Mai 192017
 
Fledermaus-Nacht 4 10x37s

Fotos: NABU/Tino Westphal – Bat-Night am Waldweiher Seeheim mit Sybille Waibel und Robina Reinicke.

Beinahe wäre die erste Bat-Night mit Robina Reinicke und Sybille Waibel ins Wasser gefallen, aber pünktlich eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung hörte der Dauerregen auf.

Am Waldweiher begrüsst uns ein Nutria, Stockenten mit ihren Kücken, ein Paar Nilgänse und Zwergtaucher. Und wie auf Zuruf zum Beginn des Vortrages von Sybille ein Großer Abendsegler am Abendhimmel über dem Waldweiher. 

Der Fledermaus-Detektor meldet sich mit einem merkwürdigen melodischen Flip-Flop-Geräusch: 10 fach verlangsamt werden die Ortungsrufe des Großen Abendseglers aus dem für uns unhörbaren Ultraschallbereich in ein für Menschen wahrnehmbares Signal gewandelt. Bald darauf kommen die knatternden und prasselnden Laute der  Zwergfledermäuse hinzu, die gegn den Abendhimmel sehr gut sichtbar über uns herumwuseln.

Im Strahl einer Taschenlampe horizontal über dem Wasserspiegel den Waldweihers blitzen immer wieder die weissen Unterseiten der Wasserfledermäuse auf: die Tiere jagen dicht über dem Wasser und greifen Insekten gern von der Oberfläche ab. 

Ein Fledermaus-Quiz mit Fragen gibt es für große und kleine Fledermaus-Freunde- mit einem kleinen Überraschungs-Gewinn. Von dem wir hoffentlich noch hören, was daraus wird…

Gehört und gesehen:

  • Großer Abendsegler
  • Zwergfledermaus
  • Wasserfledermaus
Mehr Details, Fragen und Hilfsangebote gibt es unter

http://www.fledermausschutz-suedhessen.de/

 

Mai 062017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Abbau des e-Zaunes beim Kiebitzprojekt Landbachaue

Keine guten Nachrichten: In diesem Jahr gab es sehr wenig Kiebitz-Aktivitäten, keine Brutversuche im Bereich der Landbachaue. Der Elektrozaun wurde heute abgebaut. 

Möglicherweise kommen wir zu spät mit dem Kiebitz-Schutzprojekt in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Wir werden das Projekt überdenken – möglicherweise können wir unsere Freunde vom NABU Ried  im Gebiet des Fängenhoffelds unterstützen. Aber auch dort macht die zunehmende Flächenversiegelung unter Folie den letzten Kiebitzen das Leben immer schwerer. 

Teilnehmer: Roland, Salem und Tino.

Mai 042017
 

Besuch am Wühlmausweiher – kaum Betrieb, wenig Wasser, aber wenigstens läuft nach der langen Trockenheit wieder frisches Wasser ein.

Gelbbauchunkentümpel am Dornbachteich 3

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Gelbbauchunkentümpel am Dornbachteich

Einige Amphibien benötigen frisch angelegte Gewässer, weil sie nur so ihren Feinden entgehen. Bergmolch und Libellenlarven machen sich gern über die Kaulquappen dieser weniger robusten Amphibien her. Diese Erneuerung von Amphibien-Gewässern findet in den Flussauen unserer begradigten Gewässer nicht mehr statt, letzte Ausweichbiotope für diese Arten sind Steinbrüche und Sandgruben, wo der NABU durch Kooperationsvereinbarungen mit den Unternehmern versucht, Populationen seltener Amphibien zu erhalten.  Für die NABU Gruppe Seeheim liegen hier die Steinbrüche in Nieder-Beerbach und Waschenbach im Fokus.

Aber auch in den eigenen Pflegegebieten können wir etwas tun: Deshalb entfernen die NAJUs aus den kleinen Tümpeln neben dem Dornbachteich Laub und Faulschlamm und schöpfen das faulig riechende Wasser ab. Der nächste Regen sollte die Tümpel wieder mit klarem Wasser auffüllen. Diese Ersatzgewässer wurden in den letzten Jahren erfreulicherweise auch angenommen.

Am Tümpelrand begegnen uns Bergmolch und Grünfrosch.

