Mrz 092017
 
NAJU-Gruppe am Hermelinweiher 6

Foto: Jan Zeissler – Hermelinweiher

Gruppenstunde mit den Feuersalamandern 

Kontrolle der Amphibien-Aktivität in den von den Wühlmausgruppen gepflegten Gewässern

  • Wühlmausweiher: Bergmolch, wenig und trübes Wasser
  • Dornbachteich: ein Dutzend Grasfroschballen; die kleinen Tümpel auf dem Damm müssen von Laub befreit werden
  • Hermelinweiher: 20+ Grasfroschballen; Erdkröten beim Laichen
  • NAJU-Gruppe am Hermelinweiher 5Amphibienteiche am Wühlmausgarten: viele Grünalgen in einem Teich, keine Amphibien-Aktivität
Teich im Wühlmausgarten 1

Foto Jan Zeissler – Sonnenuntergang im Wühlmausgarten

Mrz 052017
 

Foto: Archiv – Gänsezug

Die Exkursion führte durchs Ried zur Knoblochsaue und weiter nach Hessenaue. Gesehen wurden Krick- und Reiherenten, Störche, 200 Schwäne, Grau -, Nil- und Kanadagänse und 200 – 300 Saatgänse. Die meisten waren schon nach Norden aufgebrochen.

Feb 282017
 
01 Graugansbestand Anfang Februar

Fotos: Willi Benz – Graugansbestand Anfang Februar

02 Rostgänse

Rostgänse

03 Ankunft des männlichen Brutstorches

Ankunft des männlichen Brutstorches

04 Bauversuche

Bauversuche

05 Hausherr (li.) mit neuer Partnerin

Hausherr (li.) mit neuer Partnerin

06 Nahrungssuche mit der Neuen

Nahrungssuche mit der Neuen

07 Badetag

Badetag

08 Gefiedertrocknung nach dem Bad

Gefiedertrocknung nach dem Bad

09 Altes Brutpaar wieder vereint

Altes Brutpaar wieder vereint

10. Fette Beute Regenwurm

Fette Beute Regenwurm

11 Rückgekehrter Rotmilan

Rückgekehrter Rotmilan

Auch im Februar gaben die Graugänse in der Landbachaue einige Rätsel auf. Nachdem im Vormonat Januar nahezu kein Graugänse in der Aue zu beobachten waren, zeigten sich ab Anfang Februar wieder zwischen 50 bis 200 dieser Wildgänse, um dann ab dem 19. Februar wieder – bis auf tageweise einzelne Vögel – wieder zu verschwinden. Derartige Populationsschwankungen, zumal kurz vor Beginn der Brutzeit dieser Gänseart, waren in dem bisherigen Beobachtungszeitraum ab 2011 noch nicht festzustellen. Über einen Zusammenhang mit dem zweiten Vogelgrippefall in der Landbachaue kann allenfalls nur spekuliert werden.

Die in wesentlich geringerer Anzahl in der Landbachaue beheimateten Nil- und Kanadagänse bekamen Ende Februar einen Kurzbesuch von einem Rostganspaar, einer Art, die im asiatischen Raum beheimatet ist und in Mitteleuropa den sogenannte Neozoen zugerechnet wird.

Ab Mitte Februar war die Landbachaue wieder vom Eis befreit, auch auf den stehenden Gewässerabschnitten, und bis Ende des Monats zeigte sich, dass das sechswöchige Frostwetter in Verbindung mit dem Wintersportbetrieb auf den westlichen Eisflächen Tribut gefordert hat. Die in diesem Bereich vorhandenen drei Reviere der Wasserralle wurden offensichtlich infolge der Störungen aufgegeben und der seit vier Jahren hier beheimatete flugunfähige Kormoran (eine fehlende Handschwinge) wurde ebenfalls nachhaltig vertrieben und ist vermutlich verhungert. Ebenfalls Opfer der frostigen Witterung sind die Eisvögel in der Landbachaue, die schon ab Mitte Januar nicht mehr zu sehen waren. Bekanntermaßen brechen die lokalen Bestände dieser bunt schillernden Vogelart bei Frostperioden schnell zusammen und es bleibt dann nur auf eine neue Zuwanderung dieser Art in den folgenden Sommermonaten zu hoffen.

Erfreulich hingegen war im Februar die wohlbehaltene Rückkehr des Storchenpaares der Landbachaue. Der männliche Brutstorch kehrte bereits am 3. Februar, und damit früher als in den Vorjahren aus seinem Winterquartier zurück und war sicherlich über sein Mitte Januar vom Sturmtief Egon zerstörtes Nest entsetzt. Noch am Tag seiner Ankunft startete der Storch aber die Versuche, auf dem nackten Mastkopf ein neues Nest zu bauen – ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen, da das angeschleppte Nistmaterial keinen Halt fand und immer wieder herab stürzte.

