Okt 092016
 
LVV Wetzlar Gerhard Eppler

Fotos: NABU/Tino Westphal – Eröffnung der NABU LVV in Wetzlar durch den NABU-Landesvorsitzende Gerhard Eppler.

Etwas willkürlich zwei Themen aus der grossen Vielzahl sollen herausgegriffen werden

  • Vortrag Prof Michel Rademacher „Rohstoffabbaugebiete zwischen Betrieb und Biodiversitäts-Hotspot- eine große Chance für die Naur?“ –  für den NABU Seeheim von Interesse, denn auch mit der MHI wird der NABU eine Kooperation eingehen. Die Steinbrüche in Nieder-Beerbach und Waschenbach liegen hier im Fokus.
  • Mark Harthun lässt eine Resolution zur Waldpolitik mit den Forderungen des NABU an die Landespolitik bis zum Ende der Legislaturperode abstimmen.

 

LVV Wetzlar Holger Mai

Hartmut Mai stellt Prof. Rademacher vor.

LVV Wetzlar Prof. Michael Rademacher

Vortrag Prof. Michael Rademacher

LVV Wetzlar Mark Harthuhn - Resolution zur Waldpolitik

Mark Harthun – Resolution zur Waldpolitik

Sep 172016
 

Bildbericht von Mahmoud Bandeh Khoda

Anti-CETA Frankfurt 11

Fotos: Mahmoud Bandeh Khoda – der Demonstrationszug in der Frankfurter City

Anti-CETA Frankfurt 1

Treff der NABU Aktivisten in Frankfurt

Die NABUs treffen sich vor der Alten Oper…

https://www.facebook.com/NABU.Hessen/photos/a.1027540447344199.1073741841.109204345844485/1027540530677524/?type=3&theater&notif_t=notify_me_page&notif_id=1474211104238521

50 000 Teilnehmer haben die Veranstalter der Demonstration gegen die beiden Freihandelsabkommen TTIP und CETA am Samstag gezählt, die Polizei immerhin noch 25 000…

 

Anti-CETA Frankfurt 14und schließen sich der Demo an.

Impressionen von der Demo:

Jul 242016
 
01 Blick das Binntal hinauf

Fotos: Dennis Sanetra – Blick das Binntal hinauf

02 Weißbindiger Bergwald-Mohrenfalter (Erebia euryale adyte) der etwas dunkleren Unterart ssp. adyte

Weißbindiger Bergwald-Mohrenfalter (Erebia euryale adyte) der etwas dunkleren Unterart ssp. adyte

03 Blick ins Haupttal auf Brig und den dahinter liegenden Simplonpass von der Belalp aus. Der Große Aletschgletscher, gut zu erkennen sind die fast vegetationslosen Gebiete oberhalb des Gletschers, sie markieren den ehemaligen Gletscherstand.

Blick ins Haupttal auf Brig und den dahinter liegenden Simplonpass von der Belalp aus.

04 Der Große Aletschgletscher, gut zu erkennen sind die fast vegetationslosen Gebiete oberhalb des Gletschers, sie markieren den ehemaligen Gletscherstand.

Der Große Aletschgletscher, gut zu erkennen sind die fast vegetationslosen Gebiete oberhalb des Gletschers, sie markieren den ehemaligen Gletscherstand.

05 Das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta) war ziemlich häufig auf der Belalp, aber nur selten so fotogen.

Das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta) war ziemlich häufig auf der Belalp, aber nur selten so fotogen.

06 Hadena laudeti (ohne deutschen Namen) kann man schon als Rarität bezeichnen. Gibt es in Europa außer im Wallis nur in Südfrankreich und Griechenland. Schön ist sie natürlich außerdem.

Hadena laudeti (ohne deutschen Namen) kann man schon als Rarität bezeichnen. Gibt es in Europa außer im Wallis nur in Südfrankreich und Griechenland. Schön ist sie natürlich außerdem.

07 Den Ockergelbe Blattspanner (Camptogramma bilineata) gibt es zwar auch hier häufig, aber schön ist er trotzdem.

Den Ockergelbe Blattspanner (Camptogramma bilineata) gibt es zwar auch hier häufig, aber schön ist er trotzdem.

08 Blick über das Hochplateau auf dem Simplonpass

Blick über das Hochplateau auf dem Simplonpass

09 Darwin's Heufalter (Coenonympha darwiniana)

Darwin’s Heufalter (Coenonympha darwiniana)

10 Der Simplonadler bewacht bis heute den Simplonpass.

Der Simplonadler bewacht bis heute den Simplonpass.

Die Zeit der Heuernte im Wallis bringt es mit sich, dass die Wiesen in den Tälern fast alle ratzeputz gemäht waren- nicht perfekt für SchmetterlingsSucher. Wenigstens werden die Wiesen nur zweimal gemäht und anschliessend beweidet, was sich durchaus in der Schmetterlingsvielfalt widerspiegelt. Auf den wenigen ungemähten Wiesen flogen direkt Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Weißkernaugen (Satyrus ferula) und Braunaugen (Lasiommata maera).

