Nov 092021
 

Nachdem wir jüngst die Naturverjüngung nahe den Märchenteichen eingezäunt haben, wurde heute wieder Hand angelegt: Zwischen Stettbach und Steigerts hatte Revierförster Dirk Hungenberg ein kleines Gelände ausgemacht, auf dem Eichensämlinge vor Verbiss geschützt werden mussten. Auf einer Kuppe gelegen ist die relativ flache Schicht Waldboden auf dem Felsuntergrund recht starker Erosionsgefahr ausgesetzt. Auch wenn dort aktuell noch vorwiegend Eichen und Buchen stehen, sind letztere der Trockenheit der dünnen Erdschicht auf Dauer nicht gewachsen. Wird nichts unternommen, wächst keine neue Generation an Bäumen nach, weil die Eichensämlinge, die mit der relativen Trockenheit klarkommen können, den Rehen zum Opfer fallen. Wenn die nächste Generation an Eichen aber eine Chance bekommt, kann sie die Erosion aufhalten, den Boden halten und so das Waldökosystem stabilisieren. Also eine etwas andere „Gemengelage“ als bei den Märchenteichen, aber „the same procedure“ wie beim letzten Mal.

Wir setzen weiterhin bevorzugt auf Naturverjüngung mit einheimischen Arten und sehen Baumpflanzaktionen gebietsfremder, unserem Ökosystem damit wenig bis gar nicht dienlicher Arten kritisch (wissenschaftliche Erkenntnisse dazu finden Sie hier [pdf].

Kommentarfunktion geschlossen

NABU Menu