

Im kleinen, aber ökologisch äußerst wertvollen Gebiet der „Eisengrube“ im Seeheimer Gemeindewald fand ein gezielter Pflegeeinsatz statt. Das Gebiet liegt zwischen Jugenheim und Pfungstadt, unweit des Autobahnzubringers, und beherbergt einen seltenen Sand-Magerrasen. Dieser nährstoffarme, trockene Lebensraum bietet wertvolle Rückzugsflächen für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten, die an solche extremen Standortbedingungen angepasst sind.
Nach einem Sturmereignis waren mehrere große Kiefernäste auf eine Fläche gefallen, auf der die seltene Sandsilberscharte (Jurinea cyanoides) wächst – eine in Deutschland stark gefährdete Art. Durch die Beschattung und die dichte Nadeldecke drohte der charakteristische Offenboden des Magerrasens überwachsen zu werden, was den empfindlichen Pflanzenbestand gefährdet hätte.
Um rechtzeitig vor Beginn der Vegetationsperiode gegenzusteuern, räumten ehrenamtliche NABU-Aktive aus Seeheim-Jugenheim die betroffene Stelle sorgfältig von Kronenteilen, Rindenstücken und Nadelmaterial. So konnte der offene, sandige Untergrund wiederhergestellt werden – eine zentrale Voraussetzung für das Überleben der Sandsilberscharte.
Mit diesem Einsatz leistet die NABU-Gruppe einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung artenreicher Sandmagerrasen und damit zum Schutz seltener Pflanzenarten unserer Region.




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