelfalter (4 Arten)

  • Schachbrettfalter (Melanargia galathea)

    Foto: Angela Hille – Schachbrettfalter Kopula Weibchen gelblich auf der Unterseite

Familie Edelfalter (Nymphalidae), Unterfamilie Augenfalter

Schachbrettartiges Muster auf den Flügeloberseiten, Weibchen auf der Unterseite gelblich, Männchen weiß (siehe Foto: Kopula)

Vorkommen: Auf Wiesen und Waldlichtungen und vielen anderen mit Gräsern bewachsenen Standorten, in Mitteleuropa fast überall ziemlich häufig, in einigen Gegenden aber auch im Rückgang begriffen.

Flugzeit von Mitte Juni bis Mitte August

  • Dunkler Waldvogel (Aphantopus hyperantus)

    Foto: Angela Hille - Dunkler Waldvogel

    Foto: Angela Hille – Dunkler Waldvogel

Familie Edelfalter (Nymphalidae)

Vorkommen: In halbschattigem und offenem Gelände z. B. In lockeren Wäldern, an Waldrändern fast überall ziemlich häufig.

Flugzeit von Mitte Juni bis Ende August

  • Landkärtchen (Araschnia levana)

    Foto: Angela Hille - Landkärtchen Sommerform

    Foto: Angela Hille – Landkärtchen Sommerform

Familie Edelfalter (Nymphalidae)

Der Falter fliegt in 2 Generationen, die sich in Färbung  und Zeichnungsmuster sehr deutlich unterscheiden; Frühjahrsgeneration oberseits braunorange, Sommergeneration oberseits mit schwarzer Grundfärbung.

Vorkommen: Vorwiegend an Wald- und Wegrändern, fast überall ziemlich häufig

Flugzeit von Anfang April bis Ende September

  • Wander-Perlmuttfalter oder Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia)

Familie Edelfalter (Nymphalidae)

Unterseite der Hinterflügel mit auffallend großen, weißen Perlmuttflecken.

Vorkommen: In offenem wenig bewachsenem Gelände, etwa auf Trockenrasen, Brachäckern und extensiv genutzten Kulturflächen; in Mitteleuropa weit verbreitet und in den meisten Gegenden nicht selten, gebietsweise aber deutlich zurückgegangen.

Flugzeit von Mitte März bis Ende Oktober/ Lange Zeitspanne

  • Dickkopffalter (1 Art)
Foto: Angela Hille - Schwarzkolbiger Braundickkopffalter

Foto: Angela Hille – Schwarzkolbiger Braundickkopffalter

Schwarzkolbiger Braundickkopffalter (Thymelicus lineola)

Familie Dickkopffalter (Hesperiidae)

Die tagaktiven Dickkopffalter haben einen untersetzten Körperbau und einen auffallend großen Kopf.

Vorkommen: Sowohl in trockenen und in feuchten Lebensräumen, in den meisten Gegenden ziemlich häufig.

Flugzeit von Mitte Juni bis Ende August

  • Bläuling (1 Art)
Foto: Angela Hille - Kleiner Sonnenröschenbläuling

Foto: Angela Hille – Kleiner Sonnenröschenbläuling

Kleiner Sonnenröschenbläuling (Aricia agestis) (?)

  • Schwärmer (2 Arten)
  • Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

Familie Schwärmer (Sphingidae),

Tagaktiver Nachtfalter, Hinterleib des Falters am Ende mit flachen, schwarzem Haarpinsel („Taubenschwanz“), langer Saugrüssel, Falter rüttelt saugend vor Blüten ähnlich wie ein Kolibri und wird damit verwechselt. Bekannter Wanderfalter. Der Falter wandert alljährlich aus seinem südeuropäischen Ursprungsgebieten ein, um sich bei uns fortzupflanzen.

Vorkommen: Vorwiegend an sonnigen, trockenen Orten

Flugzeit: ganzjährig

  • Schwärmer aus der Gattung Hemaris

Die Imagines (Falter) sind klein und sehen mit ihrem gedrungenen Körperbau Hummeln ähnlich. Ihre Vorderflügel sind entweder voll beschuppt, oder weisen durchsichtige Bereiche auf, wobei diese bei manchen Arten direkt nach dem Schlupf ebenso beschuppt sind, aber beim ersten Flug abfallen.

