Aug. 222026
 

Auf der Streuobstwiese bei Hähnlein ist Grün rar – die anhaltende Dürre hat die meisten Wiesenpflanzen verdorren lassen. Nur tiefwurzelnde Arten wie Große Klette, Stumpfblättriger Ampfer, Große Brennnessel, Brombeeren und vor allem Zwergholunder zeigen sich noch grün.

Die Steinkauzwiese, eine Grünlandinsel inmitten intensiver Landwirtschaft, ist aktuell stark von der Trockenheit geprägt. Während die sonst dominierenden Süßgräser und viele andere Wiesenpflanzen vertrocknet sind, überleben vor allem Pflanzen mit tiefem Wurzelsystem.

Pflegemaßnahmen: NABU-Aktive packen an
Die NABU-Mitglieder nutzten die Gelegenheit, unerwünschte Pflanzen wie Ampfer, Klette und insbesondere den Zwergholunder auszuhacken – eine sehr mühsame Arbeit, da die Böden weiterhin betonhart sind.
Mit der Akku-Motorsense wurden Brennnesselfluren ausgemäht. Auch in den eingezäunten Arealen mit einheimischen Sträuchern wurde das trockene Gras heruntergeschnitten.

Zwie Teilflächen der Streuobstwiese sorgfältig abgeharkt und der Boden aufgekratzt: hier wurde eine kräuterreiche Samenmischung mit einheimschen Arten ausgesät. Hier hoffen die NABU-Aktiven, dass sich etwas mehr Kräuter auf der Wiese etablieren.

Langfristiges Engagement für Artenvielfalt
Die NABU-Aktiven begleiten die Streuobstwiese seit einigen Jahren auf ihrem Weg zu mehr Artenreichtum. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und können bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Sie bieten wichtigen Lebensraum für zahlreiche Arten, darunter auch den namensgebenden Steinkauz – eine der kleinsten heimischen Eulen.

Unterstützung durch Schülerinnen und Schüler der Internationalen Schule
Bei den aktuellen Pflegemaßnahmen wurden die NABU-Aktiven von einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Internationalen Schule am Schuldorf Bergstraße unterstützt.

Alle Beteiligten hatten sichtbar Spass an der Arbeit – die NABU-Aktiven und die Helfer sind gespannt wie sich die Steinkauzwiese entwickelt.

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