Mit der Montage des reparierten Nestkorbs am 8. Februar konnte dem Baumeister aber erfolgreich unter die Flügel gegriffen werden und bis Ende des Monats war das Nest dann für das kommende Brutgeschäft nahezu komplett ausgebaut und vorbereitet.

Die Brutstörchin aus den vergangenen Jahren traf dann am 15. Februar, also 12 Tage nach ihrem Partner, in der Landbachaue ein. Wie schon im Vorjahr hatte ihr Gefährte diese Zeit genutzt und sich zwischenzeitlich eine neue Partnerin angelacht. Mit der Rückkehr der Brutstörchin war diese Romanze aber, ebenfalls wie im Vorjahr, schlagartig beendet und das fremde Storchenweibchen außer Sichtweite vertrieben.

Auch die erneute Rückkehr des Rotmilans in die Landbachaue gehörte zu den positiven Beobachtungen im Februar. Dieser streng geschützte Greifvogel gehört zu den „Arten nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands“  und ist alljährlich in der Landbachaue vertreten.             

Feb 272017
 

Foto: Karl-Heinz Waffenschmidt – Märzenbecherwiese mit Schneeglöckchen am Mittelbachteich

Ein sonnigen Frühlingstag im Mittelbachtal mit einem Blütenmeer von Wildkrokus, Schneeglöckchen, Winterling und Märzenbecher.

Winterling und Wildkrokusblüte am Mittelbachteich

 

Feb 252017
 
Schaftrieb 3

Fotos: NABU/Tino Westphal – Die NABU-Schafe im Wald am Langen Berg.

Die NABU Schafe werden von der Winterweide an den Etzwiesen über Wald am Langen Berg auf die Sommerweisen am Malchener Blütenhang geführt.

Märchenteiche

Der Mönch an den Märchenteichen ist defekt- das Wasser läuft über den Damm ab. Die Gemeinde wurde informiert.

Jetzt kann der Frühling kommen- die Lämmer sind in 6 Wochen zu Ostern fest eingeplant… 

Durch den Wald


Malchen

Feb 212017
 
Einsatz am Wühlmausweiher 3

Fotos: NAJU/Eric Westphal – Einsatz am Wühlmausweiher

Heute haben die Wasserläufer den Wühlmausweiher so weit gereinigt, dass demnächst bei der Gemeinde Wasser bestellt kann: der trockene Winter hat den Wasserspiegel ungewöhnlich tief abgesenkt.

 

Ein schöner fetter Feuersalamander lief der Gruppe über den Weg…

Feb 212017
 

Tote Graugans vom 12.02.2017

Auch bei der am 12. Februar 2017 tot auf der westlichen Wasserfläche in der Landbachaue treibenden Graugans haben die Untersuchungen des Hessischen Landeslabors Gießen und des Friedrich-Loeffler-Instituts in Riems das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen. Insgesamt gibt es aktuell in Hessen 14 neue Vogelgrippefälle, davon allein 11 in Südhessen.

Trotz kritischer Sicht des NABU, des WAI und vieler ornithologischen Experten orientiert das zuständige Hessische Umweltministerium seine Erlasse und Anordnungen zum Umgang mit der Vogelgrippe weiterhin an den in Fachkreisen mittlerweile hoch umstrittenen Risikoeinschätzungen und Empfehlungen des Friedrich-Loeffler-Instituts.  

Feb 182017
 
Kiebitzpolder 5 10x15s

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz im Kiebitzpolder

Sieben Aktivisten des NABU Seeheim-Jugenheim stellten in der Landbachaue einen Elektrozaun auf, der Kiebitzen einen Schutzraum für eine Brut bieten soll.

Jetzt hoffen wir darauf, dass Kiebitze dieses Angebot annehmen. Ganz in der Nähe gab es 2015 einen Bruterfolg.

Unabhängig davon wollen wir in unserem Bereich (Pfungstadt, Bickenbach, Alsbach-Hähnlein) alle Kiebitzbewegungen erfassen, damit wir weitere Erfahrungen zu dem Vogel und seinem Aufenthalt sammeln.

Kiebitz-Beobachtungen bittet der NABU Seeheim ab sofort bis Ende Mai 2017 zu melden an Willi Benz und Roland Tichai (Anzahl, Ort, Flug- bzw. Zugrichtung, Besonderheiten). Von besonderem Interesse wäre natürlich, wenn der Kiebitz sich an einem Standort länger aufhält, Balzverhalten zeigt oder gar brütet.

