
Mit den ersten warmen Tagen im Frühjahr erwachen die Feldhamster aus ihrem Winterschlaf.
Am vergangenen Samstag startete die Saison der Feldhamsterkartierung rund um die Auswilderungsfläche nahe dem Klärwerk Eschollbrücken. Insgesamt zwölf engagierte Feldhamster-begeisterte Menschen trafen sich um 9 Uhr, um gemeinsam bis in den Nachmittag hinein nach Spuren der seltenen Nager zu suchen. Geleitet wurde die Aktion von Anja Eirich vom Landschaftspflegeverband Darmstadt-Dieburg.

Start mit einem Training in der Auswilderungsfläche
Zu Beginn stand eine praktische Einführung direkt im Gelände auf dem Programm. An bereits bekannten Hamsterbauen konnten die Teilnehmenden typische Merkmale kennenlernen: Die Eingänge sind rund und meist größer als sechs Zentimeter im Durchmesser, oft führen mehrere Öffnungen in ein Gangsystem. Charakteristisch ist die sogenannte Fallröhre, die mindestens 30 Zentimeter tief senkrecht nach unten verläuft. Die anschließenden Schlupfröhren gehen schnell in die Tiefe und machen bald eine Kurve. Auch feinkrümeliges Auswurfmaterial sowie Kotspuren können wertvolle Hinweise liefern.
Für die Kartierung selbst sind einfache Hilfsmittel äußerst praktisch: Ein Stab oder Zollstock hilft dabei, die Tiefe von Röhren zu prüfen.






Wir bilden eine Such-Kette
Anschließend wurden die Flächen systematisch in einer Suchkette begangen, um möglichst keine Hinweise zu übersehen. Dabei konnten im Umfeld außerhalb der eigentlichen Auswilderungsfläche mehrere Verdachtsfälle dokumentiert werden – ein vielversprechendes Ergebnis für den Saisonauftakt.
Die Arbeit geht bereits in den kommenden Tagen weiter: Für Donnerstag ist eine vertiefende Suche mit einem kleineren Team in der Kernfläche geplant.














