Apr 252016
 
Biber

Rückkehrer – der Biber (Archivbild)

Biber an der Modau

Lange angesagt, jetzt steht er vor der Tür: der Biber.

Erster Nachweis war ein Totfund als Verkehrsopfer:  ein 3-4 Jahre alter Biber wurde an der B 426 nahe der Felsnase zwischen Nieder-Ramstadt und Eberstadt  angefahren. Das tote Nagetier brachte ca. 12,5 kg auf die Waage und erreichte eine Länge von ca. 60 cm.

Jetzt ist es an der Zeit, nach konkreten Anzeichen von Bibertätigkeit Ausschau zu halten. Die typischen Nagespuren an Weichholz sind einfach zu idetifizieren. Funde bitte dem NABU melden!

Foto: NABU/Tino Westphal - Biberspuren

Foto: NABU/Tino Westphal – Biberspuren an der Fränkischen Saale. Kinderleicht zu finden…

Nun wird es Zeit, dass Land und Kommunen ausreichend breite Gewässerentwicklungsstreifen ausweisen, um dem Neuankömmling Raum geben zu können. Diese Streifen sollten abhängig von der Talform 10-30 m breit (beidseitig der Gewässer) und ungenutzt sein und der freien dynamischen Entwicklung der Fließgewässer und der Sukzession überlassen werden (“Natur Natur sein lassen”).

Vielleicht beginnt der Biber als fleissiger Umwelt-Gestalter auch endlich, was seit vielen Jahren nicht umgesetzt wird- die Erfüllung der Forderungen aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie mit einem angemessener Rückbau unserer Fliessgewässer in einen naturnahen Zustand. Dir Tätigkeit des Bibers kann eine kostengünstigste (weil eigendynamische) Renaturierung in Gang setzen. Bibermanagement und zulassungsfreie Maßnahmen („Natur Natur sein lassen“) ersetzen teure “Bagger-Renaturierungen”.

Pro-aktiver Naturschutz wäre eine weise Entscheidung, auch um absehbare Konflikte mit der Landwirtschaft und Anwohnern zu vermindern.

Der Biber ist den Naturschützern hoch willkommen.

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/muehltal/biber-stirbt-in-muehltal-bei-zusammenstoss-mit-einem-auto_16927845.htm

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