Apr 222017
 

Nur eine einzige Brut bei Pfungstadt

Dreieckswiese Pfungstadt 1

Streuobstwiese bei Pfungstadt

Treff mit dem Leiter des Steinkauz-Monitoring Willi Fuchs vom NABU Ried am Naturfreundehaus. Auf einer der Streuobstwiesen am Pfungstädter Moor wird die einzige Brut im Pfungstädter Umfeld in einer der Steinkauzröhren gefunden.

Steinkauzgelege 4 Eier Dreieckwiese

Steinkauzgelege mit vier Eiern.

Das Weibchen sitzt hier schon auf einem Gelege von vier Eiern. Allerdings müsste die Wiese dringend gemäht werden.

Weiter geht es von hier Richtung Erfelden ins Ried hinein.

Riedlandschaft

Riedlandschaft

Die Kontrolle vollzieht sich immer gleich: ausgestopfte Socke ins Flugloch oder Flugloch abdecken mit einem Beutel, dann wird vorsichtig der Deckel des Kastens geöffnet.

In einem Fall finden wir hier ein Lager toter Mäuse. Ein gutes Zeichen: hier hat sich ein Kauz einen Vorrat geschaffen.

An einer Scheune wird der Schleiereulenkasten mit einer Schlüssellochkamera von aussen geprüft: Noch keine Brut, aber es „riecht“ nach Eule. Der Ammonia-Duft ist durchdringend und frische Kotspuren verraten, dass das Nest genutzt wird.

Turmfalkengelege

Turmfalkengelege

Bei der Gelegenheit werfen wir einen Blick in den Turmfalkenkastenkasten wenige Meter nebenan. Wir finden drei schöne Eier im Gelege und  ziehen uns schnell wieder zurück.  

Steinkauzgelege 5 Eier im Ried

Steinkauzgelege 5 Eier im Ried

Ein Gelege mit fünf Eiern dann in der letzten Steinkauzröhre.

Fazit der Tour: es steht nicht wirklich gut um den Steinkauz, aber noch können wir hoffen. Wir benötigen dringend noch Freiwillige für die Pflege der letzten erfolgreich bebrüteten Streuobstwiesen. Interessiert? Melden Sie sich beim NABU Seeheim! Wir freuen uns über jeden aktiven Mitstreiter beim Naturschutz.

Teilnehmer: Willi, Max, Salem, Tino und Jan.

Apr 012017
 

Steinkauz-Monitoring bei Bickenbach und Pfungstadt

Die Runde beginnt in Bickenbach, an der Bahnstrecke. Hier gibt es ein Grundstück des BUND, auf dem wir im Jahr 2011 bei einem Baggereinsatz Sand, Steine und Totholz zur Förderung von Reptilien eingebracht hatten. Die vor Ort angebrachten Steinkauzkästen sind nicht von Käuzen, sondern von Staren bevölkert. Einige Kästen sind wegen aufgewachsener Brombeeren kaum noch zugänglich. 

Weiter geht es auf Pfungstädter Gebiet- dort finden wir einen besetzten Kasten, der Steinkauz ist beringt. 

Unglücklicherweise wird die betreffende Wiese seitens der Gemeinde wohl nur einmal im Herbst gemäht. Die angrenzenden Äcker sind mit Getreide bzw. Raps bestellt, die in Kürze als Nahrungs-Habitat im wesentlichen ausfallen. Deshalb müsste wenigstens die Teil der Streuobstwiese dringend gemäht werden, sonst werden es die Käuze sehr schwer haben, an die nötige Nahrung für eine Brut zu gelangen. Regenwürmer, Insekten und Mäuse kann der Steinkauz er nur in der offenen Landschaft erjagen.

