Apr 222017
 

Fotos: Philipp Urban – NABU-Vogelstimmenexkursion – Vögel am Waldrand und im Wald

Unter Leitung von Eckhard Woite und Angela Hille gehen wir eine Strecke am Waldrand im geplanten Baugebiet Verlängerung Odenwaldstraße ab und wenden uns dann Richtung Waldinneres ins Naturschutzgebiet.

Steppenwolfsmilch auf der NABU-Pflegefläche

Am Wegbeginn passieren wir das Pflegegrundstück im Wald – zu dieser frühen Jahreszeit fällt hier die Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana) ins Auge – bis zur Botanische  Exkursion mit Dr Hillesheim Mitte Mai wird sicher noch mehr blühen.

Auffällig tanzen Kleinschmetterlinge am Pfad – später von Angela Hille bestimmt als Adela reaumurella.

Kleines Wintergrün im NSG.

Im Naturschutzgebiet finden wir als botanische Besonderheit das Kleine Wintergrün (Pyrola minor) – die Blüten sind noch geschlossen. Die empfindlichen Pflänzchen werden sorgfältig eingezäunt und gehegt. 

An den Holzlagerstellen an den Wegsäumen (wir berichteten im Dezember 2016) im Naturschutzgebiet haben sich noch keine der seltenen Pflanzen gezeigt – wie groß die Schäden durch die unsachgemässe Holz-Lagerung sind, müssen wir im Laufe des Frühjahrs weiter prüfen.

Liste der Vögel – gehört und gesehen an diesem späten Nachmittag.

  • Mönchsgrasmücke
  • Amsel
  • Ringeltaube
  • Rotkehlchen
  • Buchfink
  • Girlitz
  • Schwarzspecht
  • Singdrossel
  • Buntspecht
  • Kohlmeise
  • Eichelhäher
  • Zilpzalp


Nicht vergessen: am 21.05.2017 ab 10:00 Uhr get es zur Botanischen-Exkursion in den Seeheimer Wald– die  Tour mit sehr ähnlicher Streckenführung aber mit botanischem Schwerpunkt.

Ein zusätzlicher Fotobericht von Torsten und Sandra Leveringhaus findet sich auf Facebook…

Apr 212017
 
Schlosspark Amphibienteich

Fotos: NABU/Tino Westphal – Pflegearbeiten am Schloss-Teich in Seeheim

Tausende Kaulquappen wimmeln auf den Steinen im Teich am Schlosspark in Seeheim.

Schlosspark Amphibienteich - Erdkrötenquppen

Tausende Kaulquappen wimmeln auf den Steinen im Teich am Schlosspark in Seeheim.

Die NABU-Aktiven fischen Algen ab, entfernen Äste und abgestorbenes Material und kürzen Weidentriebe im Uferbereich. Nadeln von exotischen Bäume, die nahe des Ufers wachsen, werden vorsichtig aus dem Wasser geholt. 

Schlosspark Falkenkasten

Falkenkasten über dem Schlossteich

Der im März neu angebrachte Falkenkasten ist noch nicht angenommen, das alte Krähennest daneben ist auch verwaist. Aber der Turmfalke ist im Park unterwegs.

Mrz 262017
 

Im letzten Jahr haben wir ja mit großer Beteiligung der Bevölkerung einen neuen Kirschgarten am Seeheim-Malchener Blütenhang angelegt. Wir wollen den Ruf der Bergstraße als Frühjahrs-Blütenparadies wieder mit Leben füllen, wenigsten hier in Seeheim. Diese frisch gepflanzten Bäume müssen nun in den ersten 2-3 Jahren im Sommer (Mai bis August) vor allzu trockenem Boden geschützt werden, d.h. ab und zu muss gegossen werden. Ausreichend Wasser ist in Containern auf dem Gelände vorhanden, aber es muss mit Schlauch und Eimer zu den Bäumen gebracht werden, je nach Witterung bis zu 2 mal pro Woche. Diese Arbeit schaffen wir vom NABU nicht allein, und suchen deshalb Mitstreiter. Mindestens zwei Personen sollten die Arbeit zusammen durchführen (wir stellen auch Teams zusammen), wir rechen mit einem Zeitaufwand von 1 – 1,5 Stunden (zu zweit, ein Gießvorgang). Alle nötigen Gerätschaften sind vorhanden.

