NABU-Schafe halten die Dollackerwiese offen
Gut abgefressen haben die NABU-Schafe die Weide am Dollacker hinterlassen. Damit die wertvolle Fläche nicht verbuscht, mussten anschließend jedoch noch Brombeerranken nachgemäht werden.
Seit vielen Jahren pflegen Aktive des NABU die Streuobstwiesen und Weiden am Malchener Blütenhang. Die Dollackerwiese ist besonders wertvoll, weil dort ein schönes Vorkommen der Gewöhnlichen Osterluzei (Aristolochia clematitis) wächst. Die seltene und leicht giftige Arzneipflanze kommt in Südhessen nur noch auf wenigen extensiv bewirtschafteten Wiesen vor. Sie bevorzugt warme, sonnige Standorte und ist in Deutschland regional selten.
Nach der diesjährigen Dürreperiode blieb die Osterluzei zwar klein und blühte kaum, hat die schwierigen Bedingungen aber gut überstanden. Von den Schafen wird sie verschont – offenbar wissen die Tiere, welche Pflanzen ihnen nicht bekommen.
Für die Nachpflege rückten die NABU-Aktiven mit zwei Balkenmähern, einer Motorsense und einer Heckenschere an. Unterstützung erhielt das Team von Schülerinnen und Schülern der Internationalen Schule am Schuldorf Bergstraße. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass die Dollackerwiese offen bleibt und ihre besondere Pflanzenwelt erhalten wird.





















