Aufgrund der jahrelang vernachlässigten Sanierung der Höhenstraße macht sich die Natur dort wieder breit: Die Straßendecke bricht an vielen Stellen auf und von den Straßenrändern wächst seit letztem Sommer frisches Grün in die Straßenmitte. Das brachte den NABU Seeheim auf die Idee, ein „Grünes Band“ anzuregen: Die Höhenstraße wird sich selbst überlassen und die Natur kann sich die offenbar nicht mehr gebrauchte Straße zurückholen.
Das Projekt mit dem Titel: „Was nach uns kommt“ soll Bürgern vor Ort auf anschauliche Art zeigen, was nach dem Kollaps der Ökosysteme durch veränderte klimatische Bedingungen auf der Erde und der Auslöschung der Menschheit passieren wird, mit der nach Aussagen von Klimaforschern Mitte des nächsten Jahrhunderts zu rechnen ist. Die Autoren eines neuen australischen Klima-Berichts sind diesbezüglich weniger optimistisch und prognostizieren, dass das Ausmaß der Zerstörung bereits in 30 Jahren das Ende der Menschheit einläuten wird.
Die Gemeinde nahm diesen Vorschlag begeistert auf. „Das ist nicht nur ein schönes Projekt zur Wissensvermittlung und für die Naherholung. So sparen wir uns auch jede Menge Gezanke in der Gemeindevertretung bei der Verabschiedung des Haushalts. Das Geld können wir woanders sehr gut gebrauchen.“ Mitglieder der Gemeindevertretung sehen darin auch nur Vorteile: „Wir haben ja nicht unbeträchtliche Summen für das regelmäßige Freischneiden und die Verkehrssicherung ausgegeben. Das können wir uns jetzt sparen. Und für Naturprojekte sind wir immer zu haben.“ Der NABU Seeheim-Jugenheim rät der Gemeinde, für dieses Projekt Ökopunkte zu beantragen, mit deren Verkauf der Haushalt zu einem großen Teil saniert werden könne.
Ein kleiner Wildnispfad soll durch das Dickicht angelegt werden. Auf Schautafeln werden Besucher über den Klimawandel und Pflanzen und Tiere informiert, die nach dem Verschwinden des Menschen von diesem Planeten ihre Chance bekommen werden.

HaHa! ;o April April ! Sehr schöne Idee!