Sep 052023
 

Bei einer Leuchtaktion werden Nachtfalter und andere Insekten nachts mit UV-Licht angelockt, um sie zu identifizieren und zu zählen. Auf den Stoffbahnen des Lichtzelts (UV-Lichtquelle innerhalb des Lichtzelts) oder eines Leuchttuchs (UV-Lichtquelle strahlt auf eine Stoffbahne) kann man die Tiere leicht bestimmen, auch Nahaufnahmen von den Faltern können einfach gemacht werden.

Der Anflug von Insekten war zunächst (ab 21:00 Uhr) zufriedenstellend. Die Luftfeuchte stieg jedoch mit abfallender Lufttemperatur an, selbst das Leuchttuch hatte die Nässe angenommen, d.h. es kamen in der Nacht kaum noch Nachtfalter dazu. Die Waldkäuze waren sehr aktiv, und jammerten schaurig schön. Auch die Laute von Siebenschläfern waren zu vernehmen.

Foto: NABU-Archiv – Leuchtzelt im NABU-Gelände
Foto: Angela Hille – einfache Leuchtanlage mit angestrahltem Tuch

Die Nachtfalter, die auf dem Gelände beobachtet werden konnten, kommen allgemein bei uns vor, d.h. es waren keine seltene Arten dabei. Schön anzusehen waren die Buchen-Sichelflügler – die Männchen mit stark gefiederten Fühlern – und sowohl Männchen als auch Weibchen des Nadelwald-Flechtenbärchens. Die hübschen gezeichneten und elegant geformten Sichelflügler – es gibt mehrere Arten in Mitteleuropa – fliegen in zwei Generationen. Wenn man die Flugzeit im Frühjahr verpasst hat, kann man die Sichelflügler auch noch im Sommer beobachten. Nadelwald-Flechtenbärchen wurden erstmals auf dem Gelände beobachtet. Es waren sehr viele Nessel-Zünsler besonders auf den Blütenständen der Kanadischen Goldruten zu sehen. Waldgrillen waren besonders deutlich an der Kopfweiden-Reihe zu hören. Ihr Rufen ähnelt den Tönen von Morsezeichen, die etwas trällernd vorgetragen werden. Ein einzelnes Weinhähnchen konnte mittels seiner typischen Drüüh-drüüh-Rufe identifiziert werden.

Die Nachtfalter, die auf dem Gelände beobachtet werden konnten, kommen allgemein bei uns vor, d.h. es waren keine seltene Arten dabei. Schön anzusehen waren die Buchen-Sichelflügler – die Männchen mit stark gefiederten Fühlern – und sowohl Männchen als auch Weibchen des Nadelwald-Flechtenbärchens. Die hübschen gezeichneten und elegant geformten Sichelflügler – es gibt mehrere Arten in Mitteleuropa – fliegen in zwei Generationen. Wenn man die Flugzeit im Frühjahr verpasst hat, kann man die Sichelflügler auch noch im Sommer beobachten. Nadelwald-Flechtenbärchen wurden erstmals auf dem Gelände beobachtet. Es waren sehr viele Nessel-Zünsler besonders auf den Blütenständen der Kanadischen Goldruten zu sehen. Waldgrillen waren besonders deutlich an der Kopfweiden-Reihe zu hören. Ihr Rufen ähnelt den Tönen von Morsezeichen, die etwas trällernd vorgetragen werden. Ein einzelnes Weinhähnchen konnte mittels seiner typischen Drüüh-drüüh-Rufe identifiziert werden.

An diesem Abend waren Menschen bis spät in die Nacht unterwegs, selbst mit dem Auto wurde noch in den Wald gefahren. Erst gegen 23:30 Uhr kehrte wirklich Stille ein.

Beobachtete Arten am Leuchttuch und angrenzendem Gebiet am 5.9.2023:

Nachtfalter

Überfamilie Eulenfalter (Noctuoidea):

Nadelwald-Flechtenbär (Eilema depressa)

Braune Spätsommer-Bodeneule (Xestia xanthographa)

Seideneulchen (Rivula sericeralis)

Nessel-Schnabeleule (Hypena proboscidalis)

Spätsommer-Bodeneule (Xestia xantographa)

Spanner (Geometridae):

Prachtgrüner Bindenspanner (Colostygia pectinataria)

Ampferspanner (Timandra comae)

Olivgrauer Doppellinien-Zwergspanner (Idaea straminata)

Braungewinkelter Zwergspanner (Idaea dimitriata)

Ockergelbe Blattspanner (Camptogramma bilineata)

Rötlicher Goldrutenblütenspanner (Eupithecia virgaureata)

Eulenspinner und Sichelflügler (Drepanidae)

Buchen-Sichelflügler (Watsonalla cultraria)

Kleinschmetterlinge (Microlepidoptera):

Zünsler (Crambidae)

Nesselzünsler (Patania ruralis)

Echten Grillen (Gryllidae)

Waldgrille (Nemobius sylvestris)

Weinhähnchen (Oecanthus pellucens)

Echten Radnetzspinnen (Araneidae)

Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica)

Wirbeltiere:

Siebenschläfer (Glis glis)

Waldkauz (Strix aluco)

Fotos und Beobachtung: Dr. Angela Hille

NABU-Gelände an den Märchenteichen

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