Feb. 032026
 

Mit dem von Kirstin Nieswandt initiierten Projekt ist die Hoffnung verbunden, die Zahl achtlos weggeworfener Kippen in den genannten Schutzgebieten zu reduzieren. Allein im Naturschutzgebiet Griesheimer Sand konnte man im Sommer 2025 auf einer Wegstrecke von wenigen 100 Meter Dutzende Kippen finden, die trotz des generellen Rauchverbots in Wald und Flur teils noch glimmend weggeworfen worden waren.

Um Raucher zu motivieren, ihre fertig gerauchten Kippen nicht mehr einfach in die Natur zu werfen, startete die NABU-Gruppe Darmstadt Anfang Februar 2026 ein Pilotprojekt. Am Naturschutzgebiet Griesheimer Sand und an der RWE-Trasse (FFH-Gebiet Weißer Berg) in der Eschollbrücker Straße zwischen Darmstadt und Eschollbrücken wurden die ersten Taschenaschenbecher-Spender aufgestellt. Dort können sich Raucher künftig vor einem Spaziergang auf einem der stark frequentierten Rundwege einen Taschenaschenbecher nehmen, in dem sie ihre giftigen Zigarettenstummel mitnehmen und zu Hause im Restmüll entsorgen können. Drei weitere Aschenbecher Spender sollen in Kürze folgen.

Weltweit fallen nach Schätzungen jedes Jahr 4,5 Billionen Kippen an, von denen viele einfach in der Natur entsorgt werden. Zigarettenstummel sind kaum zersetzbar und enthalten mehr als 4000 Giftstoffe wie Nikotin, Arsen, Blei, Cadmium und Benzol, die bei Regen schon in kurzer Zeit freiwerden. Ein Stummel kann bis zu 1000 Liter Wasser vergiften, Mikroplastik und Filterpartikel lassen sich in Mägen von Tieren nachweisen, Filterfaser finden sich als Nistmaterial in Vogelnestern und können die Brut vergiften bzw. Erbgutschäden verursachen. Zu all dem kommt in trockenen Sommern die drohende Waldbrandgefahr.

Die zuständigen Behörden hatten im Lauf des Jahres 2025 die Genehmigung erteilt, Behältnisse für die Taschenaschenbecher und entsprechende Infoschilder aufzustellen. Die Berliner Firma Beyond Bottles hat für das Projekt 1500 Taschenaschenbecher gespendet, NABU-Mitglied Jennie Bödeker ein tolles Infoplakat entworfen.

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