Mai 082017
 

Ein ausgesprochen schönes Belegfoto für eine Zauneidechse (Lacerta agilis) aus dem Seeheimer Umfeld wurde uns zugesandt.

Foto: Philipp Urban -Zauneidechse (Lacerta agilis)

Der Fundort an der verlängerten Odenwaldstraße in Seeheim zeigt einerseits die Bedeutung der Waldrandlagen mit ihren sonnen-exponierten Standorten, die teilweise eine höhere Artenvielfalt aufweisen, als die Innenbereiche.  Das gilt auch für die nahebei liegenden Naturschutzgebiete, die nur mit hohem Pflegeaufwand ihren ökologischen Wert behalten oder zurückgewinnen können. 

Fundort an verlängerter Odenwaldstraße

Andererseits weist der Fund auf die akute Gefährdung dieser Artenvielfalt durch weitere Baumaßnahmen im Aussenbereich hin, die leider konkret den Bereich der verlängerten Odenwaldstraße betreffen.

Gegen Baupläne im Gemeindewald

Mai 072017
 
Bickenbacher Düne 01

Fotos: NABU/Tino Westphal – pflegeeinsatz auf der Bickenbacher Düne

Freiwillige Helfer von BUND und NABU treffen sich auf der Bickenbacher Düne. Seit Jahren werden die Dünenflächen regelmässig mit Hacken und Spaten von Brombeeren und Flieder, Mahonie und Liguster befreit.

Neben den ersten Orchideen in aufwändigem Einzelschutz zeigt sich ein Pärchen der Zauneidechse und auch ein Jungtier vom Vorjahr.  

Die Pflegemaßnahmen der letzten Jahre zeigen sichtbare Erfolge.

 

Okt 082016
 

Mit zwei Motorsensen und viel Einsatz gehen die Naturschutz-Aktivisten von NABU und BUND gegen die Brombeeren auf der Bickenbacher Düne vor.

Insbesondere auf den freigeschobenen Sandflächen wird die Brombeere manuell mit der Wurzel ausgerissen- hier sind die wertvollsten Standorte seltener Pflanzen, die so lange wie möglich offen gehalten werden.

Einsatz Bickenbacher Düne - Kaffeezeit

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz Bickenbacher Düne – Kaffeezeit

Zum Abschluss gibt es ein leckeres Catering am Waldrand mit leckerer Suppe, Kaffee und Kuchen. Eine angenehme Gelegenheit zum Gespräch.

Dabei fällt de Blick auf einen großen Berg von Kiefernholz. Die Stämme wurden wegen des Befalls durch den Blauen Kiefernprachtkäfer aus dem Bestand schon im Frühjahr herausgenommen. Die Langstämme rotten am Wegesrand vor sich hin. Wenn Holz ohne hin nicht genutzt wird, wäre es besser als wertvolles Totholz im Wald geblieben. Leider findet man an einigen Stellen in unseren Wäldern diese traurigen Überreste, die uns mahnen, auf eine Änderung unserer Waldwirtschaft hinzuarbeiten.

Aug 272016
 
Schmetterlingsexkursion Seeheimer Düne 5

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schmetterlingsexkursion an der Seeheimer Düne. Exkursionsleiter Dr. Matthias Sanetra 2. von links.

Brütende Hitze – am wärmsten Tag des Jahres treffen sich hitzeresistente Schmetterlings-Liebhaber zur Schmetterlings-Exkursion auf den Seeheimer Binnendünen.

Zur Einführung gibt Exkursionsleiter Matthias Sanetra eine traurige Nachricht: der Dukatenfalter, den wir bei der letzten Schmetterlings-Exkursion bei Rodgau gesehen hatten, war tatsächlich der Letzte seiner Art: das lokale Vorkommen ist erloschen. In diesem Jahr flog nichts mehr. An der Grenze zu Bayern gibt es noch vereinzelte Vorkommen, allerdings freuen sich die Entomologen dort über ein „grosses“ Vorkommen von 15 (!) Exemplaren.

Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)

Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) auf den neu aufgeschüttetetn Sandflächen südlich der Pferdesportanlagen.

Auf einigen der neu aufgeschüttete Sandflächen sind schon ersten Vorkommen des Hufeisenklees (Hippocrepis comosa) zu finden. Die Futterpflanze des Himmelblauen Bläulings ist eine absolute Voraussetzung, die Population des Schmetterlings bei uns zu erhalten. Leider ist das Wissen über konkrete Möglichkeiten der Förderung unserer Schmetterlinge generell dürftig. Konkrete Arthilfsprogramme für Schmetterlinge fehlen, trotz der dramatischen Rückgänge. Das wäre insbesondere für die Arten dringlich, für die Hessen in besonderer Verantwortung steht.

