Feb 052017
 
Steinkauzröhre im alten Apfelbaum

Fotos: NABU/Tino Westphal – Die alten Steuobstwiesen um Fränkisch-Crumbach sind Heimat des Steinkauzes. Einige Dutzend Steunkauzröhren werden von Aktiven des NABU regelmässig betreut.

Willi Fuchs und Daniel Wagner betreuen mehr als 300 Steinkauzröhren im Ried und im Odenwald – die Eulenfreunde spenden im Ehrenamt den größten Teil ihrer Freizeit für den Schutz und den Erhalt der Eulenvögeln in unserm Umfeld. Die Seeheimer NABUs wollen den Eulenschutz im Praxiseinsatz kennenlernen und wenn möglich lokale Unterstützer zum aktiven Mitarbeit motivieren.

Euleneinsatz Fränkisch-Crumbach 13Gastgeberin Martina Limprecht vom NABU Fränkisch-Crumbach führte uns durch die wunderbaren Streuobstwiesen in der Gemarkung ihrer Gemeinde. Ein Dutzend Röhren wurden geöffnet und gesäubert: Mäuse, Hornissen und viele verschiedene Vögel nutzen die Steinkauzröhren. Mit einer Feder und Gewöllen haben Steinkäuze deutliche Spuren in den Röhren hinterlassen, aber leider gelang kein einziger Brutnachweis. Dabei gab es vor Jahren in Fränkisch-Crumbach noch 8 Brutpaare. Möglicherweise ein Marderproblem, denn auch deren Spuren wurden registriert und die in einigen Röhren eingebauten Schikanen zur Marderabwehr helfen offenbar wenig.

Eine Röhre war mit dem Ast komplett herunter gebrochen und wurde neu befestigt, bei anderen wurden Schäden in der Dachpappe festgestellt – diese müssen demnächst repariert werden, denn Steinkäuze achten bei der Hauswahl penibel auf Trockenheit.

Sorgfältig werden die Daten jeder einzelnen Röhre notiert und kartiert.

Zum Abschluss wird eine Drohne losgeschickt, bei einer weit entfernte Baumreihe nach geeigneten Standorten für neue Steinkauzröhren zu fahnden. Das spart uns einen langen Marsch über den Acker.

Teilnehmer der Aktion:

NABU Ried:Willi, Daniel und Max.

NABU Seeheim: Tino, Mahmoud und Salem

NABU Fränkisch-Crumbach: Martina

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