Suchergebnisse : Fuchswiese

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Juli 222026
 
Fotos: NABU/Stefan Schlüter – Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling auf einer Blüte des Großen Wiesenknopfes im NSG Fuchswiese

Damit dieser empfindliche Lebenszyklus nicht gestört wird, ist die Pflege der Flächen genau abgestimmt. Entscheidend ist eine Mahd, die den Großen Wiesenknopf erhält und gleichzeitig die Entwicklung des Bläulings nicht beeinträchtigt.

Die Fuchswiese und die artenreichen Wiesen im Stettbacher Tal sind ein wichtiger Rückzugsraum – und können zugleich als Trittstein für die Wieder-Ausbreitung der Art dienen.

Das Naturschutzgebiet Fuchswiese bei Stettbach bewahrt einen besonders wertvollen Lebensraum für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous), eine europaweit streng geschützte und stark gefährdete Schmetterlingsart. Der Falter ist auf den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) und auf Wirtsameisen der Gattung Myrmica angewiesen, denn der Falter legt seine Eier in den Blüten des Großen Wiesenknopfs, wo sich die Raupen einige Tage ernähren. Um den Lebenszyklus zu schließen, müssen die Raupen von Ameisen in deren Nester getragen werden, wo sie sich parasitisch von der Ameisenbrut ernähren.

Erfreulicherweise können einige Dutzend Exemplare dieses Schmetterlings auf den sonnenexponierten Wiesen des NSG Fuchswiese, aber auch auf nördlich davon gelegenen Wiesen im Wallhäuser Tal beobachtet werden.

Nov. 222025
 
Fotos: NABU/Tino Westphal – Biberdamm im NSG Fuchswiese im Stettbacher Tal

Der Biber gestaltet die Landschaft

Der seit einigen Monaten im Stettbacher Tal angesiedelte Biber hat beeindruckende Dämme errichtet. Geringe Wasserführung und steile Ufer machen es schwer für das Tier, ausreichend Wasser anzustauen. Im Stettbacher Tal muss er ganze Kaskaden von hohen Dämmen errichten – eine beeindruckende Leistung.

Schäden an wertvollen alten Obstbäumen

Aber ganz konfliktfrei ist das Erscheinen des Bibers bei uns natürlich auch nicht: die Weiden und Erlen der Bachauen kommen gut damit zurecht, regelmäßig vom Biber verbissen zu werden. Andere Bäume ohne Schutz aber leiden, insbesondere alte Obstbäume in den wertvollen alten Streuobstwiesen werden irreparabel geschädigt, wie aktuell im NSG Fuchswiese.

Baumschutz

20 alte Obstbäume haben wir mit 1m hohem, verzinktem Zaungitter geschützt. Metallkeile verhindern ein Hochdrücken durch den Biber.

Der Baum könnte es noch ein paar Jahre schaffen, denn er hat noch zwei Drittel seiner Rinde.

Zustand des NSG Fuchswiese

Das Naturschutzgebiet befindet sich in keinem guten Pflegezustand: Meterhoch ragen undurchdringliche Brombeerbüsche auf einem großen Teil der ursprünglichen Feuchtwiesenfläche – was aktuell gut war, denn so hatte der Biber erstmal keinen leichten Zugang zu einigen der alten wertvollen Obstbäume. Ganz und gar ungünstig aber ist die zunehmende Verbuschung für eine der wichtigsten Zielarten der Naturschutzfläche: dem Schutz von Feuchtwiesen und den davon abhängigen Kleinschmetterlingen, insbesondere Arten wie dem Hellen und dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Die vereinbarte Beweidung mit Schafen zur Pflege der Flächen kann hier gar nicht mehr stattfinden, denn die Tiere können in den dichten Brombeerbewuchs nicht eindringen. Hier muss dringlich Abhilfe geschaffen werden.

Juli 312021
 
Foto: Wolfgang Feiss bei der Pflege der Schwarzpappel auf der Fuchswiese im Stettbacher Tal. Hier findet die Pappel günstige Standortbedingungen.

Auf dem Gelände des BUND auf der Fuchswiese in Stettbacher Tal wird eine Schwarz-Pappel (Populus nigra) gepflegt.

Schwarz-Pappeln sind inzwischen sehr selten geworden, diese hier wurde uns vom Spender Werner Schneider aus Alsbach zur Verfügung gestellt.

In Deutschland wird die ursprüngliche Wildform der Schwarz-Pappel in den Roten Listen der Farn- und Blütenpflanzen bundesweit als „gefährdet“ eingestuft. Die beiden wichtigsten Gefährdungsursachen sind die Vernichtung des natürlichen Lebensraums in den Auen und auch die häufig zu beobachtende Hybridisierung mit anderen Pappeln.

Die Einstufung der Schwarz-Pappel in die Rote Listen der vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten veranlasste verschiedene Naturschutzorganisationen, sich für den Erhalt und Schutz dieser Art einzusetzen.

Auf der Schwarz-Pappel entwickeln sich viele einheimische Insektenarten, darunter allein acht Nachtschwärmer-Arten.

Juli 192014
 

Fuchswiese - Heller Ameisenbläuling

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schmetterlingswanderung am NSG Fuchswiese. Ein Heller Ameisenbläuling.

33°C zeigt das Thermometer im Schatten. Aber auf der Fuchswiese ist wenig Schatten. Perfektes Wetter für Insekten und entsprechend sind die Bläuliche und ihre Verwandten flott unterwegs.Fuchswiese 01

Matthias und Dennis Sanetra zeigen uns die Schätze der Fuchswiese.

