Mai 012013
 


Ab Mitte April wurde es endlich wärmer und Niederschläge sorgten dafür, dass den Störchen ihre Lieblingsspeise, Regenwürmer, ausreichend zur Verfügung stand.

Interessant war die Beobachtung, dass sich das Storchenpaar zu Beginn des Brutgeschäfts zwei- bis dreimal in der Stunde auf dem Nest abwechselte. Dies hatte sich nach ein paar Tagen geändert und zwei Wochen nach Brutbeginn lösen sich die Störche dann frühestens nach zwei bis drei Stunden beim Brüten ab.

Ihre Freischichten verbringen die Stöche jeweils mit der Nahrungssuche. Das Weibchen ist auch mal bei einem ausgiebigen Bad in den naheliegenden Wasserflächen der Aue zu beobachten, während das Männchen in seiner Freizeit gerne zu einem Höhenflug in der Thermik startet. Eventuelle Parallelen zu menschlichem Verhalten sind hierzu selbstverständlich auszuschließen!

Die immer wieder in der Landbachaue auftauchenden Fremdstörche lösen regelmäßig Alarm bei dem Brutpaar aus. Der gerade nicht brütende Storch fliegt dann auf direktem Weg das Nest an und mit gemeinsamem Abwehrklappern auf dem Nest stehend verteidigt das Paar dann sein Territorium. Wird dann die Vertreibung allzu neugieriger Fremdlinge notwendig, wird dies nach unserer Beobachtung ausschließlich vom männlichen Storch übernommen, während das Weibchen Nest und Gelege beschützt. Anders verhält es sich bei den das Nestgebiet überfliegenden Gänsen und auch Kranichen, die letztmals am 22. April in der Landbachaue beobachtet werden konnten. Diese Vögel werden trotz ihrer Größe von den Störchen offensichtlich nicht als Bedrohung angesehen und einfach ignoriert. 

Fotos: Evelyn und Willi Benz
Mitte Mai ist mit dem Schlüpfen der Storchenküken zu rechnen. Etwa zeitgleich müsste sich der Nachwuchs bei den in der Nähe brütenden Höckerschwänen und einem Kanadaganspaar einstellen. Die Graugänse im Gebiet sind etwas früher dran und führen schon seit Mitte April stolz ihren Nachwuchs vor. 
Graugänse mit Nachwuchs
Höckerschwan auf dem Nest
Kanadagans auf dem Nest