Noch einige Stellen werden abgesucht, keine Steinkäuze zu finden. Auch nicht auf einer der früher besten Brutareale, der ehemaligen Burg Wellberg mit ihrem alten Streuobstbestand. Von der hochmittelalterlichen Turmhügelburg (Motte) kündet nur noch ein unscheinbarer Hügel in der flachen Landschaft des Rieds. Und der droht, von Brennnesseln und Gestrüpp überwachsen zu werden. Hier sollte dringend beweidet werden. Auch ein paar neue Obstbäume würden gut hierher passen. Alle angebrachten Steinauzkästen sind heute unbewohnt.

Nov 232016
 
Foto: Roland Tichai - Abendstimmung in der Landbachaue

Foto: Roland Tichai – Abendstimmung in der Landbachaue

Nachdem am Wochenende in Hessen das Vogelgrippenvirus H5N8 bei einer verendeten Tafelente am Twistesee (Waldeck-Frankenberg) nachgewiesen wurde, gab es hat heute einen zweiten Nachweis bei einem Totfund vom vergangenen Wochenende im Frankfurter Stadtteil Sossenheim.

Da auch aus anderen Bundesländern immer mehr Erstmeldungen eingehen, bittet der NABU um verstärkte Kontrolle von Wasserflächen und Feuchtgebieten. Um entsprechende Meldungen – auch Negativergebnisse – wird gebeten, um zu Aufklärung zur Herkunft und zur Ausbreitung dieser Tierseuche beizutragen.

Nähere Informationen finden Sie hier: https://www.nabu.de/news/2016/11/21521.html.

Die Landbachaue wird bereits intensiv beobachtet, hier sind aktuell wieder an die 100 Graugänse angereist (insgesamt sind es momentan zwischen 250 und 300 Graugänse) und für den Erlensee, an dem auch gerne Reiher- und Tafelenten überwintern, wurden die Bickenbacher Angler um Beobachtung und ggfs. Meldung gebeten.

Anpsrechpartner/Meldestelle ist die Veterinärbehörde beimLandkreis Darmstadt-Dieburg

Veterinärwesen

Rheinstraße 67

64295 Darmstadt

Telefon 06151 / 951610

Telefax 06151 / 63106

E-Mail veterinaeramt@ladadi.de

Dez 182015
 

Vierter Bauabschnitt des Projektes abgeschlossen

Rinne NW

Fotos: Hans-Georg Fritz – Rinnenprojekt im NSG Pfungstädter Moor 18.12.2015 – Rinne NW

Ein Fotobericht vom Projektleiter Dr. Hans-Georg Fritz: Die Baggerarbeiten sind jetzt abgeschlossen, seit dem letzten Bericht hat sich noch einiges getan.

Das Vorhaben wird vom NABU Kreisverband finanziell gefördert.

Rinne Ost

Rinne Ost

Rinne Süd

Rinne Süd

Rinne Südwest

Rinne Südwest

Dez 112015
 

4. Bauabschnitt des Rinnen-Projektes im Pfungstädter Moor gestartet 

4. BA - Pfungsta?dter Moor 2

Fotos: Hans-Georg Fritz – Arbeiten am 4. Bauabschnittes des Rinnenprojektes im Pfungstädter Moor – 10.12.2015

Unter Leitung von Dr. Hans-Georg Fritz kommt das Rinnenprojekt gut voran. In der Woche von 14.-18.12.2015 soll der Bauabschnitt beendet sein.

4. BA - Pfungsta?dter Moor 1

Baggereinsatz – 10.11.2015

Das Rinnenprojekt wird vom NABU Kreisverband finanziell unterstützt.

Insel zwischen Flutrinnen

Insel zwischen Flutrinnen – 11.12.2015

Karte Pfungsta?dter Moorrinnen - Gesamtschau aktualisiert

Karte: Pfungsta?dter Moorrinnen – Gesamtschau aktualisiert

Karte Pfungstädter Moorrinnen - 4.BA

Karte: Pfungstädter Moorrinnen – 4. Bauabschnitt

Mai 232015
 
4 Blaumeise am Moorhaus im Pfundstädter Moor

Fotos: Gernot Wagner – Blaumeise in natürlicher Nisthöhle am Moorhaus im Pfundstädter Moor.

