Malcher Gespräch in der Wühlmauszentrale: „Wert der Dunkelheit – Kann Lichtverschmutzung reduziert werden?“
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„Wert der Dunkelheit – Kann Lichtverschmutzung reduziert werden?“
Künstliches Licht erleichtert die Orientierung bei Nacht und gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und Wohlstand. Dank energieeffizienter LED-Technologie lässt sich mit derselben Energiemenge deutlich mehr Licht erzeugen. Für viele Gemeinden ein Grund, den öffentlichen Raum heller zu machen. Auch für Häuser und Gärten ergeben sich strahlende Möglichkeiten, den eigenen Raum in Szene zu setzen. Werbeanzeigen werden präsenter. Nachtabschaltungen sind Vergangenheit, denn die paar Euro mehr für den Strom gibt das Budget schon her.
Doch künstliches Licht verbraucht nicht nur Energie, das Licht selbst ist ein Problem. Unzählige Nachtfalter fliegen zum Licht, verbrauchen viel Energie beim Umfliegen von Lampen und werden oft Opfer von Fledermäusen. Vögel kollidieren mit erleuchteten Hochhäusern, während Fledermäuse beleuchtete Flugrouten vermeiden. Bäume verpassen den Winteranfang und Gewässer kommen aus dem ökologischen Gleichgewicht. Nächtliche Beleuchtung hat für die Natur katastrophale Folgen.
Auch wir Menschen sind betroffen. Das viele Licht verhindert das Erleben einer natürlichen Nacht, stört den Schlaf und kann der Gesundheit schaden. Beschwerden über Straßen-, Gewerbe- und Gartenbeleuchtung nehmen zu. Was für die einen eine stimmungsvolle Lichtumgebung ist, wird für andere zur Belastung.
Dr. Annette Krop-Benesch ist Biologin und arbeitet international mit Wissenschaftlern und Lichtplanern daran, mit besseren Beleuchtungskonzepten die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Bei den Malchener Gesprächen am 12. November stellt sie die Frage, ob wir das viele Licht wirklich brauchen und berichtet, welche Folgen Lichtverschmutzung für Menschen und Natur hat. Die Gesprächsrunde lässt Raum für eigene Erfahrungen und Gedanken zum Thema Beleuchtung und Dunkelheit. Gemeinsam wird diskutiert, welche Wege es gibt, Licht gezielter und sinnvoller einzusetzen. Das kann mit konkreten, lokalen Beispielen geschehen oder mit allgemeinen Konzepten.
Zur Gesprächsrunde sind alle Interessierten freundlich eingeladen. Sie beginnt am Donnerstag, dem 12.11. um 19 Uhr in der Wühlmauszentrale, Malchen, Frankensteinerstr. 62. Tel. 0178 198 03 74.
Weitere Infos unter Tel. 06151 / 595251 oder eckhard.woite@gmx.de
Treff: Malchen, Frankensteiner Str. 62.
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