Kommentar von mir: Es war aber kein Hummelschwärmer,

  • Widderchen (1 Art)

Hufeisenklee-Widderchen (?) oder Sechsfleckwidderchen (?)

Andere Insektenarten

  • Raubfliege (Machimus sp.)

    Foto: Angela Hille – Raubfliege

Mittelgroße bis große Raubfliege (L 16-25 mm) mit stark bedornten, langen Beinen. Vorkommen:

An Waldrändern und in trockenem offenem Gelände überall häufig. Die Fliege stürzt sich von einer Sitzwarte aus auf vorbeifliegende Insekten, ergreift sie  mit ihren lang bedornten Beinen, um sie anschließend auf ihrem Sitzplatz auszusaugen.

  • Dünen-Sandlaufkäfer (Cicindela hybrida) 

    Foto: Angela Hille - Dünen-Sandlaufkäfer

    Foto: Angela Hille – Dünen-Sandlaufkäfer

Laufkäfer (Familie Carabidae), Sandlaufkäfer (Unterfamilie Cicindelinae).

Sandlaufkäfer haben auffallend große stark vorquellende Augen. Ihre Oberkiefer sind auffallend lang und spitz bezahnt. In Deutschland kommen 7 Arten vor.

Der Dünen-Sandlaufkäfer hat kupferfarbene Flügeldecken mit weißen Zackenbinden. Vorkommen: Auf größeren, offenen Sandflächen, vor allem auf Dünen und in Sandgruben. Stellenweise häufig.

  • Schmarotzerbienen

Brutparasiten bei anderen Bienenarten

 

Jun 102017
 

Fotos: Angela Hille – Großer Fuchs

Die neue Generation des Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) fliegt – zwei Exemplare waren unterwegs in unmittelbarere Nähe des Fundortes vom zeitigen Frühjahr. Auch eine Präpuppe vom Großen Fuchs wurde aufgefunden.

Großer Fuchs

An der Bickenbacher Düne und am Damm vor dem Verkehrsübungsplatz konnten die ersten vier Exemplare des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) in diesem Jahr beobachten und fotografieren können. 
In ausgesuchten Bereichen der eiszeitlichen Dünen und Trockenbiotope im Umfeld von Seeheim-Jugenheim und Bickenbach werden in diesem Jahr von Schmetterlings-Experten des NABU Vorkommen und Häufigkeit diverser Schmetterlingsarten dokumentiert.

Kleiner Fuchs

Ein genereller Rückgang der Artenvielfalt unter den Insekten wird von Naturschützern beklagt.

Kleiner Fuchs

Auch eine Schmetterlingsexkursion wird in diesem Jahr am 24.6.2017 an der Bickenbacher Düne angeboten:

Puppe des Großen Fuchses.

Schmetterlingsexkursion an der Bickenbacher Düne

Mai 082017
 

Ein ausgesprochen schönes Belegfoto für eine Zauneidechse (Lacerta agilis) aus dem Seeheimer Umfeld wurde uns zugesandt.

Foto: Philipp Urban -Zauneidechse (Lacerta agilis)

Der Fundort an der verlängerten Odenwaldstraße in Seeheim zeigt einerseits die Bedeutung der Waldrandlagen mit ihren sonnen-exponierten Standorten, die teilweise eine höhere Artenvielfalt aufweisen, als die Innenbereiche.  Das gilt auch für die nahebei liegenden Naturschutzgebiete, die nur mit hohem Pflegeaufwand ihren ökologischen Wert behalten oder zurückgewinnen können. 

Fundort an verlängerter Odenwaldstraße

Andererseits weist der Fund auf die akute Gefährdung dieser Artenvielfalt durch weitere Baumaßnahmen im Aussenbereich hin, die leider konkret den Bereich der verlängerten Odenwaldstraße betreffen.

Gegen Baupläne im Gemeindewald

Mai 072017
 
Bickenbacher Düne 01

Fotos: NABU/Tino Westphal – pflegeeinsatz auf der Bickenbacher Düne

Freiwillige Helfer von BUND und NABU treffen sich auf der Bickenbacher Düne. Seit Jahren werden die Dünenflächen regelmässig mit Hacken und Spaten von Brombeeren und Flieder, Mahonie und Liguster befreit.

Neben den ersten Orchideen in aufwändigem Einzelschutz zeigt sich ein Pärchen der Zauneidechse und auch ein Jungtier vom Vorjahr.  

