Mai 242021
 
Foto. NABU/Achim Bach – Der Kiebitzkorb – ein neuer Ansatz der Kiebitzrettung

Mit Kiebitz-Nestschutzkörben wird gerade in der Landbachaue versucht, eines der letzten Kiebitzpaare vor Raubtieren zu bewahren.

Der Kiebitz besiedelte im Ried einst Feuchtwiesen, Sümpfe und offene Gewässerränder. Heute ist er fast ausschließlich auf Ackerbrachen anzutreffen, insbesondere Maisäcker, die im Frühjahr noch nicht bestellt sind, dienen dem Kiebitz als Ausweichquartier.

Foto: NABU/Achim Bach – Kiebitznest in der landbachaue – die Eier sind hervorragend getarnt

Eine spätere Bearbeitung der Äcker geht leider oft mit dem Brutabbruch der Kiebitze oder einer Zerstörung der kaum sichtbaren Nester einher und lässt seit Jahren die Bestände des Kiebitzes sinken. Viele Gelege fallen auch Beutegreifern wie Fuchs, Dachs, Waschbär oder Hauskatze zum Opfer, auch Wildschweine sind eine Problem. Für all diese Prädatoren soll der stählerne Schutz dem Kiebitz helfen- denn ausserhalb einer großen Brutkolonie hat der Vogel keine Chance gegen die vierbeinige Räuber.

Kiebitznest rot markiert.

Der Kiebitzkorb wird Stück für Sück an das Nest herangeschoben und die Reaktion des Vogels sorgfältig beobachtet (siehe Bildfolge unten).

Heute Abend saß das Kiebitzweibchen auf dem Nest, wenige Meter vom Korb entfernt (im Bild rot markiert).

Das Männchen liefert sich währenddessen immer wieder heftige Auseinandersetzungen mit den Störchen, die auf dem Acker Nahrung suchen (Filmaufnahmen vom 17.5.2021).

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