Nov 242019
 
Karte: Planung Steinkauzröhren südlich Hähnlein.  Blauer Kreis: Vorhandene Röhre.  Roter Kreis: geeigneter Standort 

Die Eulenexperten des Arbeitskreises Eulenschutz beim NABU haben geeignete Steinkauzreviere im Raum südlich von Alsbach Hähnlein identifiziert. Über zwanzig Kästen wollen wir in großen Bäumen mit starken waagerechten Ästen aufhängen oder austauschen.

Bitte unterstützen Sie den NABU bei der Aktion mit einer Spende: denn immerhin kostet ein Marder-sicherer Steinkauzkasten 115 Euro.

Natürlich können Sie sich auch gern bei dem Anbringen der Kästen draussen beteiligen oder später beim Monitoring und Beringungsaktionen des NABU- eine einmalige Gelegenheit auch für Kinder, hautnah in Kontakt mit unseren einheimischen Eulen zu kommen. Bitte beachten Sie die Ankündigungen beim NABU-Seeheim oder melden Sie sich direkt beim Arbeitskreis Eulenschutz des NABU als freiwillige Helfer, dann werden Sie gern vorab über Einsätze der EulenschützerInnen informiert.

Foto: NABU/Jan Zeißler – Jungvogel von 2019
Foto: NABU/Jan Zeißler – Steinkauz-Beringungsaktion der AK Eulenschutz im Ried
Junge Naturschützer bringen eine Steinkauzkasten auf einem starken waagerechten Baumast in 6m Höhe an.

Der Rückgang der Artenvielfalt trifft aktuell unter unseren einheimischen Eulenvögeln besonders den Steinkauz- mit dem Verschwinden von alten Streuobstwiesen aus unserer Landschaft fehlen ihm die notwendigen Bruthöhlen. Mit der Vernichtung von insektenreichen blühenden Wiesen und Feldrainen, durch Intensivgrünland oder aber intensiv genutztem Ackerland mit Mais oder Raps werden der kleinen Eule die Nahrungsgrundlagen auf den großen Flächen entzogen. Unsere einheimischen Steinkäuze aber benötigen Zugang zu großen Insekten, wie Laufkäfern, zu Regenwürmern oder Feldmäusen. Nur wenige Flächen genügen diesen Ansprüchen- perfekt sind diese in gepflegten Streuobstwiesen erfüllt. So besteht die Hoffnung, den kleinen Eulen auf den vom NABU am Blütenhang zwischen Seeheim und Malchen gepflegten Flächen, aber auch im Gebiet der Rödern das Nahrungsangebot zu erhalten.

Steinkauzkasten mit Mardersicherung

Fehlt noch die Komponente der Bruthöhlen: alte und dicke Bäume mit großen Astlöchern werden selten geduldet in unserer Kulturlandschaft- viel zu früh werden Bäume gefällt. Mit geeigneten Bruthöhlen ist hier gut Abhilfe zu schaffen- allerdings waren die Erfahrungen bei den Steinkauzröhren im Umfeld Alsbach-Hähnlein dramatisch: hier patrouilliert regelmäßig der Steinmarder und vernichtet Bruten. Deshalb kommen beim Projekt im Süden von Hähnlein nur besonders „einbruchssichere“ Steinkauzkästen zum Einsatz. Besonders bewährt als Marder-sichere Schikane hat sich eine Halbmond-förmige doppelte Klapptür- die Öffnung der äußeren Tür verschließt automatisch die innere Tür und verhindert sicher das Eindringen größerer Tiere.