Haben Sie Lust, mitzumachen? Werden Sie für begrenzte Zeit Teil eines der schönsten Projekte des NABU Seeheim-Jugenheim. Bei Interesse zur Mithilfe laden Sie sich bitte unser kleines Formular herunter füllen es aus und geben Sie es möglichst bis Anfang April ab bei Michael Theurich, Fliederweg 22a, Seeheim (Spätere Meldungen sind ebenfalls noch willkommen, im Sommer ist es am trockensten). Wir werden uns Sie dann bei Ihnen melden. Gerne können Sie auch Freunde und Bekannte ansprechen.

Vielen Dank!

Download: Bereitschaft zur Gießpatenschaft

 

Mrz 242017
 

Die Schafgruppe beim NABU Seeheim hat eine neue Führung- nach über fünf Jahren hat Zelke die Leitung der Gruppe an ein neues Team übergeben.

NABU-Vorstand und die Mitglieder der Schafgruppe danken Zelke für ihre langjährige engagiert Arbeit. 

Die Organisation der täglichen Weiden-Kontrollgänge und die langfristige Weidenplanung übernimmt Marianna. Max wird die Webseiten der Schafgruppe pflegen. Thomas kümmert sich um Schlachtung und Marketing.

Natürlich gibt es wieder einen Schafschurevent.

Mit einem guten Dutzend freiwilliger Helfer ist die Schafgruppe gut aufgestellt – fleißige Neuschäfer sind immer herzlich willkommen.

Wir freuen uns schon auf die Osterlämmer!

 

Mrz 242017
 

Neues Fest am Blütenhang

Im November letzten Jahres feierte der NABU Seeheim-Jugenheim sein 60jähriges Jubiläum, in dem er 60 Obstbäume pflanzte. Darunter sind 30 verschiedene Kirschsorten. Wenn sie einmal alle Früchte tragen und jemand nicht weiß, welche Kirschsorte er in seinen Garten pflanzen will, dann kann er hier naschen und so die für ihn beste Sorte finden.

 Die Kirschgarten-Pflanzaktion war ein großer Erfolg. Den NABU freute besonders, dass sich innerhalb sehr kurzer Zeit 60 Sponsoren für die 60 Obstbäume fanden. Das ermutigte ihn jetzt zusammen mit den Wühlmäusen ein neues Experiment zu wagen: Ein Kirschlütenfest.

Die erste Baumblüte in Deutschland gibt es an der Bergstraße. So hieß es früher und die Frage ist: Gilt das heute noch? Große Bergstraßengebiete wurden zugebaut und hinter Alsbach beginnt der Weinbau. Aber der Blütenhang zwischen Seeheim und Malchen existiert noch und hier wachsen und blühen auch noch viele Kirschbäume. Damit sich möglichst viele Menschen an der weißen Pracht erfreuen können, soll es das Blütenfest geben.

Ein großes Problem bestand in der Bestimmung des Blühzeitpunktes, der ja auch noch auf ein Wochenende fallen musste.  Der NABU meinte, er bräuchte für die Vorbereitung dieses für ihn völlig neuen Events 3 Wochen Zeit und so fragte er das Wühlmausorakel, das den 2. April als günstigsten Sonntag prophezeite.

Es soll Kuchen, Kaffee und andere Getränke geben. Außerdem Infos zu Blütenhang und Obstbau, sowie kleine Führungen. Die Schilder mit den Namen der Spender und Obstsorten sollen an allen Bäumen hängen. Weiterhin wird der Gießplan weiter entwickelt. Denn die frisch gepflanzten Bäume müssen in den ersten beiden Sommern mit Wasser versorgt werden.

Der Kirschgarten befindet sich am Radweg Seeheim Malchen in der Höhe des Röderhofes. Das Kirschblütenfest beginnt am Sonntag, dem 2.4.2017  um 15 Uhr. Über Kuchenspenden würden sich die Kirschblütler gewaltig freuen, Weitere Infos unter: NABU Seeheim, Die Wühlmäuse Malchen oder Tel. 06151 / 595251.

 

Mrz 012017
 

Die erfahrenen Kletterer der Firma Sturmspalter brachten einen Falkenkasten hoch oben in einer Fichte am Seeheimer Schloßpark an. Das von den ansässigen Turmfalken bisher genutzte Krähennest im Nachbarbaum ist nicht mehr sehr stabil. 

Unser Dank an die beiden freiwilligen Naturschützer Richard Spalt und Jürgen Sturm.

