Apr 302015
 
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Fotos: Evelyn und Willi Benz – Kuckuck

01 Bruchwasserläufer

Bruchwasserläufer

02 Flussuferläufer

Flussuferläufer

03 Flussuferläufer

Flussuferläufer

04 Uferschnepfe

Uferschnepfe

05 Seidenreiher

Seidenreiher

06 Brütendes Blässhuhn

Brütendes Blässhuhn

07 Laichende Karpfen

Laichende Karpfen

08 Graugansnachwuchs

Graugansnachwuchs

09 Rotmilan

Rotmilan

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Schwarzmilan

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Schafstelze

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Blaukehlchen

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Silberreihertrio

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Graureiher mit Ringelnatter

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Knäkenten-Punk

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Nachwuchs geschlüpft

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Fremdstorchattacke

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Vertreibung Fremdstörche

Anfang April waren die ersten Kuckuckrufe in der Landbachaue zu hören. Das war früh und fand sogar im hessischen Regional-TV („Hallo Hessen“) Erwähnung.

Nach dem Kuckuck kamen dann die Limikolen, die auf der Reise zu ihren Brutgebieten in der Aue Rast machten und im Seichtwasser und den Gewässerrändern nach Nahrung suchten. Neben Waldwasserläufer, Bruchwasserläufer, Kampfläufer, Flussuferläufer, Flussregenpfeifer und Grünschenkel fiel zum Monatsende vor allem eine Uferschnepfe ins Auge. Diese große Schnepfenart, mit einer Flügelspannweite von 75 cm, ist stark gefährdet und steht daher weltweit auf der Roten Liste.

Wesentlich kleiner sind die Flussregenpfeifer, die in der Landbachaue bei ihren Balz- und Paarungsritualen zu sehen waren. Mittlerweile gibt es zumindest einen Brutverdacht bei zwei Paaren. Bereits im Vorjahr 2014 konnte schon ein Jungvogel dieser Art in der Landbachaue belegt werden.

Nicht zu übersehen war zum Monatsende ein weiterer Gast in der Landbachaue, ein schneeweißer Seidenreiher mit seinen schmucken Schopffedern, wesentlich kleiner als die Silberreiher, von denen im April die meisten in ihre Brutgebiete in Südosteuropa abgereist sind.

Während im April die Gänse bereits ihren Nachwuchs ausführten, waren andere Vogelarten noch mit Nestbau (z. B. Rotmilane) und Brutgeschäften (z. B. Blässhühner) befasst. An sonnigen Apriltagen waren mehrfach erstaunlich große Schuppenkarpfen bei ihrem Laichgeschäft im Flachwasser zu sehen.

Spannend wurde es bei den Störchen der Landbachaue, die ja am 28. März mit ihrer diesjährigen Brut starteten. Am 29. April, also nach einer Brutdauer von 32 Tagen, war dann am Verhalten des Storchenpaars klar erkennbar, dass der Nachwuchs geschlüpft war. Als erste Fütterung würgten die Elternstörche recht stattliche Regenwürmer aus.

Fast dramatisch wurde es am letzten Apriltag, als fünf „Fremdstörche“ gleichzeitig das Nest attackierten und auf dem Nest zu landen versuchten. Da der männliche Elternstorch unterwegs auf Nahrungssuche war, wurden alle Attacken von der Störchin allein abgewehrt, sodass die Fremdlinge schließlich entnervt direkt unter dem Nest landeten, um es regelrecht zu belagern. Nach einer Weile kehrte dann der mänliche Elternstorch auf das Nest zurück und sofort ging die Post ab. Während der Storchenvater auf dem Nest blieb, um die Küken zu schützen, stürzte sich die Storchenmutter wie eine Furie auf die Belagerer unterhalb des Nests und vertrieb tatsächlich alle fünf! Eindringlinge mit heftigen Schnabel- und Flügelhieben. Für uns eine verblüffende Beobachtung, da das Vertreiben von Eindringlingen in den zurück liegenden vier Beobachtungsjahren stets „Chefsache“ war.

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