Bitte Meldungen per Mail an

benz.bickenbach@gmail.com

oder

Roland.Tichai@t-online.de

Ende März und Ende April werden Zwischenberichte und Ende Mai/Anfang Juni dann einen Abschlussbericht veröffentlicht.

 

Feb 142017
 

Foto: Roland Tichai – Auf dem Resteis in der Landbachaue ruht sich ein Trupp Graugänse aus.

Zusammenrücken. Das war insbesondere für die Wasservögel in diesem Winter eine Notwendigkeit. Wasserflächen eisfrei halten, gemeinsam Schutz und Wärme suchen, aber auch um die Nahrung streiten. Immer ist die Nähe der Garant für das Leben und Überleben.

 

Jan 312017
 
01 Winterliche Auenlandschaft

Fotos: Willi Benz – Winterliche Auenlandschaft

02 Rastende Wasservögel vor dem Wintersportbetrieb

Rastende Wasservögel vor dem Wintersportbetrieb

03 Größenvergleich Stock- und Krickente

Größenvergleich Stock- und Krickente

04 Krickente (Erpel)

Krickente (Erpel)

05 Mandarinente

Mandarinente

06 Silberreiher auf Nahrungssuche

Silberreiher auf Nahrungssuche

07 Silberreiher mit Schmuckfedern

Silberreiher mit Schmuckfedern

08 Harte Zeit für Graureiher

Harte Zeit für Graureiher

09 Eisvogel am Kanal

Eisvogel am Kanal

10 Nutria im Schneetreiben

Nutria im Schneetreiben

11 Nutria an Brombeere

Nutria an Brombeere

12 Bekassine

Bekassine

13 Weibliche Kornweihe

Weibliche Kornweihe

14 Sperber auf Ansitz

Sperber auf Ansitz

15 Rastender Mäusebussard

Rastender Mäusebussard

Das frostige Winterwetter des Januars forderte der Tierwelt in der Landbachaue einiges ab. Zur Monatsmitte hatten die stehenden Wasserabschnitte schnell eine geschlossenene Eisdecke und fielen somit als Nahrungsquelle aus. Durch den ab Mitte Januar einsetzenden und im Natura 2000/EU-Vogelschutzgebiet Landbachaue unzulässigen(!) Wintersportbetrieb wurde zudem den Wasservögeln, insbesondere den Gänsen, die bei dieser Witterung dringend notwendigen Rast- und Ruheflächen entzogen.

Stockenten, Krickenten und Pfeifenten wichen notgedrungen in den weniger zugänglichen Innenbereich der Landbachaue aus, um dem Trubel auf den Eisflächen  im westlichen Gebiet weit möglichst zu entgehen. Exotischer Entenbesuch erschien mit dem Auftauchen einer männlichen Mandarinente, die mit ihrer Farbenvielfalt für einen nicht übersehbaren Farbtupfer in der Aue sorgte. Für die Gänse, die auf offene und frei überschaubare Rast- und Ruheflächen angewiesen sind, blieb in der zweiten Januarhälfte in der Landbachaue kein Raum mehr.

Die gefrorenen Böden und die vereisten Wasserflächen zwangen die Grau- und Silbereiher zur Nahrungssuche in den eisfreien Bachabschnitten; ebenso erging es den Eisvögeln, die sogar die kanalisierten Bachabschnitte auf der wenig erfolgreichen Suche nach Beute abflogen. Länger anhaltende Frostperioden können bei diesen Vogelarten leicht zu einem Zusammenbrechen von lokalen Populationen führen.

Auch die Nutria der Landbachaue hatten ihren Kampf mit dem Januarwetter. Auf ständige Nahrungszufuhr angewiesen, machten sie sich sogar über die Blätter und selbst die dornigen Stiele der Brombeerhecken her. Auch diese, ursprünglich aus Südamerika stammende Nagerart wird durch frostige Witterung oft stark dezimiert.

Erfreulich waren im Januar die mehrfachen Sichtungen von Bekassinen, die mit ihren langen Schnäbeln an den eisfreien Bachrändern nach Nahrung stocherten. Ein guter Jahresanfang und begründete Hoffnung, dass sich diese stark gefährdete Schnepfenart dauerhaft in der Landbachaue etablieren wird.

Ebenso erfreulich war die Beobachtung einer weiblichen Kornweihe, die den heimischen Turmfalken, Sperbern und Mäusebussarden für ein paar Tage Gesellschaft leistete und bei ihren Suchflügen dicht über dem Boden atemberaubende Flugmanöver zeigte.