Der NABU Seeheim sucht dringend Sponsoren für die wissenschaftliche Unterstützung in einem Monitoring-Programm, um den Himmelblauen Bläuling in einem seiner letzten Vorkommen in Hessen bei uns in Seeheim langfristig erhalten zu können.

Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus)

Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus)

Gleich darauf fliegt das erste Männchen des Himmelblauer Bläulings (Polyommatus bellargus) hektisch bei uns vorüber. Dennis gelingt es, ihn für eine sicher Bestimmung kurz einzufangen. Nicht ganz einfach, wenn die Falter bei der Hitze überaktiv sind. Später finden sich im Schatten einiger Kiefern noch etwas ruhigere Exemplare, die Fotografen-freundlich ihre Flügel aneinander reiben. Bei der Hitze halten die Falter ihre Flügel zusammen, so dass ihr strahlendes himmelblau nicht zur Geltung kommt. Aber die Flecken und Fransen an der Aussenseite der Flügel sind ohnehin für eine sicher Art-Bestimmung wichtiger.

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis)

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis)

Ein Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis) präsentierte sich den Fotografen im Schatten der Seeheimer Düne, häufger gesehen wurde auch der Faulbaum-Bläuling Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), eine der noch relativ häufig vorkommenden Bläulingsarten.

 

 

Jul 092016
 
Düne am Tennisplatz 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – NABU-Team auf der Düne am Tennisplatz Seeheim

Rainer Stürz hat am Morgen die Esel auf das Nachbar-Grundstück geführt- wir können ungehindert auf die Dünenfläche für eine kurze Erstaufnahme.

Die Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) auf der Düne hat sich prächtig entwickelt und steht kurz vor der Blüte. Blühender Sand-Thymian (Thymus serpyllum) wird belagert von Honigbienen. Der Thymian ist eine kleine aber feine Bienenweide- die Blüteständen sind kaum fünf Zentimeter hoch.

NABU-Team auf Düne am Tennisplatzt 01Blasenesche, Essigbaum und vor allem der Götterbaum machen als Neophyten noch Sorge, sind aber dank der unermüdlichen Einsätze von Rainer Stürz und seinen Eseln und den Freiwilligen vom NABU-Seeheim seit vielen Jahren in der Fläche deutliche zurückgedrängt.

Im Einsatz wird dann die Rinde der grossen Essigbäume grossflächig geschält, die vielen kleine Götterbäume werden sorgfältig mitsamt den Wurzeln ausgegraben. Auf den benachbarten Privatgrundstücken stehen leider noch einige große Götterbäume, die regelmässig aussamen- wir sind im Gespräch. vielleicht können wir diese Bäume im Herbst entnehmen.

 

Beratung auf der Düne

Beratung auf der Düne

Teilnehmer vom NABU: Uta, Achim, Ecki, Mahmoud, Michael, Tino Michaela und Michael, Asylbewerber aus Jugenheim.

Als Berater vor Ort: Rainer Stürz und Dr. Uta Hillesheim

Apr 092016
 
Bickenbacher Düne 03

Fotos: NABU/Tino Westphal – Pflegeeinsatz auf der Bickenbacher Düne.

Erster Pflege-Einsatz auf der Bickenbacheer Düne in diesem Jahr wie immer unter Leitung unserer Freunde vom BUND.

Nachdem viele der Kiefern wegen Befalls durch den Blauen Kiefernprachtkäfer aus dem Bestand herausgenommen wurden, ist der Wald natürlich lichter, hat aber weniger gelitten als befürchtet. tatsächlich hat sich die Düne schön entwickelt,  wir können in diesem Jahr vielleicht die ersten blühenden Orchideen sehen.

Von der Fällaktion übrig gebliebenes Material wurde abgerecht, und sehr viel Jungwuchs von Brombeere, Mahonje und Weissdorn wurde mitsamt den Wurzeln ausgegraben.

Zum Einsatz kamen 16 freiwillige Helfer von BUND, NABU, Better World Club und dem Flüchtlingsheim in Jugenheim. Mit so vielen Helfern ging die Arbeit schnell voran.

Essen fassen

Nov 282015
 
Foto: NABU/Achim Bach - Hornissennest im Meisenkasten

Foto: NABU/Achim Bach – Hornissennest im Meisenkasten

Der Vogelschutzwart von Jugenheim, NABU-Mitglied Achim Bach, teilt mit uns seinen heutigen Fund: in einem Nistkasten von der Bickenbacher Düne (neben dem Verkehrs-Übungsplatz) zeigt im unteren Teil das Nest einer Kohlmeise. Nach der Brut hatte nich im obere Teil des Kastens Hornissen angesiedelt. Jetzt im Herbst, nach den ersten frostigen Nächten, ist die Hornissenkolonie eingegangen.
Der Nistkasten musste von der Düne entfernt werden, weil am Standort ein großer Teil der Kiefern wegen Parasitenbefalls gefällt werden sollen.

