Mai 092026
 
Fotos: NABU/Tino Westphal – Magerrasen am neuen Forum in Seeheim im Mai 2026

Ein erfreuliches Beispiel ist es wenn die Gemeinde Seeheim-Jugenheim auf den Flächen um des neue Forum entschieden hat, Magerwiesen statt Rollrasen anzulegen. Hier wird die Artenvielfalt gefördert, weniger Wasser und Pflege benötigt und damit eine wichtigen Beitrag zu Klima- und Naturschutz geleistet.

Magerwiesen sind wichtige Lebensräume für Wildpflanzen, Insekten und Kleinsäuger und gelten als besonders wertvoll für die Artenvielfalt. Magerwiesen brauchen nach der Etablierung kaum Bewässerung und passen besser zu Trockenphasen und Wassersparen. Sie müssen nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden; das senkt Pflegeaufwand, Maschinenkosten und Emissionen. Durch nährstoffarme Böden und den Abtransport von Mahdgut werden konkurrenzstarke Gräser zurückgedrängt und Blütenpflanzen gefördert.

Natürlich bedeutet die Aussaat von Saatmischungen mit einem hohen Anteil an wertvollen mehrjärhrigen Wildkräutern und einem geringeren Grasanteil im ersten Jahr einen sichtbaren Mangel an Blühaspekten. Da braucht es etwas Geduld, bis sich eine stabile Blühwiese etabliert, erst recht bei trockenem Wetter. Deshalb werden in den meisten Blühmischungen auch Anteile von einjahrigen Blühpflanzen wie Mohn und Kornblume untergemischt, die nach dem ersten Jahr weitgehend verdrängt werden.

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