Jun 162018
 

Nächtliche Insekten-Exkursion in die Rödern bei Seeheim

Foto: NABU/Tino Westphal – Insektenexkursion in den Rödern

Unter Leitung von Angela Hille gingen acht Insektenfreunde in der Gemarkung der Nördlichen Rödern auf die Suche nach dämmerungs- und nachtaktiven Insekten. 

Die intensiv duftende Gewöhnliche Seidenpflanze ist bevorzugtes Ziel der Weinschwärmer und Kiefernschwärmer

Die intensiv duftende Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca) ist bevorzugtes Ziel von Weinschwärmer (Deilephila sp.) und Kiefernschwärmer (Hyloicus pinastri). Aber das richtige Zeitfenster will abgepasst sein- die Nachtfalter fliegen nur in einem bestimmten Zeitabschnitt der Dämmerung, beinahe kann man die Uhr danach stellen.

Foto: Angela Hille – Kiefernschwärmer (Hyloicus pinastri)

Foto: Angela Hille – Weinschwärmer (Deilephila sp.)

Foto: Angela Hille – Wellenlinien-Rindenspanner (Alcis repandata)

Raupen des Blutbären

Foto: Angela Hille – Raupen des Blutbären

An den Hängen des Hochwasserbeckens in den nördlichen Rödern konnte auf ihrer Nahrungspflanze, dem Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) eine große Anzahl von Raupen des Jakobskrautbären (Tyria jacobaeae), auch Blutbär genannt, festgestellt werden. Die Art scheint sich hier gut etabliert zu haben.

Gehörnte Kreuzspinne

Foto: Angela Hille – Gehörnte Kreuzspinne

Zum Abschlusss der Wanderung, schon bei kompletter Nacht traf die Gruppe auf eine ungewöhnlich große Kreuzspinne am Rand des Kiefernwaldes. Das Netz war übervoll mit gefangenen Insekten und die Spinne war damit beschäftigt, überzählige Beute aus dem Nest zu werfen.

Foto: Angela Hille – Gehörnte Kreuzspinne

Die Gehörnte Kreuzspinne (Araneus angulatus), deren Weibchen bis zu 18 mm groß werden, weben ihr Netz an Kiefernwaldrändern. Sie werden sehr selten gesehen und in der Roten Liste als gefährdet, Kategorie 3 eingestuft. Sie sind deutlich an einem hellen Fleck zwischen den Höckern zu bestimmen.