Sep 302013
 
Nachdem die beiden Jungstörche in der zweiten Augusthälfte abgereist waren, konnten sich die Elternstörche im September auf ihre Abreise in den Süden vorbereiten. Es hatte den Anschein, dass das Brutpaar nun wieder näher zusammenrückte, denn es war nun stets gemeinsam bei der Nahrungssuche auf den abgeernteten Äckern zu beobachten.  Das Nest wurde ebenfalls gemeinsam vor Einbruch der Dunkelheit angeflogen, bei Regenwetter auch eine Stunde früher. Nach unseren Beobachtungen fliegen die Störche der Landbachaue in der Regel nur bis zur Dämmerung – im Gegensatz zu den Graureihern und den Stockenten, die noch in der Dunkelheit unterwegs sind.

Mehrfach wurden im September die Störche allerdings von ihrer Übernachtung auf dem Nest abgehalten. Schüsse von Jägern am Rand der Landbachaue vetrieben sie von ihrem Nest bzw. hielten sie von der abendlichen Landung ab. In diesen Fällen flog das Paar dann sein ehemaliges Nestgebiet 800 m weiter südlichöstlich an und übernachtete dort getrennt auf den hohen Silberpappeln.Am 21. September, dem ersten Schönwettertag nach einer kurzen Schlechtwetterperiode, hat das Storchenpaar die günstige Thermik genutzt und ist auf seine Reise in den Süden aufgebrochen. Das ist genau drei Wochen später als im Vorjahr, in dem das Paar letztmals am 30.  bzw. 31. August zu beobachten war.

Wie in den Vorjahren kehren mit der Abreise der Störche die Silberreiher von ihren Sommerquartieren in die Landbachaue zurück. Ende September waren die ersten acht dieser weißen Schreitvögeln zu zählen. Auch sonst stehen Ende September in der Landbachaue die Zeichen auf Herbst. Viele Singvogelarten sind abgezogen und durchziehende Greifvögel machen Zwischenstopp. Fehlen jetzt nur noch die durchziehenden Watvögel, die an den schlammigen Ränder der Wasserflächen in der Aue nach Nahrung suchen.Fotos: Evelyn u. Willi Benz
Abreise
Brutpaar

 

Futtersuche
Schlafplatz
Herbst-Mosaikjungfer

 

Nutrianachwuchs
Silberreicher

Ringelnatter

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