Jun 052024
 

Streuobstwiesen sind ein wichtiges Jagdrevier für den Steinkauz, eine sehr gefährdete Vogelart im hessischen Ried.

Auf der Steinkauzwiese südlich Hähnlein steht das Gras hoch und dicht und erschwert Steinkäuzen den Zugang zu Mäusen, großen Insekten und Regenwürmern. Eine zweite Beweidung wäre perfekt, aber die NABU-eigenen Schafe sind noch anderswo unterwegs und überall wächst dank des regenreichen Frühjahrs viel Futter. So müssen die NABU-Aktiven wenigstens einige Futtergassen freischneiden, gleichzeitig werden besonders Wiesenbereiche mit unerwünschten Kräutern selektiv mit dem elektrischen Balkenmäher abgemäht: Horste der Großen Brennnessel (Urtica dioica) und insbesondere von Zwergholunder (Sambucus ebulus) wollen wir hier unterdrücken. Auch die Große Klette (Arctium lappa) und Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) werden bei dieser Gelegenheit ausgehackt – alles Kräuter, die von Schafen nicht gern gefressen werden und sonst überhand nehmen würden. Das Mähgut wird abharkt und auf Mieten geschichtet. Die Haufen dienen Kleinsäugern, Reptilien und Insekten als willkommener Unterschlupf – und letztlich wieder unseren Käuzen als Speisekammer.

Fotos: NABU/Tino Westphal – künstliche Nisthilfe für Steinkäuze.

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