Nach der Arbeit noch eine Schaukelrunde…

Teilnehmer vom NAJU: Silas, Dennis, Jan, und Tino 

Apr 302017
 
01 Kuckuck

Fotos: Willi Benz – Kuckuck

02 Möchsgrasmücke

Möchsgrasmücke

03 Schwarzkehlchen

Schwarzkehlchen

04 Blaukehlchen

Blaukehlchen

05 Braunkehlchen

Braunkehlchen

06 Bruchwasserläufer

Bruchwasserläufer

07 Kampfläufer

Kampfläufer

08 Grünschenkel

Grünschenkel

09 Flussregenpfeifer

Flussregenpfeifer

10 Bekassine

Bekassine

11 Kiebitz

Kiebitz

12 Löffler

Löffler

13 Graugansnachwuchs

Graugansnachwuchs

14 Nilgansnachwuchs

Nilgansnachwuchs

15 Hungrige Störche

Hungrige Störche

16 Nachwuchs geschlüpft

Nachwuchs geschlüpft

Der nahezu den ganzen April aus nördlichen Richtungen wehende Wind verzögerte die Rückkehr vieler Brutvogelarten. Ausgenommen war der Kuckuck, der schon am 3. April, und damit früher als in der Vorjahren, in der Landbachaue zu sehen und vor allem zu hören war. Erste Schwarzkehlchen waren bereits im März zurückgekehrt, Blaukehlchen folgten nun ab der zweiten Aprildekade und zum Aprilende konnte ein balzendes Paar Braunkehlchen gesichtet werden – eine besonders erfreuliche Beobachtung, da landesweit seit geraumer Zeit ein Besorgnis erregender Rückgang dieser Schmätzerart registriert wird.

Zögerlich und in geringerer Anzahl trafen im April Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke, Klappergrasmücke, Teichrohrsänger, Pirol und – besonders auffällig – Nachtigallen ein. Dennoch gab es bei der Vogelstimmenwanderung am 23. April mit 41 beobachteten Vogelarten ein ganz passables Ergebnis.

Auch die von ihren Winterquartieren in die nördlich gelegenen Brutgebiete ziehenden Watvogelarten waren im April von der Wetterlage beeinflusst. Den ganzen Monat über waren Waldwasserläufer, Bruchwasserläufer, Kampfläufer, Grünschenkel, Flussregenpfeifer und Bekassinen zu sichten, die in der Landbachaue einen Zwischenstopp auf ihrer Reise einlegten, um ihre Energievorräte für die Weiterreise nach Norden aufzufüllen. Nahezu gänzlich ausgeblieben waren in diesem Jahr die Kiebitze, von denen Ende April lediglich zwei Vögel bei ihrer Nahrungssuche in der Aue zu sehen waren.

Für einiges Aufsehen unter den Vogelbeobachtern sorgte ein ab Mitte April in der Landbachaue zu beobachtender Löffler, ein in unserer Region sehr seltener Schreitvogel aus der Familie der Ibisse. Vereinzelte Beobachtungen dieser Vogelart gab es zwar schon in der Landbachaue,  aber selbst die einschlägigen Experten rätseln, was diesen Vogel jetzt zu einer längeren Verweildauer bewegt.

Bei den Gänsen in der Aue gab es im April moderaten Nachwuchs. Fünf Grauganspaare hatten jeweils zwischen drei und neun Küken und lediglich ein Nilganspaar hatte Nachwuchs – allerdings mit 18 Küken in stattlicher Größe.

Die Störche mussten im trockenen April viel Zeit und Energie in ihre Nahrungssuche investieren. Ihre Hauptbeute in diesem Monat, Regenwürmer, hatten sich in die tieferen und feuchten Bodenschichten zurückgezogen und waren kaum erreichbar. Nur wo eine Bearbeitung der Äcker statt fand war mit Beute zu rechnen und so war nahezu jeder Traktor auf den Äckern von kleineren und größeren Storchentrupps (bis zu 50 Vögeln!) begleitet.

Das Storchenpaar in der Landbachaue blieb gerade noch in seinem Terminplan. Am 27. April war am Verhalten des Brutpaares erkennbar, dass der Nachwuchs geschlüpft war. Brutbeginn war am 25. März, die Brutdauer war demnach 34 Tage – die Obergrenze für eine reguläre Brut. Bis Mitte Mai wird der Storchennachwuchs dann über dem Nestrand zu sehen sein, bis dahin bleibt es spannend.

Apr 232017
 
Eröffnung Frank Gröhl 3

Fotos: NABU/Tino Westphal – Exkursionsleiter Frank Gröhl führt in die Veranstaltung ein.

Unter Leitung von Frank Gröhl treffen sich zu sehr frischer Morgenstunde die Vogelliebhaber auf dem Parkplatz am Erlensee.

Immer wieder bleibt die Gruppe stehen und lauscht – in der Landbachaue herrscht ein Stimmengewirr. 

 Wegen der anhaltenden Trockenheit kamen auch einige Limikolen vor die Ferngläser, Spektive und Kameras. Der Löffler (Platalea leucorodia) als echte Besonderheit wurde vom NABU extra nochmals an die Landbachaue zitiert.

Zwei schöne Fotos von der Begehung von Grünschenkel (Tringa nebularia) und Kuckuck (Cuculus canorus) wurden uns von Roland Tichai zur Verfügung gestellt.

Foto: Roland Tichai –
Grünschenkel (Tringa nebularia)

Foto: Roland Tichai –
Kuckuck (Cuculus canorus)

Ein Fotobericht zur Veranstaltung findet sich auf der Webseite des Lernorts Natur http://www.lernort-natur-fasanenlache.de/veranstaltungen.html

Apr 222017
 

Nur eine einzige Brut bei Pfungstadt

Dreieckswiese Pfungstadt 1

Streuobstwiese bei Pfungstadt

Treff mit dem Leiter des Steinkauz-Monitoring Willi Fuchs vom NABU Ried am Naturfreundehaus. Auf einer der Streuobstwiesen am Pfungstädter Moor wird die einzige Brut im Pfungstädter Umfeld in einer der Steinkauzröhren gefunden.

