Mai 312018
 

Schwarzkehlchen

Bachstelze

Dorngrasmücke

Goldammer

Star

Im Mai waren viele Vogelarten bei der Versorgung ihresr Jungen zu beobachten. Nachwuchs gab es unter anderem bei Schwarzkehlchen, Bachstelzen, Wiesenschafstelzen, Dorngrasmücken, Bluthänflingen, Goldammern und Staren, während bei den späteren Rückkehrerern wie Neuntöter und Rohrsängern im Mai erst noch fertig gebrütet wurde.

Interessant waren die Beobachtungen, dass die Brutreviere der Rohrsänger von den Kuckucksweibchen in der Landbachaue intensiv überwacht wurden. Der Kuckuck, als sog. „Brutparasit“, bevorzugt vor allem die Nester der Teichrohrsänger für die Aufzucht seines eigenen Nachwuchses und muss daher den richtigen Zeitpunkt erwischen, um den wesentlich kleineren Rohrsängern unbemerkt sein eigenes Ei unterschieben zu können. Für die Reproduktion des Kuckucks sorgen dann ausschließlich die Wirtsvögel.

Wesentlich unkomplizierter verläuft die Fortpflanzung bei den übrigen Vogelarten der Landbachaue. Erneut geringen Bruterfolg hatten die Blässhühner, die zwar auf mehreren Nestern brüteten aber fast alle Bruten wieder abbrachen. Lediglich ein Paar dieser Rallenart führte im Mai zwei Küken, von denen eins nach drei Tagen verschwunden war. Auch bei den vielgescholtenen Nilgänsen gab es bis Ende Mai lediglich ein Paar mit Nachwuchs und bei den Kanadagänsen blieb der Nachwuchs in diesem Jahr bisher völlig aus.

Erfreulich waren im Mai die mehrfachen Sichtungen von Ringelnattern, darunter auch zwei Weibchen mit der Länge von mindestens einem Meter. Unerfreulich hingegen die Funde von mindestens drei kleineren Ringelnattern, die dem ständig zunehmenden Kraftfahrzeugverkehr in der Landbachaue zum Opfer fielen.

Limikolen (Watvögel) waren den ganzen Mai über in der Landbachaue zu sehen. Neben Waldwasserläufer, Grünschenkel, Flussuferläufer und Flussregenpfeifer auch wieder einmal Bruchwasserläufer und Kampfläufer – alles bedrohte Arten, die die Aue als Trittstein auf dem Zug in ihre Brutgebiete nutzen.

Absolutes Highlight im Mai war die Sichtung eines Bienenfressers, der bei seiner Jagd auf Fluginsekten in der Landbachaue zu sehen war. Leider blieb es bei einer einmaligen Beobachtung dieses durch seine bunte Färbung exotisch anmutenden Vogels, der als Habitat eher offene Landschaften bevorzugt und sich daher in die Aue verflogen haben dürfte.

Für die Weißstörche stellt die Landbachaue hingegen den idealen Lebensraum dar. Bei dem Paar auf dem Gittermast des NABU Pfungstadt waren zum Monatsende vier stramme Jungstörche zu zählen und auf dem in diesem Jahr neu gebauten Baumnest am Westrand der Landbachaue zeigte sich ein zweiköpfiger Nachwuchs. Auf dem weiteren neuen Baumnest auf der Winterweide des Roten Höhenviehs kam es allerdings zu keiner Brut. Dieses Storchenpaar hatte, entnervt durch die Angriffe anderer Störche, bereits Anfang Mai sein schon fertig gestelltes Nest aufgegeben.

Teichrohrsänger

Blässhuhnnachwuchs

Ringelnatter

Verkehrsopfer

Bruchwasserläufer

Kampfläufer

Jungstorchquartett auf dem NABU Mast

Zwillinge auf dem Baumnest

Wiesenschafstelze

Bluthänfling

Neuntöter

Kuckuck

Bienenfresser