Aug 252011
 
Pflanzliche Verteidigungsstrategien
 
Zu Beginn der Gruppenstunde liegen wie zufällig auf dem Tisch am Lagerfeuer eine Brennessel, eine Karde (sieht aus wie eine sehr stachlige Distel), ein Eibenzweig und ein Klettenblatt.
So, und jetzt stelle sich vor, man ist eine zarte Pflanze, steht so auf der Wiese rum und betreibt Photosynthese.
Kommt doch so ein elender Wurm daher und fängt an, an meinen Blättern zu nagen!
=:o((
Was kann ich tun???
Alles, was die die Fantasie hergibt- nur eines nicht: weglaufen.
Nach etwas Bedenkzeit und Diskussion stellt sich jeder in den Kreis und stellt seine Pflanze mit Namen und Eigenschaften vor. Anbei eine Auswahl
  • die Philipps-Plopp-Pflanze verschwindet mit einem satten „Plopp“ bei Feindberührung im Boden und kommt erst nach geraumer Zeit vorsichtig wieder zum Vorschein. Die Raupe kuckt derweil ein bisschen dämlich herum und muss sich ein neues Opfer suchen
  • die Rausch-Buche (bildet Pusteln, gefüllt mit süssem Saft; zusammen mit den überall herumfliegenden Hefen wird der zu Bier vergoren – berauschte Raupen fallen vom Stamm)
  • Stachliges Kotzkraut injiziert eine schleimig gelbe Substanz, von der Raupen ziemlich schlecht wird

Die Idee mit dem Gift war ziemlich häufig vertreten und ist ja in der Tat unter Pflanzenkollegen ziemlich beliebt. Jedenfalls fallen den Feuersalamandern ziemlich viele echte Giftpflanzen ein
Gut, dann suchen wir uns mal was zum Essen: auf der Wiese gibt es eine Menge schmackhafter Kräuter, die geschnippelt gut in einen Kräuterquark passen.

 

Fotos: NABU/T. Westphal – Ein bunter Kräuter-Salatvon den Etzwiesen
Zelke am schnippeln
Philipp und Leon – Die Feuersalamander lassen sich gebackene Kartoffeln mit selbstgemachtem Kräuterquark schmecken.