Feb 172017
 
Ehrung Stefan Leng

Ehrung durch Landesvorsitzenden des NABU Hessen Gerhard Eppler (rechts im Bild) bei der NABU-JHV: Stefan Leng (Bildmitte), Stellvertretender Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim erhält die Bronzene Ehrennadel des NABU.

Die Jahreshauptversammlung des NABU wurde mit Grußworten des Bürgermeisters von Seeheim-Jugenheim Olaf Kühn und des Bürgermeisters von Alsbach-Hähnlein Georg Rausch eröffnet.

Grußwort Olaf Kühn, Bürgermeister der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Bürgermeister Kühn bedankt sich beim NABU für sein Engagement und u.a. für die Ausrichtung der Messe natur-garten-kunst in Malchen.

Unter anderem berichtete er über die einstimmige Zustimmung des Umweltausschusses vom 24.01.2017 zum Naturschutzgebiet am Blütenhang. Zum Thema Bebauung in der Verlängerung der Odenwaldstraße war es dem Bürgermeister wichtig klarzustellen, dass in einer kürzlich veröffentlichten Pressemeldung fälschlicherweise zitiert wurde, dass die Anwohner etwas gegen Flüchtlinge hätten.

Grußwort Georg Rausch, Bürgermeister der Gemeinde Alsbach-Hähnlein

Bürgermeister Rausch bedankt sich für die Einladung zur JHV und für die Pflanzaktion von 500 Waldsetzlingen und wünscht sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem NABU Seeheim-Jugenheim.

Eröffnungsrede – Tino Westphal, Vorsitzender der NABU Gruppe Seeheim-Jugenheim

Tino Westphal teilt zwei Beobachtungen mit der JHV:

Seine erste Beobachtung betrifft die Zusammenarbeit des NABU mit der MHI (Mitteldeutsche Hartsteinindustrie). Hier wird Naturschutz in den Betriebsablauf integriert. Die Betriebsleitung und der NABU Seeheim-Jugenheim installieren Natur-/Artenschutz im Steinbruch, zum Vorteil von Gelbbauchunke und Wechselkröte, die fast nur noch in Steinbrüchen vorkommen.

Die zweite Beobachtung machte er auf der Info-Messe in Malchen. Die Messe ist eine gute Kommunikationsplattform und ermöglicht das Gespräch zwischen Menschen und Vereinen, auch mit kontroversen Meinungen. So begrüßen Vertreter des Blütenhang-Vereins z. Bsp. den ehrenamtlichen Naturschutz, lehnen aber ein Naturschutzgebiet vehement ab. Unter anderem aus Sorge von Enteignungen.

Westphal stellte klar, dass Naturschutz und Pflege nicht umsonst zu haben sind, auch nicht vom NABU. Die Sorge vor Enteignung ist unberechtigt. Niemand wird gezwungen, sein Land zur Verfügung zu stellen. Aber wenn wir Mittel für Pflege bekommen wollen, dann ist die Ausweisung als NSG ein erster Schritt in die richtige Richtung. Für den langfristigen Erhalt des Blütenhanges als Kulturlandschaft aber wird das nicht reichen. Dafür sind Ideen für Nutzungskonzepte erforderlich und die Beiträge des Blütenhangvereins dafür sind bisher dürftig.

Grußworte – Herr Eppler, Vorsitzender des NABU Hessen Landesverbandes

Herr Eppler legte die Kerngedanken der aktuellen politischen Arbeit des NABU dar. Der NABU Hessen fordert so gegenüber der Landespolitik, bisher Erreichtes bis zum Ende der Legislaturperiode sicherzustellen. So sollten schnellstmöglich insbesondere die großen stillgelegten Waldflächen von mindestens 1000ha unter Schutz gestellt werden. Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie muss vorangetrieben und z. Bsp. Ufergrundstücke in die öffentliche Hand gebracht werden. Mit der Energiewende als drittem Schwerpunkt muss Klimaschutz mit dem Artenschutz in Einklang gebracht werden.

Bericht der NABU Gruppe

Bericht der NAJU Gruppe
von Sabine Durst

Bericht der Schafgruppe
von Thomas Stöhr

Die Ehrung verdienter Aktivisten der NABU Gruppe wurde vom Landesvorsitzenden des NABU Hessen, Gerhard Eppler vorgenommen.

Die Ehrenurkunde des NABU erhielten

  • Thomas Stöhr
  • Ulrike Steinmetz
  • Sabine Durst
  • Roland Tichai

Die Ehrennadel in Bronze des NABU wurde von Gerhard Eppler an Stefan Leng, dem Stellvertretenden Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim für seine erfolgreiche Vorstandsarbeit überreicht.