 

 

NSG “Fuchswiesen bei Stettbach”

 


FFH- und NSG Gebiete bei Seeheim-Jugenheim auf einer größeren Karte anzeigen

Neues Naturschutzgebiet bei Seeheim eingeweiht

Schild am NSG Fuchswiese

Schild am NSG Fuchswiese

Das neu ausgewiesene Naturschutzgebiet Fuchswiese bei Stettbach wurde im Jahr 2012 feierlich eingeweiht: Bürgermeister Olaf Kühn und der Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann richteten symbolisch die letzte Markierungstafel mit dem Naturschutzsymbol auf.

Dr. Fischbach von der Unteren Naturschutzbehörde erklärte die Bedeutung dieses einzigen im Kreis Darmstadt-Dieburg ausgewiesenen Naturschutzgebietes mit dem Schutz der Feuchtwiesen für den Erhalt von zwei sehr selten gewordenenen Schmetterlingsarten, dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithos) und dem Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea releius). Beide Schmetterlinge verbindet eine sehr interessante Brutbiologie. Sie sind angewiesen auf den Großen Wiesenknopf– eine Feuchtwiesenpflanze. Die Schmetterlinge legen ihre Eier in die Blüten des Wiesenknopfes, wo sie ihr erstes Larvenstadium erleben, und dabei einen sehr spezifischen Geruch annehmen. Diesen Geruch finden einige Ameisenarten äusserst attraktiv, weshalb sie die Raupen adoptieren und in ihrem Nest versorgen. Das wird den Pflegeeltern jedoch nicht gedankt: die Schmetterlingsraupen vergreifen sich an der Amiesenbrut: etwa 350 Ameisen müssen sich für die Parasiten opfern.
Mit der letzten Verpuppung im Ameisenbau verlieren die Schmetterlinge jedoch ihren Tarn-Geruch. Jetzt müssen sie sich beeilen, und so schnell als möglich die jetzt feindlich eingestellten Gasteltern verlassen, um ihr Leben als Schmetterling zu beginnen.
Dr. Fischbach berichtete weiter, dass die Wiesen spät im Jahr, wenn der Wiesenknopf abgeblüht ist, einmal gemäht, und danach – wie gerade jetzt zu sehen – kurzzeitig von Rindern beweidet werden.

Das Naturschutzgebiet Fuchswiese bei Stettbach umfasst eine Fläche von 1,7 ha Feuchtwiesen.

Indisches Springkraut

Indisches Springkraut

Aktuell problematisch ist die Einwanderung von Indischem Springkraut. Vom Bachufer aus droht es den Großen Wiesenknopf in der Fläche zu verdrängen.
Die NABU-Gruppe Seeheim-Jugenheim ist seit 2013 in Abstimmung mit der Untern Naturschutzbehörde im Gebiet regelmässig im Einsatz, um das Gebiet zu pflegen.

Foto links: NAJU-Sommerlager 2013: Arbeiten im Bereich des NSG.

28.7.2013

Juli 202013
 

Springkraut rupfen

Fotos: NABU/Tino Westphal – Robina rupft Indisches Springkraut

Foto: Robina Reinicke - Tino fotografiert Bläulinge

Foto: Robina Reinicke – Tino fotografiert Bläulinge

Schild am NSG Fuchswiese Beim Arbeitseinsatz im NSG Fuchswiese umfliegen uns die beide Bläulingsarten, denen unsere Mühen gelten: der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Grosser Wiesenknopf und Indisches Springkraut nebeneinander

Grosser Wiesenknopf und Indisches Springkraut stehen in Wiesenrandlage in Konkurrenz zueinander

Auf den Wiesen tummeln sich derweil die Schmetterlinge, darunter beide geschützte Arten: der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Beide lassen sich besonders gern auf ihrer Futter- und Eiablage-Pflanze nieder, dem Grossen Wiesenknopf, dem unser Arbeitseinsatz gilt.

Juni 222013
 

Indisches Springkraut

Indisches Springkraut

Indisches Springkraut wurde gerupft am Bachlauf im Stettbacher Tal.

Das Drüsige (oder Indische) Springkraut droht am NSG Fuchswiese im Stettbacher Tal die Wiesen zu überwuchern. Das Kraut wird gerupft, damit die Wiesen für den Himmelblauen Bläuling, einen wunderschönen Kleinschmetterling, erhalten bleiben.

Großer Wiesenknopf

Großer Wiesenknopf

Schutz der Feuchtwiesen dient dem Erhalt von zwei sehr selten gewordenenen Schmetterlingsarten, dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithos) und dem Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea releius). Beide Schmetterlinge verbindet eine sehr interessante Brutbiologie. Sie sind angewiesen auf den Großen Wiesenknopf– eine Feuchtwiesenpflanze. Die Schmetterlinge legen ihre Eier in die Blüten des Wiesenknopfes, wo sie ihr erstes Larvenstadium erleben, und dabei einen sehr spezifischen Geruch annehmen. Diesen Geruch finden einige Ameisenarten äusserst attraktiv, weshalb sie die Raupen adoptieren und in ihrem Nest versorgen. Das wird den Pflegeeltern jedoch nicht gedankt: die Schmetterlingsraupen vergreifen sich an der Amiesenbrut: etwa 350 Ameisen müssen sich für die Parasiten opfern.

Mit der letzten Verpuppung im Ameisenbau verlieren die Schmetterlinge jedoch ihren Tarn-Geruch. Jetzt müssen sie sich beeilen, und so schnell als möglich die jetzt feindlich eingestellten Gasteltern verlassen, um ihr Leben als Schmetterling zu beginnen.

 

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