Nov 132015
 
Foto: NABU/Tino Westphal - Bickenbacher Düne

Foto: NABU/Tino Westphal – Bickenbacher Düne

Nach einem Artikel im Darmstaädter Echo vom 13.11.2015 sollen alte Kiefern auf der Bickenbacher Düne wegen Parasitenbefalls gefällt werden. Die neu gepflanzten Bäume links im Bild sind wegen des trockenen Sommers nicht angegangen.

Die Düne wird von Naturschützern des NABU Seeheim seit vielen Jahren zusammen mit unsere Kollegen vom BUND Seeheim gepflegt. Schade um den alten Baumbestand auf der Düne.

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/bickenbach/heisser-sommer-hinterlaesst-spuren_16372995.htm

Nov 072015
 
Magrit-Baier-Düne 5

Fotos: NABU/Tino Westphal – Arbeitseinsatz auf der Magrit-Baier-Düne bei Seeheim.

Unter Leitung von Frau Dr. Hillesheim werkeln die NABU-Aktivisten zuerst auf der Magrit-Baier-Düne bei Seeheim.

Im Frühjahr 2011 waren viele Götterbäume auf dem Gelände geringelt worden. Trotzdem gab es viel Aufwuchs aus Wurzelschößlingen, die zweimal jährlich im entfernt werden. Inzwischen sind alle geringelten Götterbäume abgestorben und werden heute umgesägt und am Geländerand in einen Holzstapel gepackt. Auch kleine Ästchen werden von den NABU-Aktiven sorgfältig aufgelesen, denn der Boden soll wenig Nährstoffe erhalten.

Magrit-Baier-Düne 6

Die Binnendüne hat sich prächtig entwickelt und mit der Sandaufschüttung gleich nebenan wird sie mit anderen Binnendünen verknüpft.

Sand-Strohblume

Blühende Sand-Strohblume.

Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) hat direkt neben dem jetzt gerodeten Bereich ein gutes Vorkommen. Sie ist nach BArtSchV besonders geschützt und gilt als gefährdet. Leider hatte die Sand-Strohblume in deisem Jahr durch die Eselbeweidung kaum eine Chance, auszusamen. Nur wenige Blütenstände sind noch zu sehen.

Sand-Silberscharte

Sand-Silberscharte mit vertrocknetem Samenstand.

Sand-Silberscharte 2

Foto: Susanne Bog: Letzte blühende Sand-Silberscharte

Im vorderen Bereich der Düne wurde ein schönes Vorkommen der Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) mit einer Einzäunung von der Eselbeweidung ausgenommen.

Noch eine halbe Stunde gehen die Aktivisten auf der Binnendüne gegen das Hundszahn-Gras an. Das wird seit Jahren kurz gehalten- bei der kleinflächgigen Binnendüne ist das noch möglich und führt dazu, dass hier viele typische Arten der Binnendünen auf engem Raum überleben können.

Teilnehmer vom NABU: Ecki, Achim, Susanne, Uta, Tino

Sep 122015
 
Arbeitseinsatz Seeheimer Düne - Ecki mit Hundszahngras

Fotos: NABU/Tino Westphal – Arbeitseinsatz Seeheimer Düne – Ecki mit Hundszahngras

Die NABU-Aktivisten bekämpfen das Hundezahn-Gras auf der Seeheimer Düne: die eiszeitliche Düne ist kleinteilig genug, um sie manuell zu pflegen, andererseits besonders gefährdet durch Nährstoffeintrag. Aber gerade dies kleine Düne hat sich wunderbar entwickelt und die Hoffnung ist begründet, dass sich von hier aus botanische Schätze auf die angrenzenden neuen Sandschüttungen ausbreiten.

Arbeitseinsatz Seeheimer Düne 1


Fotos oben: Spätsommerliche Blüten auf dem Fünengelände.

Sandschüttung bei Seeheimer Düne

In 2014 neu angelegte Sandschüttung neben der Seeheimer Düne.

Noch ein Blick auf die benachbarten neu angelegten Sandschüttungen: dort entwickelt sich eine schöne Ruderalvegetation.

Eselbeweidung auf der Seeheimer Düne 2Nebenan beweiden Esel von Rainer Stürz Teile der Düne. Mit viel Sorgfalt extra eingezäunt wurden Vorkommen wertvoller Pflanzen, wie der Sandsilberscharte, um sie vor Verbiss zu schützen.

Eselbeweidung auf der Seeheimer Düne 1

Eselbeweidung auf der Seeheimer Düne