Apr 052019
 

Bundeskanzleramt

Frau Dr. Angela Merkel

Willy-Brandt-Strasse 1

10 557 Berlin

Seeheim, 5. April 2019

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

schon vor 20 Jahren war sehr klar, dass die Erde sich erwärmt und wir etwas dagegen unternehmen müssen, um uns nicht die eigene Lebensgrundlage zu zerstören. Ich bin sehr froh, dass unsere Kinder sehr vehement und hartnäckig dagegen protestieren, weil immer noch zu wenig geschehen ist.  Auch in der 33. Streikwoche unterstütze ich Greta Thunberg und alle streikenden Schüler und drücke ihnen meinen Respekt aus, sie sind genau das, was wir brauchen.

Was wäre, wenn die Schüler nicht auf die Straße gegangen wären? 

Wo würden wir in 10 Jahren stehen? Wer würde sich ernsthaft um Klimaziele kümmern?

Jede Veränderung, die uns der C02-Neutralität näher bringt, hilft. Ich mache das bei mir zu Hause und hinterfrage mein Verhalten, wie ich besser werden kann. Es gibt noch viel zu tun und viel zu ändern. Jeder kann und muss seinen C02-Fußabdruck deutlich verkleinern. Es nützt nicht, wenn Einzelne ihr eigenes, kleines Klimaziel einhalten und nebenan das Kohlekraftwerk glimmt.

Um die Klimaziele einzuhalten, muss jetzt schnell gehandelt werden. Eine Regierung muss dazu klare Weichen stellen. Freiwillige Selbstkontrolle wird die Industrie in ein Schulterzucken umwandeln. 

Menschen sollten ihre Intelligenz nutzen. Was die letzten zwanzig Jahre nicht geschehen ist, lässt sich nicht ändern, aber ab heute können wir viel, wie sagen Politiker? neu gestalten. Einfach anfangen. Es ist nicht so schwierig und selbst Vorstände und Firmenleiter sind so flexibel, dass sie sich an neue Gegebenheiten anpassen können. Innovativ in die Zukunft, das geht.

Wenn uns die Klimaziele und damit unsere Lebensgrundlage nicht am Herzen liegen, wir liegen dem Klima und dieser Erde nicht am Herzen, da ist keiner, der sich für uns kümmert.

Mit freundlichen Grüssen