Dez 012013
 

Im November nahm die sichtbare Artenvielfalt in der Landbachaue weiter ab. Amphibien und Reptilien sind in Winterruhe, die Sommergäste schon längst abgereist. Bleiben vor allem noch Vögel, die sich teilweise zu beachtlichen Schwärmen zusammenschließen. Anfang November, und damit eigentlich schon viel zu spät auf ihrem Weg in den Süden, übernachtete ein Schwarm von über 50 Rotmilanen auf den Bäumen am Westrand der Landbachaue. Ein imposanter Anblick, aber wegen dem trüben Wetter leider kaum zu fotografieren.

Ringeltaubenschwärme von über 500 Vögeln, aus Nord- und Osteuropa angereiste Mäusebussarde, Rabenkrähen und große Schwärme von Wacholderdrosseln, die sich im Flug von den perfekt organisierten Starenschwärmen leicht unterscheiden lassen, beherrschten überwiegend den Novemberhimmel.

Auf den Wasserflächen versammelten sich im November über 200 Graugänse, mindestens 50 Nilgänse und zum Monatsende hin über 300 Stockenten. Zwischen den Enten waren hin und wieder auch einige wenige Krickenten, Schnatterenten, Pfeifenten und Spießenten zu sichten. Außerdem immer präsent viele Blässhühner, Zwergtaucher und das Brutpaar Höckerschwäne mit seinen vier immer noch braun gefärbten Jungen, die erst im nächsten Jahr ihr Schwanenweiß präsentieren werden.

Nicht  zu übersehen waren auch die weißen Silberreiher, die vor Einbruch der Dunkelheit ihren gemeinsamen Schlafplatz anfliegen und sich dann dort leicht zählen lassen. Bis Ende November konnten wir 24 dieser Schreitvögel zählen, also zwei mehr als im November des vergangenen Jahres.

Auch an trüben Novembertagen wird’s in der Landbachaue nicht langweilig. Dafür sorgt schon das Rote Höhenvieh, das trotz den niedrigen Temperaturen bauchtief im Wasser steht, immer auf der Suche fressbarem Grün.

Fotos und Text: Evelyn u. Willi Benz

Eisvogel
Mäusebussard
Grau- und Silberreiher
Nilgänse
Kein Wasserbüffel – Rotes Höhenrind
Rotmilane
Schnatterenten
Wacholderdrosseln