Mai 072019
 
Fotos: NABU/Tino Westphal – Die NABU-SchäferInnen bringen ihre Schafe im Abendlicht zur Böckchenweide.

Die Böckchenweide steht im schönsen Grün: auf dem im letzten Jahr neu freigelegten Teilstück stehen die frischen Sprossen der Brombeere auf dem Speiseplan. Um diese Zeit sind die Triebe noch weich und besondres lecker für die Schafe. Die frühe Beweidung nach dem Austrieb schadet den hier unerwünschten Stachelpflanzen besonders und drängt sie weiter zurück. Mit der Schafbeweidung kehrt Artenvielfalt in die Fläche zurück, denn in ihren dicken Fell hängen die Samen aus den wertvollen Trockenrasen der Pfadfinderweide. Auch mit ihrem Kot verbreiten Schafe sehr effektiv seltene Trockenlandpflanzen, denn die sind häufig daraufhin optimiert, von Weidetieren auf neue Flächen übertragen werden und der Kot bringt den notwendigen Dünger als Starthilfe zum Auskeimen mit. Schaf sind perfekte Gärtner.