 

Jan 262017
 

Foto: das Holzlager im Naturschutzgebiet wird aufgelöst.

Das Holzlager (wir hatten berichtet am 5.12.2016) im Naturschutzgebiet Kalksandkiefernwald bei Seeheim wird aufgelöst: mit schweren Holztransporten werden die Kiefernstämme verladen und abtransportiert.

Die Naturschützer waren in Sorge, dass durch die Arbeiten ohne hinreichende Berücksichtigung der Naturschutzbelange insbesondere  wertvollen Pflanzen in den Saumbereichen des Waldes nachhaltig geschädigt wurden.

Wir werden uns die Bereiche in der Vegetationsperiode nochmals näher ansehen.

Jan 202017
 
Helferessen 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Helferessen des NABU Seeheim

Eingeladen ware zum traditionellen Helferessen zum neuen Jahr alle aktiven NABU-Mitglieder: egal, ob bei der Pflege der Streuobstwiesen am Blütenhang, der Kontrolle von Vogelkästen oder den Pflegemaßnahmen an unseren Amphibiengewässsern oder bei der Schafgruppe oder bei den viele NABU-Projekte des letzten Jahres – alle waren an diesem Abend willkommen. Festzustellen ist: noch nie waren so viele Menschen ehrenamtlich aktiv beim NABU Seeheim. Darunter auch unsere freiwilligen Helfer unter den Geflüchteten.

Ein schöner Abend in gemütlicher Runde für alle NABUs. 

Dez 182016
 

Schaftrieb 01Die NABU-Schafe werden auf die Winterweide an den Märchenteichen geführt.

Der Weg führt von der Weide im Norden Malchens durch den Buchenwald am Langen Berg, vorbei am 10-Wege Platz.

Schaftrieb 03

Holzlager am 10-Wege-Platz am Langen Berg über Seeheim

In den letzten Monaten waren am langen Berg täglich die Motorsägen zu hören. Und so präsentiert sich der 10-Wege-Platz als Holzlager. Der umliegende Wald hat nicht nur viel Holz, sondern auch viel an an ästhetischem Wert verloren. Es dominiert jetzt einheitlicher Jungwald.

Naturschützer beklagen, dass viel zu wenigen Bäumen erlaubt wirdalt zu werden. Die Altersstruktur unseres Waldes mit viel zu geringem Totholzanteil und die auf viele Jahre hinaus schädigenden Bodenverdichtung der schweren Baumvollerntemaschinen sind wesentliche Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt im Wald. Leider nimmt HessenForst im Staatswald selbst in Naturschutzgebieten keine Rücksicht auf den Artenschutz und richtet damit massiven Schaden an, wie vom NABU beklagt.

Harvester auf dem Langen Berg 2

Tief haben sich die Spuren des Harvesters in den Waldboden gedrückt

Hier im Gemeindewald wäre es natürlich zuallererst Sache des Waldbesitzers – der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, auf hinreichende Beachtung der Interessen des Naturschutzes zu dringen. So kam es erst kürzlich im Naturschutzgebiet Kalksandkiefernwald bei Seeheim akut zu Schäden bei Rote Liste Arten, die mit vertretbarem Aufwand vermeidbar gewesen wären und die mit dem Ziel der Nachhaltigkeit im Forst nicht zu vereinbaren sind. Es gibt, auch wenn Servicedienstleister Hessenforst gern auf die Anwendung der von ihm ausgeübten sogenannten Guten Forstliche Praxis verweist, auch schonendere Methoden der Holzwirtschaft. 

Schaftrieb 04

Baumruine – ein Opfer der Wegesicherung

Einem wahren Methusalem unter den Bäumen begegnen wir zum Ende der Wanderung im Talverlauf kurz vor den Märchenteichen. Leider nur noch als traurige Baumruine. Die uralte Buche am Wegesrand war von innen mit Pilzen besiedelt und deshalb brüchig und wurde offensichtlich im Interesse der Wegesicherung verstümmelt. Leider zwingt das Gesetz, auch wenn es kürzlich abgemildert wurde, den Waldbesitzer häufig zu Fällaktionen. Hier im Staatsforst haftet der Förster persönlich und vermeidet verständlicherweise besser jedes Risiko, auch an einem wenig frequentiertem Waldweg.   

Schaftrieb 07Die Schafe sind gut im Winterquartier an den Märchenteichen angekommen.