Apr 012017
 

Steinkauz-Monitoring bei Bickenbach und Pfungstadt

Die Runde beginnt in Bickenbach, an der Bahnstrecke. Hier gibt es ein Grundstück des BUND, auf dem wir im Jahr 2011 bei einem Baggereinsatz Sand, Steine und Totholz zur Förderung von Reptilien eingebracht hatten. Die vor Ort angebrachten Steinkauzkästen sind nicht von Käuzen, sondern von Staren bevölkert. Einige Kästen sind wegen aufgewachsener Brombeeren kaum noch zugänglich. 

Weiter geht es auf Pfungstädter Gebiet- dort finden wir einen besetzten Kasten, der Steinkauz ist beringt. 

Unglücklicherweise wird die betreffende Wiese seitens der Gemeinde wohl nur einmal im Herbst gemäht. Die angrenzenden Äcker sind mit Getreide bzw. Raps bestellt, die in Kürze als Nahrungs-Habitat im wesentlichen ausfallen. Deshalb müsste wenigstens die Teil der Streuobstwiese dringend gemäht werden, sonst werden es die Käuze sehr schwer haben, an die nötige Nahrung für eine Brut zu gelangen. Regenwürmer, Insekten und Mäuse kann der Steinkauz er nur in der offenen Landschaft erjagen.

Noch einige Stellen werden abgesucht, keine Steinkäuze zu finden. Auch nicht auf einer der früher besten Brutareale, der ehemaligen Burg Wellberg mit ihrem alten Streuobstbestand. Von der hochmittelalterlichen Turmhügelburg (Motte) kündet nur noch ein unscheinbarer Hügel in der flachen Landschaft des Rieds. Und der droht, von Brennnesseln und Gestrüpp überwachsen zu werden. Hier sollte dringend beweidet werden. Auch ein paar neue Obstbäume würden gut hierher passen. Alle angebrachten Steinauzkästen sind heute unbewohnt.