Feb 082020
 
Foto: Wolfgang Feiss – Ehrenamtliche Helfer bauen den Amphibienzaun in Ober-Beerbach auf.

Auch in diesem Jahr können Kröten und Frösche in Ober-Beerbach wieder den Service nutzen und sich über die Straße L3098 tragen lassen. Der NABU hat die Organisation übernommen und am Wochenende mit 10 Helfern zwei ca.100m langen Amphibienzäune gestellt. In regelmäßigen Abständen sind Eimer in den Boden gegraben. Die Amphibien fallen bei ihren Wanderungen dort hinein und engagierte Naturschützer sammeln sie aus den Eimern, um sie dann über die Straße Richtung Auweiher und Froschteich zu tragen. So haben die fleißigen Helfer schon im letzten Jahr etwa 250 Tieren das Leben gerettet. Diese Tradition wollen sie weiter führen und auch in diesem Jahr wieder in der Wanderzeit vielen Kröten und Fröschen das Leben retten, damit sie nicht überfahren werden.

Foto: Helga Feiss – Ein wichtiges Laichgewässer für Amphibien: der nahe gelegene Auweiher. Der Teich ist noch mit einer Eisschicht bedeckt- da müssen die Amphibien sich noch etwas gedulden.

Leider haben im letzten Jahr einige „Fischliebhaber“ Goldfische in den Auweiher ausgesetzt, die sich schnell über den Laich hermachten.

In diesem Jahr wurde daher das Wasser massiv abgesenkt und in de zurückbleibenden Lache haben die Graureiher den Goldfischen genug zugesetzt.

Die Hauptwanderzeit ist bei regnerischem Wetter um 8 – 10 Grad. Dann haben die Ehrenamlichen jede Menge zu tun und können noch weitere Tierliebhaber als Helfer für die Aktion gebrauchen. Wer sich ebenfalls engagieren möchte und etwa eine Stunden morgens oder abends Zeit hat, kann sich gerne bei Sabine Durst Tel. 0157 – 31121168 melden. Die gesamte Service-Aktion dauert ca. 2 Wochen je nach Wetterlage. Die Helfer werden nach Rücksprache und ihrer Verfügbarkeit eingesetzt und müssen nicht jeden Tag im Einsatz sein. Die Natur und viele Autofahrer danken den Helfern schon heute.

Karte 1: Amphibienzaun am Ortseingang Ober-Beerbach
Karte 2: Amphibienzaun an der Straße nach Nieder-Beerbach

Aufstellung des Zaunes am Ortseingang von Ober-Beerbach – Fotos: NABU/Tino Westphal

Aufstellung des Zaunes an der Strasse nach Nieder-Beerbach