Mrz 292014
 
Regenbogenteich 05

Fotos: NABU/Tino Westphal – Der Hermelinweiher erhält seinen Namen.

Regenbogenteich 12

Bericht der Hermeline über das Projekt: In ihrem Bericht erzählen die Erbauer des Teiches, die Hermeline, von ihrem Projekt. Der Teich wurde nur in Handarbeit mit Schaufel und Schubkarre und mit Hilfe einer 400 kg schweren Kautschukfolien gebaut.

Das Besondere an diesem 250 qm großen Teich ist, dass er von Jugendlichen ohne maschinelle Hilfsmittel geschaffen wurde. Von September 2013 bis jetzt haben sie an jedem Freitag, meist von 16 Uhr bis zum Anbruch der Dunkelheit gewerkelt. Außerdem wurden an drei Samstagen viele Freunde zum fröhlichen Schaffen eingeladen. Zuerst hoben sie die große Grube aus und mit der anfallenden Erde wurde ein mächtiger Damm aufgeschüttet. Danach kam eine Kautschukfolie ins Teichbett und der Rand wurde mit einer Kokosmatte abgesichert. Sie soll Wasserpflanzen Halt geben. Als nächstes wurde der Weiher an zwei Seiten mit einem Zaun versehen, wobei drei besondere Methoden zum Einsatz kamen: Das erste ist ein 2-Pfosten Zaun. Dabei werden zwei Reihen Pflöcke gesetzt und der Zwischenraum mit Reisig ausgefüllt. Als Zweites wurden dicke Äste von frisch geschnittenen Korbweiden eingegraben. Sie sollen ausschlagen, als lebende Pfähle fast ewig leben und als Kopfweiden Tieren Unterschlupf bieten. Als drittes wurde ein Gitterzaun aus mit einander verflochtenen Weidenästen gestaltet, der nebenbei dem Waldgeisblatt als Kletterhilfe dienen soll. Zuletzt wurde der vorbei fließende Dornbach gestaltet und die nackten Stellen am Damm eingesät und eingepflanzt.

Obwohl der Teich erst im November Wasser hatte, wurde er schon von vielen Tieren angenommen. Grasfrösche und Libellen haben ihre Eier abgelegt. Rückenschwimmer und 3 Käferarten wurden gesichtet. Fledermäuse, Bachstelzen, Gebirgsstelzen und ein Graureiher haben ihn besucht.

Regenbogenteich - Gewässeruntersuchung 1

Eine Gewässeruntersuchung vor Ort zeigt den kleinen und grossen Besuchern im Binokular und Lupe Steinfliegenlarven und Larven der Kriebelmücke.

Zur Einweihung am 29. März kamen ca. 70 Personen, die sich nach mehreren Wahlgängen für den Namen Hermelinweiher entschieden.  Hermeline nennen sich die 12 Jugendlichen, welche den Weiher entstehen ließen. Sie sind eine der 10 Untergruppen der „Wühlmäuse“ und 16 bis 18 Jahre alt.

Folie, Schutzvlies und Kokosmatte wurde finanziert von NABU, BUND, Bäckerei Schwind, Reinhold Wild und vielen weiteren Spendern.

Jetzt suchen die Hermeline nach Wasserpflanzen, um den Weiher zu beleben. Außerdem wollen sie 60 junge Laubfrösche aussetzen, von denen jeder 15,-€ kostet. Wer eine Patenschaft übernehmen will, wende sich bitte an unten stehende Telefonnummer. Die Wühlmäuse betreuen einige Bienenvölker und 8 Schafe. Als nächstes wollen sie mit Hühner anfangen. Dazu suchen sie einen kleinen Bauwagen und sind für jeden Hinweis dankbar.

Ich kauf‘ mir einen Frosch: Die Wühlmäuse verkaufen bei dieser Gelegenheit noch einige Laubfrösche für die Aussetzaktion im Herbst: 24 von 60 Fröschen sind bisher finanziert.