Nov 302017
 
01 Hoher Wasserstand

Fotos: Willi Benz – Hoher Wasserstand in der Landbachaue

02 Aufgeschreckte Wasservögel

Aufgeschreckte Wasservögel

03 Nonnengans (li.) u. Hybrid

Nonnengans (li.) u. Hybrid

04 Krickenten

Krickenten

05 Zwergtaucher

Zwergtaucher

06 Bekassinen

Bekassinen

07 Weißer Mäusebussard

Weißer Mäusebussard

08 Rotmilan

Rotmilan

09 Feldsperlinge

Feldsperlinge

10 Wacholderdrossel

Wacholderdrossel

11 Grünspecht

Grünspecht

12 Fasanenpaar

Fasanenpaar

13 Rabenkrähenattacke auf Nutria

Rabenkrähenattacke auf Nutria

Häufige und ergiebige Niederschläge im November ließen den Wasserstand in der Landbachaue merklich ansteigen. Gut für die Wasservögel, von denen an manchen Tagen bis zu 800 Enten und Gänse auf und an den Wasserflächen zu sehen waren. Zwischen den Kanadagänsen war gelegentlich eine Weißwangengans (auch Nonnengans genannt) zu sichten. Diese geschützte Gänseart verpaart sich häufig mit den größeren Kanadagänsen, sodass auch auch die Hybriden aus dieser Kreuzung nicht allzu selten sind.

Bei den Enten waren die Stockenten im November klar in der Überzahl, dazwischen waren vereinzelt auch Schnatterenten, Pfeifenten und Löffelenten zu sehen. Die Anzahl der Krickenten, die kleinste europäische Entenart, lag im November bei ca. 20 Vögeln.

Wie schon in den Vorjahren waren auch in diesem November kaum noch Blässhühner in der Landbachaue zu sehen, offensichtlich bevorzugt diese Rallenart ein anderes Überwinterungsgebiet. Blässhühner sind zwar keine Zugvögel, aber dennoch für ihre Winterflucht in südlichere Regionen bekannt. Ähnlich sieht es bei den Zwergtauchern aus, die allerdings erst abwandern, wenn ihre Reviere zugefroren sind. Diese kleinste europäische Taucherart ist in der Landbachaue zwar noch vereinzelt zu sichten, Bruterfolge sind hier in den letzten vier Jahren aber leider nicht mehr zu verzeichnen.

Auch im November waren Bekassinen in der Landbachaue zu beobachten. Auch wenn es keine Brutnachweise gibt, ist diese gefährdete Schnepfenart erfreulicherweise ganzjährig in der Landbachaue zu sehen.  Außer den Bekassinen war häufig noch ein einzelner Waldwasserläufer in der Aue anzutreffen, weitere Limikolenarten waren im November nicht zu beobachten.

Greifvögel waren im November mit vielen Arten in der Landbachaue vertreten. Neben den häufigen Mäusebussarden, verstärkt durch zwei zugewanderte weiße Vögel, vor allem Turmfalke, Sperber, Habicht und, wenn auch nur vereinzelt, Wanderfalke und Rotmilan.

Aber auch ansonsten bietet die Landbachaue dem Beobachter im meist grauen November viel Abwechslung: Große Ringeltauben- und Feldsperlingschwärme, die auf den abgeernteten Ackerflächen nach Nahrung suchen, Trupps von Wacholderdrosseln, die sich über die Beeren der Sträucher und Hecken hermachen, Grünspechte – auch als Erdspechte bekannt – und Jagdfasane auf der Futtersuche auf den Weideflächen und vieles mehr. Auch die zahlreichen Rabenkrähen im Gebiet sorgen für Unterhaltung, indem sie jeden Greifvogel in der Luft attackieren und gelegentlich auch mal einen Angriff auf die harmlosen Nutria starten, um sie an ihrem Rattenschwanz zu packen. Die in diesem Jahr stark bejagten Wildschweine ließen sich auch im November in der Aue bicken. An einem Tag war es eine Rotte aus drei Bachen mit insgesamt 15 Überläufern, die dem Roten Höhenvieh auf seiner Weide einen Kurzbesuch abstatteten.

14 Wildschweinrotte

Wildschweinrotte