Mai 062012
 
Vogelstimmen und Frühlingsflora am Rheindamm zwischen dem Pumpwerken Kammerhof und Wächterstadt nördlich vom Kühkopf
Zu einer botanischen und ornithologischen Wanderung auf den Rheindämmen vom Pumpwerk Kammerhof zu den Wiesen von Wächterstadt traf sich eine kleine Gruppe von Naturfreunden.
Die Leitung für den botanischen Teil lag in den bewährten Händen von Dr. Uta Hillesheim, ein gutes Auge und Ohr für die Bestimmung der Vögel trugen Stefan Leng und Eckhard Woite bei. Das ganze in einer kleinen Gruppe: besser kann man nicht Natur kennenlernen.
Fotos: NABU/Tino Westphal – ein komplizierter Bestäubungsmechanismus wird erklärt von Frau Dr. Hillesheim
Färberwaid und Osterluzei auf dem Rheindamm bei Wächterstadt
Die Ausbeute des regnerischen Tages konnte sich sehen lassen:Saatmohn und Färberwaid blühen großflächig und zu jeder Pflanze am Wegrand liefert Frau Dr. Hillesheim Hintergrundinformationen zu Verwendung und Geschichte.
Wiesen bei Wächterstadt
Die Stromtalwiesen, die sich am Rheindamm entlangziehen, sind ausserordentlich wertvoll, wenn auch der Damm selbst seine Vielzahl an Pflanzengemeinschaften nach seiner Erneuerung vor einigen Jahren eingebüßt hat.
Skabiosenflockenblume, Pimpinelle, Echte Schluesselblume, Wiesensalbei, Traubenhyazinthe,Knolliger Hahnenfuss, Wiesenflockenblume werden bestimmt.
Die Sumpfwolfsmilch wird vorgestellt als größtes heimisches Wolfsmilchgewächs und als stark gefährdete botanische Rarität.
Hasen und viele Feldrehe sind vom Damm aus gut zu beobachten.
Dazu liefern Goldammer, Kuckuck, Nachtigall, Star, Gelbspötter, Zilpzalp, Rohrammer, Dorngrasmuecke, Schwarzkehlchen, Teichrohrsänger und Mönchsgrasmücke die Hintergrundmusik.
Graugans, Schwarzmilan, Rotmilan, Nilgans, Fasan, Kormoran, Rauchschwalbe, Kiebitz und Mauersegler werden beobachtet.
Zu guter letzt präsentiert sich ein Neuntöter sehr schön und kooperativ singend am Parkplatz am Pumpwerk Kammerhof.
Der Name des Pumpwerks Kammerhof lässt sich herleiten von Campa – dem Krönungsort des ersten Salierkönigs- ein Relief an der Wand des Gebäudes weist darauf hin.
Mehr Natur passt kaum in einen Vormittag…