Jun 242017
 
Auweiher 2

Fotos: NABU/Tino Westphal – Sommerfest des BUND am Auweiher in Ober-Beerbach

Auweiherfest BUNDZum Sommerfest am Auweiher in Ober-Beerbach hat der BUND auch seine Freunde vom NABU Seeheim-Jugenheim geladen. Wir kommen gern, denn die Naturschutzverbände verbindet hier im Ort und seinem Umfeld seit Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zudem ist gerade der Auweiher eines der Vorzeigeprojekte: unter Leitung des BUND und seines damaligen Vorsitzenden Wolfgang Feiss wurde die Anlage geplant und zusammen mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern von BUND und NABU umgesetzt. Als Schmuckstück präsentiert er sich heute in Ober-Beerbach und bietet sich an als gemütlicher Ort für ein Sommerfest, für Meinungsaustausch und Absprache in angenehmer Runde.

Wolfgang Feiß

Bei dieser Gelegenheit: der Vorstand des NABU Seeheim-Jugenheim wünscht Wolfgang Feiß, einem leidenschaftlichen Natur- und Umweltschützer, zu seinem 70. Geburtstag alles erdenklich Gute. 

Auweiher 1

Der Auweiher ist seit Jahren ein Schmuckstück von Ober-Beerbach. Als BUND-Projekt wurde er im Jahr 2010 zusammen mit dem NABU Seeheim ausgebaggert.

Jun 242017
 
Bickenbacher Düne 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schmetterlingsexkursion – Start an der Bickenbacher Düne

Bickenbacher Düne 2Dr. Angela Hille stellte das Gebiet an der Bickenbacher Düne vor: eine eiszeitliche Kalksanddüne, teilweise unter Naturschutz gestellt.

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne 2

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne

Hier investieren die lokalen Naturschutzgruppen BUND und NABU seit mehr als 10 Jahren viel ehrenamtliche Arbeit in die Pflege des Gebiets.

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne 1

Sand-Sommerwurz (Orobanche arenaria)

Die Früchte der jahrelangen Arbeit werden langsam sichtbar. Der Artenreichtum hat sich deutlich erhöht, einige Rote Liste Arten unter den Pflanzen sind zurückgekehrt bzw. haben deutlich zugenommen.

Weiter geht die Führung entlang der Gastrasse – bei der jetzigen Trockenheit ein Gebiet, in dem nur echte Überlebenskünstler durchhalten. Immer wieder überraschend: gerade auf den kärgsten Böden mit extremer Austrocknung entwickelt sich eine große Artenvielfalt und trotz der Hitze auch noch Blüten.  

Zurück geht es am Waldrand: auch hier in den schattigen Bereichen lassen sich Schmetterlinge beobachten.

Eine sehr unvollständige Liste der Beobachtungen: Schachbrettfalter, Dickkopffalter, mehrere Bläulingsarten und ein Taubenschwänzchen.

 

Jun 232017
 

Abenteuerliche Trekkingtour vom 24. Juli bis 12. August in Schottland – noch 3 Plätze frei

In den Sommerferien veranstaltet die NAJU Hessen vom 24.7. -12.8.2017 eine Wildnistour für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene im Cairngorm-Nationalpark in Schottland. Im Mittelpunkt der Tour stehen Trekking und das Erleben unberührter Natur.

 Auf der 19-tägigen Wildnistour erkunden die Teilnehmer die schottische Bergwelt des Cairngorm-Nationalparks nur mit dem, was sie im Rucksack bei sich tragen. In drei Kleingruppen erforschen die Jugendlichen die schottische Wildnis, verpflegen sich selbst und bauen abends gemeinsam mit einfachen Zeltplanen ihr Nachtlager auf. Erfahrene Wildnisführer zeigen den Gruppen die Wildtiere und Pflanzen der Region und vermitteln ihnen das wichtige Know-How zum Leben in der freien Natur. So lernen die Jugendlichen z.B. den Umgang mit Karte und Kompass, das Einrichten von einfachen Lagern und das Outdoor-Kochen kennen.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 630,- € und umfasst die Hin- und Rückfahrt ab Wetzlar sowie die Verpflegung und Betreuung auf der Tour. Weitere Informationen gibt es bei der Naturschutzjugend Hessen e.V., Tel.: 06441-946903, E-Mail: mail@NAJU-Hessen.de, www.NAJU-Hessen.de.

