Juni 262026
 
4 Falken in Transportkisten zur Auswilderung.
Fotos: NABU/Dominik Schulz – Auswilderungsaktion am Heizkraftwerk in Darmstadt – der Vogel trägt ein Pflaster auf dem Kopf nach einer Wundbehandlung in der Auffangstation.

Am Heizkraftwerk in Darmstadt wurde heute ein junger Wanderfalke ausgewildert. Vogelretter Detlef Warren von der Eulenschutz-AG des NABU-Kreisverbands Groß-Gerau organisierte die Aktion, bei der der junge Falke nach seiner Pflege wieder in die Freiheit entlassen wurde. Solche Momente sind für alle Beteiligten besonders: Kaum hat sich die Transportbox geöffnet, ist der Jungvogel auch schon nach kraftvollem Start verschwunden.

Wenige Sekunden später lässt sich der Falke in der Nähe auf einem Gerüst nieder. Von dort aus können wir ihn noch einige Minuten beobachten.

Besonders schön an diesem Tag: Der ausgewilderte Jungvogel traf auf zwei Elterntiere und auf einen weiteren Jungvogel, der erst in der vergangenen Woche nach einer Pflege wieder freigelassen wurde. Damit zeigt sich, wie wichtig solche Einsätze für den Schutz der Art sind. Gerade in Städten finden Wanderfalken immer wieder geeignete Brutplätze an hohen Gebäuden und technischen Anlagen, wie der Müllverbrennungsanlage in Darmstadt, die schon seit Jahren als Brutplatz für Wanderfalken dient.

Der Wanderfalke war in Deutschland in den 1970er Jahren stark bedroht; in Westdeutschland gab es nur noch etwa 25 bis 30 Brutpaare. Durch konsequente Schutzmaßnahmen, ehrenamtliches Monitoring und gezielte Hilfsprojekte konnte sich der Bestand in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erholen. Heute ist die Rückkehr des Wanderfalken auch in urbanen Räumen ein Erfolg, der Hoffnung macht.

 Kommentar hinterlassen

Mit dem Abschicken dieses Formulars erkläre ich mich mit der Veröffentlichung meines Kommentars auf dieser Seite einverstanden.

(erforderlich)

(erforderlich)

Captcha *

NABU Menu