In den grossen Tallagen herrschte hohe Temperaturen von teilweise über 30 °C, weshalb an Fotos von Schmetterlingen oft nicht zu denken war. Schmetterlinge sind bei diesen Bedingungen einfach zu aktiv.

Als erstes ging es ins Binntal. Das Binntal ist für Schmetterlinge eines der besten Gebiete im Wallis. Dort flogen unter anderem Dukatenfalter (Lycaena virgaureae),Braunaugen (Lasiommata maera), Berg-Mohrenfalter (Erebia euryale adyte) und Hochmoorgelbling (Colias palaeno).

Dann musste natürlich nochmal der Aletschgletscher besichtigt werden, bevor er geschmolzen ist. Also rauf auf die Belalp von wo man einen schönen Blick auf die Gletscherzunge hat. Wenn man Bilder von den letzten Jahren vergleicht, kann man erkennen, dass der Gletscher mal wieder ein großes Stück eingebüßt hat. Wenn das so weiter geht, taugt der Gletscher bald nur noch für den Eistee. Dabei ist der Aletschgletscher der größte Gletscher der Alpen nach Fläche und Ausdehnung und sollte so gegen kurzzeitige Temperaturschwanken recht immun sein. Das ist auch besser so, denn es war trotz einer Höhe von über 2000 m recht warm dort oben. Seit seinem Höchststand während der Kleinen Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Gletscher gut 2,5 km Länge eingebüßt.

An Schmetterlingen flog vor allem das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta) sehr viel und auch ein Exemplar des Schillernden Mohrenfalters  (Erebia tyndarus) zeigte sich.  Sobald man auf über 2000 m steigt, erübrigt sich das Problem mit Wiesenmahd und ähnlichem, hier kann den Schmetterlingen eigentlich nur noch der Tourismus (vor allem der Skitourismus) gefährlich werden.

Ein paar Nachtfalter blieben auch nicht aus. Es war schon erstaunlich, was da alles so rumwuselte. Da kann man schön den Unterschied zur halbwegs toten „Natur“ in unserer Umgebung erkennen.

Hadena laudeti (ohne deutschen Namen) kann man schon als Rarität bezeichnen. Gibt es in Europa außer im Wallis nur in Südfrankreich und Griechenland. Schön ist sie natürlich außerdem.

Zum Schluss noch der Simplonpass, das Wetter war an dem Tag eher grenzwertig, es zogen Wolken von Italien herüber und es war sehr windig. Trotzdem waren die Falter noch sehr aktiv, die sind das vermutlich auch gewohnt.

Die Passhöhe liegt ziemlich genau 2000 m hoch und bildet ein größeres Hochplateau, eingerahmt von den umliegenden Bergen. Hier flogen ein Großteil der typischen Gebirgsarten, darunter Hochmoorgelbling (Colias palaeno), Alpen-Gelbling (Colias phicomone), Alpenmatten-Perlmutterfalter (Boloria pales), Hochmoor-Bläuling (Plebejus optilete), Berg-Mohrenfalter (Erebia euryale), Schillernder Mohrenfalter (Erebia tyndarus) und mehr oder weniger der Hauptgrund für den Besuch: Darwin’s Heufalter (Coenonympha darwiniana). Diese unscheinbare Art kommt nur begrenzt in den Südalpen vor und steht vor allem der zuvor erwähnten Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta) sehr nahe. 

Jun 052016
 
Foto: Roland Tichai - Purpurreiher

Foto: Roland Tichai – Purpurreiher im Waghäusel

Heute waren Julian, Henry, Ricky, Ecki und Uli bei Waghäusel in einem der besten Vogelbeobachtungsgebiete unserer Region. Unter feucht heißer Sonne durchquerten wir einen Wegabschnitt, der für den kleinen Julian wohl das Tages-Highlight war – ein Pfützenparadies! Danach ging es immer auf Dämmen trockenen Fußes durch ein weitläufiges Teich- und Feuchtgebiet mit offenem Wasser und großen Schilfabschnitten. Wir hatten so einen wunderbaren Überblick und holten uns mit unseren Ferngläsern die Vogelwelt ganz nah heran. Einige „Ornis“ (Ornithologen) trafen wir, die unglaublich geduldig an ihren riesigen Kamerastativen auf das ultimative Bild ausharren können. Zwischendurch gabs Bänke zum Verweilen und als ein Gewitter uns streifte kamen wir gerade an einer Vogelbeobachtungshütte vorbei mit Lukenfenstern, von wo aus mensch unbemerkt die Vögel beobachten kann. Der Regen brachte etwas Abkühlung und die Luft füllte sich wieder mit dem süßen Duft zahlloser riesiger blühender Holunder. Auf dem Rückweg entdeckten wir sogar noch eine Nutriafamilie mit vier Jungen. Das war ein schöner, gemütlicher, lehrreicher gemeinsamer Naturerlebnisausflug!