Für Rückfragen:

Vera Börner

Naturschutzjugend Hessen

Tel.: 06441-946903

E-Mail: vera.boerner@naju-hessen.de

Jun 212017
 

Wegen der anhaltenden Trockenheit herrscht Wassermangel in den Fliessgewässern.

Aktuell kommt die größere Wassermenge im Landbach tatsächlich aus der Verbandskläranlage in Bickenbach, es handelt sich also um gereinigtes häusliches Abwasser.
Leider nutzen einige Bachanlieger in Bickenbach den Bach für die Bewässerung ihrer Gärten.
Kein Einzelfall (hier Bahnhofstraße Bickenbach) – obwohl verboten.
Eine Übernutzung der Wasserressourcen gefährdet viele vom Wasser abhängige Tiere und Pflanzen.

Wasserentnahme aus dem Landbach bei Bickenbach

Jun 212017
 
Kirschgarten 06

Fotos: NABU/Tino Westphal – Gieß-Einsatz im NABU-Kirschgarten am Seeheimer Blütenhang

Ein heißer Sommertag, auch noch am Abend. Um 20 Uhr treffen sich die freiwilligen Helfer im NABU-Kirschgarten am Blütenhang für einen Gießeinsatz. Angesetzt kurzfristig sogar 2x die Woche, denn es soll heiß bleiben in dieser Woche und die jungen Bäume lassen abends schon die Blätter hängen.

Das Team ist eingearbeitet, in reichlich einer halben Stunde hat jeder Baum seine Wasser-Ration.

Dank an alle Helfer!

Teilnehmer: Klaus-Dieter, Tino, Peter, Martin, Robin, Klaus und Michael.

Jun 212017
 

Foto: Willi Benz – Trockengefallene Flächen in der Landbachaue 20.6.2017 18 Uhr

Im östlichen Teil der Landbachaue gab es vor geraumer Zeit einen weiteren Durchbruch des Landbaches aus dem von Menschenhand angelegten „natürlichen“ Bachbett, so dass vermehrt Wasser in die Flächen der östlichen Aue fliesst und teilweise versickert. Bei der herrschenden Trockenheit führt das zu einer Vernässung der Ostaue auf Kosten der westlichen Bereiche, in den letzten Wochen sogar zu einem fast vollständigen Austrocknen einiger Bereiche im Westen. Die Sorge einiger Naturschützer war es nun, dass durch den Wassermangel Fische, Amphibien und Wasservögel leiden oder gar aussterben, die bisher den Westteil so zahlreich und sichtbar bevölkerten.

Sandsack-Damm in der Landbachaue

Der Wasserverband Modaugebiet hat heute Vormittag den Uferbruch in der Ostaue mit Sandsäcken abgedichtet (ein geringer Anteil Bachwasser sickert weiterhin durch diese Barriere). Erste Auswirkungen dieser Abdichtung waren heute Abend sichtbar.

Etwas höherer Wasserstand nach Regulierung in der Landbachaue 21.6.2017 19 Uhr

Wenn die Wasserführung des Landbachs weiter sinkt, kann die Westaue dennoch trocken fallen. 

Die Landbachaue bietet heute ein beeindruckend artenreiches Areal. Schlammfluren, Wasserflächen und nasses Schilfried finden sich überall. Zu einer intakten Bachaue-Landschaft gehört, dass sich das Wasser frei bewegen kann. Tatsächlich ist die strenge Regulierung unserer Fliessgewässer nachweislich einer der Gründe für den Rückgang der Artenvielfalt: Arten wie Wechselkröte, Kreuzkröte, Gelbbauchunke und Flussregepfeifer sind aus unseren Flussauen verschwunden und besiedeln wenige Ersatzlebensräume,  wie Steinbrüche und Sandgruben. Um die letzten Exemplare dort kümmert sich auch der NABU Seeheim mit der Beteiligung am Kooperationsprojekt mit dem Steinbruchbetreiber MHI. Aber ganz klar: das kann keine dauerhafte Lösung sein! Letztlich müssen wir diesen Arten wieder Raum verschaffen in unserer Landschaft, sonst besteht die Gefahr, sie für immer zu verlieren.

Größere Eingriffe in den natürlichen Gewässerlauf gerade in den wenigen Renaturierungsgebieten sollten unbedingt unterbleiben, sonst nimmt man dem Gebiet die Dynamik. Lassen wir dem Wasser seinen Lauf.