Die Pflegemaßnahmen der letzten Jahre zeigen sichtbare Erfolge.

 

Okt 082016
 

Mit zwei Motorsensen und viel Einsatz gehen die Naturschutz-Aktivisten von NABU und BUND gegen die Brombeeren auf der Bickenbacher Düne vor.

Insbesondere auf den freigeschobenen Sandflächen wird die Brombeere manuell mit der Wurzel ausgerissen- hier sind die wertvollsten Standorte seltener Pflanzen, die so lange wie möglich offen gehalten werden.

Einsatz Bickenbacher Düne - Kaffeezeit

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz Bickenbacher Düne – Kaffeezeit

Zum Abschluss gibt es ein leckeres Catering am Waldrand mit leckerer Suppe, Kaffee und Kuchen. Eine angenehme Gelegenheit zum Gespräch.

Dabei fällt de Blick auf einen großen Berg von Kiefernholz. Die Stämme wurden wegen des Befalls durch den Blauen Kiefernprachtkäfer aus dem Bestand schon im Frühjahr herausgenommen. Die Langstämme rotten am Wegesrand vor sich hin. Wenn Holz ohne hin nicht genutzt wird, wäre es besser als wertvolles Totholz im Wald geblieben. Leider findet man an einigen Stellen in unseren Wäldern diese traurigen Überreste, die uns mahnen, auf eine Änderung unserer Waldwirtschaft hinzuarbeiten.

Aug 272016
 
Schmetterlingsexkursion Seeheimer Düne 5

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schmetterlingsexkursion an der Seeheimer Düne. Exkursionsleiter Dr. Matthias Sanetra 2. von links.

Brütende Hitze – am wärmsten Tag des Jahres treffen sich hitzeresistente Schmetterlings-Liebhaber zur Schmetterlings-Exkursion auf den Seeheimer Binnendünen.

Zur Einführung gibt Exkursionsleiter Matthias Sanetra eine traurige Nachricht: der Dukatenfalter, den wir bei der letzten Schmetterlings-Exkursion bei Rodgau gesehen hatten, war tatsächlich der Letzte seiner Art: das lokale Vorkommen ist erloschen. In diesem Jahr flog nichts mehr. An der Grenze zu Bayern gibt es noch vereinzelte Vorkommen, allerdings freuen sich die Entomologen dort über ein „grosses“ Vorkommen von 15 (!) Exemplaren.

Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)

Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) auf den neu aufgeschüttetetn Sandflächen südlich der Pferdesportanlagen.

Auf einigen der neu aufgeschüttete Sandflächen sind schon ersten Vorkommen des Hufeisenklees (Hippocrepis comosa) zu finden. Die Futterpflanze des Himmelblauen Bläulings ist eine absolute Voraussetzung, die Population des Schmetterlings bei uns zu erhalten. Leider ist das Wissen über konkrete Möglichkeiten der Förderung unserer Schmetterlinge generell dürftig. Konkrete Arthilfsprogramme für Schmetterlinge fehlen, trotz der dramatischen Rückgänge. Das wäre insbesondere für die Arten dringlich, für die Hessen in besonderer Verantwortung steht.

Der NABU Seeheim sucht dringend Sponsoren für die wissenschaftliche Unterstützung in einem Monitoring-Programm, um den Himmelblauen Bläuling in einem seiner letzten Vorkommen in Hessen bei uns in Seeheim langfristig erhalten zu können.

Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus)

Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus)

Gleich darauf fliegt das erste Männchen des Himmelblauer Bläulings (Polyommatus bellargus) hektisch bei uns vorüber. Dennis gelingt es, ihn für eine sicher Bestimmung kurz einzufangen. Nicht ganz einfach, wenn die Falter bei der Hitze überaktiv sind. Später finden sich im Schatten einiger Kiefern noch etwas ruhigere Exemplare, die Fotografen-freundlich ihre Flügel aneinander reiben. Bei der Hitze halten die Falter ihre Flügel zusammen, so dass ihr strahlendes himmelblau nicht zur Geltung kommt. Aber die Flecken und Fransen an der Aussenseite der Flügel sind ohnehin für eine sicher Art-Bestimmung wichtiger.

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis)

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis)

Ein Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis) präsentierte sich den Fotografen im Schatten der Seeheimer Düne, häufger gesehen wurde auch der Faulbaum-Bläuling Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), eine der noch relativ häufig vorkommenden Bläulingsarten.