Jun 152019
 
Fotos: Katja Elena Funke – Drohendes Hirschkäfermännchen
Hirschkäferweibchen am selben Platz am 15.6.2018

Selbst innerorts in Seeheim, nahe eines Parkgeländes mit alten Eichenbäumen am Haus Hufnagel werden immer wieder Exemplare des riesigen Hirschkäfers (Lucanus cervus) gefunden.

Auf den Tag genau wie im Vorjahr diesmal ein schönes Männchen, letztes Jahr ein Weibchen.

Der größte europäische Käfer benötigt warme lichte Eichenwälder, nimmt aber auch gern Parkanlagen mit Alteichen als Lebensraum an.

Immer weniger aber finden die attraktiven Käfer für als geeignetes Nistsubstrat ihren Nachwuchs von Pilzen befallenes Totholz, besonders von Eichen. In unseren Wäldern und erst recht in Parks ist starkes Totholz von dicken alten Eichen rar. Hier muss sicher ein Umdenken erfolgen: lassen wir mehr Bäume bewusst in Würde alt werden und sterben- im Interesse des Klimaschutzes aber auch im Interesse des Hirschkäfer-Nachwuchses.

Vielleicht können wir auch in Seeheim eine Initiative für Methusalem-Bäume starten?