Steinkauzgelege 4 Eier Dreieckwiese

Steinkauzgelege mit vier Eiern.

Das Weibchen sitzt hier schon auf einem Gelege von vier Eiern. Allerdings müsste die Wiese dringend gemäht werden.

Weiter geht es von hier Richtung Erfelden ins Ried hinein.

Riedlandschaft

Riedlandschaft

Die Kontrolle vollzieht sich immer gleich: ausgestopfte Socke ins Flugloch oder Flugloch abdecken mit einem Beutel, dann wird vorsichtig der Deckel des Kastens geöffnet.

In einem Fall finden wir hier ein Lager toter Mäuse. Ein gutes Zeichen: hier hat sich ein Kauz einen Vorrat geschaffen.

An einer Scheune wird der Schleiereulenkasten mit einer Schlüssellochkamera von aussen geprüft: Noch keine Brut, aber es „riecht“ nach Eule. Der Ammonia-Duft ist durchdringend und frische Kotspuren verraten, dass das Nest genutzt wird.

Turmfalkengelege

Turmfalkengelege

Bei der Gelegenheit werfen wir einen Blick in den Turmfalkenkastenkasten wenige Meter nebenan. Wir finden drei schöne Eier im Gelege und  ziehen uns schnell wieder zurück.  

Steinkauzgelege 5 Eier im Ried

Steinkauzgelege 5 Eier im Ried

Ein Gelege mit fünf Eiern dann in der letzten Steinkauzröhre.

Fazit der Tour: es steht nicht wirklich gut um den Steinkauz, aber noch können wir hoffen. Wir benötigen dringend noch Freiwillige für die Pflege der letzten erfolgreich bebrüteten Streuobstwiesen. Interessiert? Melden Sie sich beim NABU Seeheim! Wir freuen uns über jeden aktiven Mitstreiter beim Naturschutz.

Teilnehmer: Willi, Max, Salem, Tino und Jan.

Apr 212017
 
Schlosspark Amphibienteich

Fotos: NABU/Tino Westphal – Pflegearbeiten am Schloss-Teich in Seeheim

Tausende Kaulquappen wimmeln auf den Steinen im Teich am Schlosspark in Seeheim.

Schlosspark Amphibienteich - Erdkrötenquppen

Tausende Kaulquappen wimmeln auf den Steinen im Teich am Schlosspark in Seeheim.

Die NABU-Aktiven fischen Algen ab, entfernen Äste und abgestorbenes Material und kürzen Weidentriebe im Uferbereich. Nadeln von exotischen Bäume, die nahe des Ufers wachsen, werden vorsichtig aus dem Wasser geholt. 

Schlosspark Falkenkasten

Falkenkasten über dem Schlossteich

Der im März neu angebrachte Falkenkasten ist noch nicht angenommen, das alte Krähennest daneben ist auch verwaist. Aber der Turmfalke ist im Park unterwegs.

Apr 202017
 

Turm der Tiere

Stangen suchen

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Stangen suchen im Wald

Der Gartenrotschwanz kommt spät aus den Überwinterungsquartieren und beginnt gerade, sein Nest einzurichten. In Eckis Garten ist ein Männchen  auf Wohnungssuche. Hoch gelegen soll sie sein, mit freiem Anflug und Sitzwarte. Also zieht die Feuersalamander-Gruppe los in den Wald, Stangen suchen. Eine umgefallene Buche legt sich in den Weg- ein bissel krumm, aber was solls.

Ein  NABU-Vogelkasten steht bereit, die und der soll den Turm der Tiere krönen. Der ist schon eine Weile im Bau und bekommt bei der Gelegenheit seine Dachterasse.

Eifrig werkeln die NAJUs auf der Terrasse am Vogelkasten. Die Tür klappert- das mindert den Wohnkomfort und muss behoben werden. 

Die Stange wird angebracht am Turm der Tiere. Eckis Bohrmaschine erfordert zwar Vodoo-Schüttel-Rituale, aber besser, als per Hand schrauben …

Ecki lacht bei der Bau-Abnahme aber tatsächlich muss es auch noch den Gartenrotschwänzen gefallen. 

Bergmolch Portrait

Ein Bergmolch im Naturgartenteich – die Amphibien hier kann man stundenlang erforschen.

Amphibien im Garten

Bergmolch, Grünfrosch, Hunderte Kaulquappen von Erdkröte und Gasfrosch.

Die Amphibien im Naturgarten kann man stundenlang erforschen.

Besuch am Hermelinweiher

Ein Paar Stockenten ist eingezogen. Es wimmelt von Kaulquappen und nur noch ganz wenige kleine Goldfische sind unterwegs. Es reicht aus, wenn wir den Teich im Herbst ablassen…

Fotos: Jan Zeissler