Im Bereich Moorhaus/Pfungstädter Moor war es ein Glücksfall, ein sehr gut verstecktes Blaumeisen-Nest zu beobachten. Das Meisenpaar hatte sich eine kleine Höhle in einem Apfelbaumstamm als Wohnheim eingerichtet und war dabei, den Nachwuchs im Minutentakt zu füttern. Von den Jungen war nichts zu sehen, da die Baumhöhle den Nachwuchs gut vor fremden Blicken schützte. Dafür waren aber mit etwas Geduld gut die Abflugkünste der Meisen vom Nest sowie gelegentlich auch das angebotene Futter für den Nachwuchs zu sehen. Von Zeit zu Zeit müssen auch Abfälle aus dem Nest entsorgt werden.

Apr 252015
 
Pfungstädter Moor 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Start der Exkursion: Wortführer in der Bildmitte Dr. Fritz, rechts daneben Michael Schlote von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Pfungstädter Moor 3

Eingeladen zum Rundgang hatte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: im Bild links Michael Schlote, Vorsitzender der SDW-Ortsgruppe. Ganz rechts Exkursionsleiter Dr. Hans Georg Fritz.

Nachdem Dr. Hans Georg Fritz schon beim HGON Treffen in Seeheim über „Das Rinnenprojekt am Pfungstädter Moor, 4. Bauabschnitt – Planung, Umsetzung, Finanzierung“ referiert hatte, war heute Gelegenheit, sich das Gelände, insbesondere die angelegten Rinnen, im ehemaligen Moor vor Ort anzusehen.

Pfungstädter Moor - Grabensystem

Rinnensystem im Inneren des Pfundstädter Moores – ein magerer Ersatz für ein lebendes Moor, aber heute der letzte Rückzugsort für wassergebundenen Arten.

Um es vorweg zu nehmen: das Rinnenprojekt kommt gut voran, auch der NABU Kreisverband hat sich für den nächsten Bauabschnitt mit 5000 Euro als Sponsor beteiligt. Die Rinnen sind heute ein Hotspot der Artenvielfalt und Rückzugsort der wasserabhängigen Arten des Moores.

Pfungstädter Moor - stillgelegtes Anlage zur Wieder-Vernässung und Hochwasser-Überlauf aus Bickenbach.

Pfungstädter Moor – stillgelegtes Pumpsystem und Überlauf aus Bickenbach.

Das sollte aber nicht darüber hinweg täuschen: dem Pfundstädter Moor geht es nicht gut. Denn ihm wurde der Wasserhahn zugedreht.

Der natürliche Zulauf von Grundwasser aus dem Odenwald wurde durch den Autobahnbau in den 70er Jahren dauerhaft unterbrochen.

Nachdem in der Vergangenheit mit viel Geldeinsatz eine gewisse Wiedervernässung erreicht wurde, ist der Wasserzulauf heute komplett gestoppt.

Im Pfundstädter Moor besteht dringender Handlungsbedarf!

Rinnen

Karte: NSG Pfundstädter Moor – Rinnensystem nach dem 3. Bauabschnitt. Quelle: Google Maps

 

Jun 162012
 

Unter Leitung von Dr. Hans-Georg Fritz wird am Samstag, dem 23. Juni 2012 um 10 Uhr ein Spaziergang am „Pfungstädter Moor“ stattfinden, bei dem neben allgemeinen Informationen auch dieses interessante Projekt besichtigt werden kann. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Naturfreundehaus „Pfungstädter Moor“ (Fahrweg bis zur Schranke weiter fahren und dort parken) um 10 Uhr. Klaus Widerström.

HGON e.V. / Arbeitskreis Darmstadt
COLLURIO-Bezugsstelle:
Klaus Widerström,
Die Kleine Beune 12, D-64319 Pfungstadt
Tel. +49-(0)6157-98 60 111 oder E-Mail: hgon@widerstroem.de
Bankverbindung: Sparkasse Darmstadt (BLZ 508 501 50), Konto Nr. 400 52 87