Jun 122019
 
Foto: NABU/Tino Westphal – in den Flachwassergebieten wimmelt es von Kaulquappen

die Regenperiode im sehr feuchten Mai und die Gewitterregen über Pfingsten haben den Wasserstand des im letzten Winter neu angelegten Amphibienteiches in der Malcher Tanne ansteigen lassen: ausgedehnte Flachwasserstellen haben sich gebildet in den mit Folie unterlegten Regensammelflächen am Teichrand.

Amphibienteich im Waldgebiet der Malcher Tanne – Zustand am 3.6.2019
Fotos: Maggie Friderichs – Kaulquappenkonzentration am Teichrand

Die Kaulquappen sind mittlerweile teilweise fast drei Monate alt und ziemlich groß geworden. Es gab leider einige Verluste im vergangenen Monat, die mit starkem Algenbewuchs einhergingen und unterschiedliche Ursachen haben können. Mittlerweile ist das Wasser allerdings wieder klarer geworden und die Population hält sich sehr stabil. Unter ein paar Pflanzen haben sich am Wochenende Hunderte zusammengerottet, um den daraus folgenden Schatten zu nutzen und gleichzeitig das leckere Grünfutter zu verspeisen. Kaulquappen sind nicht wählerisch und fressen abgestorbene Pflanzen, Blütenpollen, Algen, Wasserpflanzen, kleine Planktontiere oder sogar Aas – also so ziemlich alles was ihnen am Maul vorbei schwimmt. Auch eine Hand oder ein Fuß vom Menschen wird schnell angenommen und dort befindliche abgestorbene Hautzellen abgenagt. Mit ihrer breiten Nahrungsaufnahme helfen sie wertvoll beim Zersetzungsprozess, verbessern die Wasserqualität und werden deshalb auch freundlich Wasserschutzpolizei genannt. 

Die ersten unserer Kaulquappen bekommen gerade kleine Beinchen und beginnen ihre Metamorphose zur Kröte. Dieser Prozess geht relativ schnell, so dass der Nachwuchs in wenigen Wochen das Wasser verlassen wird. Wir werden diese Phase natürlich weiter eng begleiten, um unseren ersten Nachwuchs bei der weiteren Entwicklung zu beobachten. Das Wetter mit Wärme und Regen ist genau das Richtige für eine wachsende kleine Erdkröte.