Jun 212017
 

Auch in diesem Jahr werden wir wieder unsere beliebte Aktion „Pflanzt Hochstamm-Obstbäume“ durchführen.

Durch Zuschüsse einzelner Kommunen sowie der Sparkasse Darmstadt können wir die Hochstamm-Obstbäume zu einem Preis von 20€ / Stück inklusive Pflanzpfahl und Verbiß-Schutz an Pächter und Grundstücksbesitzer im Kreisgebiet Darmstadt-Dieburg abgeben.

Die Bestelllisten liegen in den Rathäusern aus und oder können hier heruntergeladen werden.

Download Bestellisten Obstbaumaktion 2017

Alte Bestelllisten können nicht wieder verwendet werden!

Die Bestellungen müssen bis zum 15.9.2017 eingegangen sein, spätere Bestellungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Ausgabe der Bäume erfolgt im November 2017  in Ober-Ramstadt – Der Abholort wird den Bestellern rechtzeitig schriftlich mitgeteilt bzw. ist auf den Seiten des NABU KV www.NABU-kvdarmstadt.de zu erfahren.

Jun 182017
 

Der Termin für die Schafschur fiel noch rechtzeitig vor den Beginn der ersten Hitzewelle. Am Sonntag traf sich die Schafgruppe mit weiteren Interessierten zur Schafschur. Erst wurden drei Schafe von ihrer Wolle befreit. Wieder einmal zeigte sich, dass das Scheren ein Handwerk ist, das viel Übung bedarf. Vielen Dank an unseren Meisterscherer Moritz!

Der Scherplatz auf der Weide.

Die Stromversorgung der Schermaschine war auf dieser abgelegenen Weide nicht ganz so einfach. Dafür wurde ein kleiner Generator außerhalb der Weide aufgestellt und mit einem langen Kabel angeschlossen.

Die Schafschur ist nicht nur für den Scherer eine spannende Angelegenheit.

Beim Scheren befinden sich die Schafe in einer sitzenden Position, bei der dann auch die Klauenpflege bequem mit erledigt wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein schert es sich gleich besser.

Die Schafe sind froh, dass sie ihre Wollmäntel ablegen konnten.

Auf der anderen Weide wartete schon ganz ungeduldig unser Bock auf seinen Friseurtermin. Ein Anlieger stellte uns dankenswerterweise neben einem schattigen Platz in seinem Garten auch Strom für die Schermaschine zur Verfügung.

Auch der Schafsbock war gerne beim Friseur.

Wie jedes Jahr war die Schafschur wieder ein tolles Event für alle Beteiligten. Die Schafgruppe freut sich, die Begeisterung für extensive Schafhaltung weitergeben zu können.

Teilnehmer: Moritz, Ecki, Tine, Leona, Julia, Mariana, Uschi, Brigitte, Thomas, Max

Jun 172017
 
Einsatz Böckchenweide 29 10x27s

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz Böckchenweide

Brombeerfeld

Wie ein Brombeerfeld sieht die im letzten Herbst freigemachte Weidenfläche aus. Da reicht es nicht, dass die Fläche mit der Böckchenherde beweidet wird, denn Schafe sind nicht sehr effektiv gegen Brombeeren. Vor allem aber wird die Fläche schnell wieder undurchdringlich, wenn die Ranken ungestutzt verbleiben.

Besuch bei den Schafen

Mit dem Balkenmäher ist die Fläche schnell bereinigt, währen auf der anderen Weidenhälfte die Schäfer sich um die Böckchenherde kümmern. Die Tiere bekommen noch eine Zusatzfütterung.

Abharken 

Die Brombeer-Ranken werden an den Rand der Fläche verbracht, denn sonst würden sie den Aufwuchs anderer Weidepflanzen verhindern. Die Haufen türmen sich übermannshoch. Die Wälle und Haufen aus Grünschnitt und Geäst bilden ein eigenes Biotop für Kleinsäuger und Vögel, wie den Zaunkönig.  

Abnahme

Zum Abschluss traut sich das Chefschaf doch noch durch die Zaunlücke und inspiziert die Fläche.

Zufrieden?

Teilnehmer: Dagmar, Ecki, Mariana, Max, Michael, Tino, Klaus-Dieter und Thomas.

Einsatz Böckchenweide - Abnahme 5