Glatthafer-Wiesensalbei-Wiese am Seeheimer Blütenhang

Die „Glatthafer–Wiesensalbei‑Wiese“ ist eine spezielle, artenreiche Form der Glatthafer‑Wiesen (Arrhenatheretum elatioris), die zu den mageren Flachland‑Mähwiesen (FFH‑Lebensraumtyp 6510) zählt und europaweit geschützt ist. Die dominierende Grasart ist der namensgebende Gewöhnliche Glatthafer (Arrhenatherum elatius), auffällig auch der blau blühende Wiesensalbei (Salvia pratensis). Allerdings sind magere Flachland‑Mähwiesen in Deutschland heute selten geworden. Der Begriff „mager“ bezieht sich darauf, dass diese Standorte über lange Zeit hinweg durch traditionell kleinbäuerliche Nutzung als Mähwiese von Nährstoffen entlastet wurden, sodass sich zahlreiche bunte Blumen neben den Gräsern etablieren konnten. Eine so farbenfrohe Wiese wie auf dem Foto kommt heute nur noch selten vor.
Am Seeheimer Blütenhang existiert noch eine Referenzfläche, deren Blütenpracht man gerade bewundern kann.






Nahebei auf Pflegegebieten der NABU-Gruppe Seeheim-Jugenheim finden sich Magerwiesen mit vielen Orchideen. Trotz des sehr trockenen Frühjahrs beginnen einige Bocksriemenzumgen ihre Blüten zu öffnen. Allerdings ist die Anzahl der Blüten gegenüber feuchteren Jahren deutlich reduziert.
