Sep. 032026
 

Anja Eirich, Projektleiterin des Auswilderungsprojekts vom Landschaftspflegeverband Darmstadt Dieburg verkündet den Erfolg: „Wir hatten gestern 64 neue Baue“.

Mit ehrenamtlichen Aktiven wurde die eingezäunte Fläche des sogenannten Hamsterhotels abgesucht, dem Kerngebiet des Auswilderungsprojektes bei Eschollbrücken. Ausgerüstet mit Markierungsstangen bewegten sich die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Projekts in einer Menschenkette über das Feld und suchten nach den typischen Anzeichen für einen Hamsterbau: sechs bis acht Zentimeter große Löcher im Boden die mindestens einen halben Meter tief in die Erde reichen. Sicherheit geben frischer Auswurf, im Idealfall auch nach Kotspuren. Ganz einfach ist die Suche nicht, denn in dem eingezäunten Feld wimmelt es auch von anderen Klainsäugern wie Mäusen und Ratten, die kleinere Bauten errichten.

Aber die Suche ist diesmal einfacher, als noch im Sommer, denn jetzt werden häufiger die typischer Feldhamster-Baue gefunden. Deren große Hügel mit Auswurfmaterial zeugen von der fleissigen Grabearbeit der Hamster. Denn jetzt im Spätsommer werden die Winterbaue und Vorratskammern besonders tief im Boden angelegt.

Fotos: NABU/Tino Westphal – Ein typischer Feldhamster-Bau im Spätsommer: ein großer Hügel an Auswurfmaterial zeugt von der fleissigen Grabearbeit der Hamster. Jetzt werden die Winterbaue angelegt.

Eine abschliessende Rund der Suchkampagne von Feldhamster-Bauen wird am Wochenende im Umfeld ders Hamsterhotels passieren. Besonders die nahen Felder mit Blühflächen und ein Streifen Streuobst sollen noch abgesucht werden, um die Ausbreitung zu dokumentieren.

Im nächsten Jahr wird es eine neue Auswilderungsfläche ganz in der Nähe geben. Das alte Hamsterhotel bleibt erhalten und wird weiter beobachtet – auch von den ehrenamtlich Aktiven des NABU. Nur müssen die Feldhamster dann ohne den zusätzlichen Schutz eines Elektrozauns auskommen. Wir sind jedoch sehr optimistisch, dass sie hier langfristig überleben können – solange sie bei Eschollbrücken extensiv und hamsterfreundlich bewirtschaftete Flächen vorfinden und nicht zuletzt, weil der Hamster hier in Eschollbrücken sehr freundlich empfangen wird: von Landwirt:innen, Jäger:innen, Naturschützer:innen und natürlich den Anwohner:innen.

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