Liste der Vögel, die wir gesehen und/oder gehört haben:

Hausspatz, Nachtigall, Eichelhäher, Elster, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Kuckuck, Zilpzalp, Fasan, Schwan, Stockente, Reiherente, Lachmöwe, Tafelente, Bläßhuhn, Schwarzhalstaucher, Kolbenente (mit Kücken), Graureiher, Kormoran, Rohrammer, Purpurreiher (mit Nachwuchs), Kanadagans, Kanadagans-Hybride (?) – Hawaigans (?), Rohrweihe, Teichrohrsänger, Silberreiher, Blaukehlchen, Goldammer, Grünfink, Mauersegler, Rauchschwalbe, Amsel, Nilgans (mit Nachwuchs), Dohle, Bachstelze, Rabenkrähe, Star, Ringeltaube.

39 verschiedene Vogelarten insgesamt

 

Mai 292016
 

naju-logo
Vier Tage verbringen junge und alte Wühlmäuse auf der Fränkischen Saale.

Da der Wasserstand gut ist, können wir bei Bad Neustadt einsetzen. Die Saale ist im Oberlauf ein munteres Flüsschen…

Und hier der Bericht im Detail mit tollen Fotos:

Karte der Tour:

Tour Fränkische Saale

Apr 212016
 
Foto: Roland Tichai - Schwarzhalstaucher

Foto: Roland Tichai – Schwarzhalstaucher

Einen Vorgeschmack auf die geplante Vogelbeobachtung bei Waghäusel (Wagbachniederungen) am 05.06.2016 liefert NABU-Mitglied Roland Tichai mit seinen Bildern aus einem der schönste Vogelschutzgebiete, die wir im Umfeld haben:

Foto: Roland Tichai - Purpurreiher

Foto: Roland Tichai – Purpurreiher

„Ich hatte manchmal das Gefühl, ich stehe vor einer riesigen Leinwand und es läuft ein Naturfilm. Das Gebiet ist auch riesig (240 ha) und man kann sich in jeder Richtung austoben – oder einfach auf der Stelle bleiben, wo es einem gefällt. Ich habe ca. 50 – 60 Vogelarten gesehen und viele davon auf fotografiert- unter anderem den Schwarzhalstaucher und ebenso den Purpurreiher.“

Die Vögel im Naturschutzgebiet sind sehr vertraut.

Okt 242015
 
Lachmöwe mit Muschel

Foto: NABU/Tino Westphal – Lachmöwe mit Muschel

Eine Lachmöwe hat bei der Nahrungssuche am Strand des Atlantiks in der Bretagne unvorsichtig ihren Fuß in einer Muschel platziert. Die Muschel hat zugeschnappt und jetzt trägt der Vogel erst einmal an einer schweren Bürde.
Ergibt sich die Frage: wer hat hier eigentlich wen gefangen?

Der milde Westen und Süden Frankreichs ist wichtiger Überwinterungsplätze für unsere Zugvögel – im Wasservogel-Schutzgebiet im südlichen Teil des Golfs von Morbihan und an vielen Stränden des Atlantiks finden sich jetzt tausende von Enten und Watvögeln ein.

Okt 032015
 
Überlebenstour - Start Gruppenbild

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Start zur Überlebenstour

Ausgesetzt. Irgendwo. Kein Mensch da, nur Ruinen. Totalausfall aller elektronischen Geräte.
Es gibt Hinweise und Gerüchte über ein geheimes Lager. Und eine Karte mit Luftbildern aber ohne Namen.
Wenigstens sind wir wetterfest ausgerüstet; Messer, Taschenlampe, Wasserflasche und Taschen/Rucksack für gefundene Nahrung haben wir dabei.

Die Regel

  • keine elektronischen Geräte
  • Nahrung aus dem Wald von Wiesen oder von abgeernteten Flächen und Bäumen

NAJU Teamer: Tamara und Tino


Rimdidim

Rimdidim Ruine 2

Ausgesetzt: Brandruine am Rimdidim.

Eine Brandruine mitten im Wald.
Wo sind wir denn hier gelandet – irgendwelche Hinweise?

Rimdidim Ruine - Klo mit Brombeerranke

Klo mit Brombeerranke

Rimdidim Ruine 4

Die Gruppe ist bereit für den Marsch.

Eine Tafel mit Wartungshinweisen für die Heizungsanlage. Hilft nicht viel. Graffiti ? Auch nicht besser.
Aber eine Karte mit Luftbildern. Die sieht modern aus. Das könnte helfen.
Wo sind wir eigentlich?

Überlebenstour - Marsch durch den Wald 1

Marsch durch den Wald.

Marsch durch den Wald
Westliche Richtung- das scheint plausibel. Schon nach einigen Schritten finden wir die ersten Pilze. Die sehen gut aus- sind sicher erst in den letzten Tagen hochgeschossen. Die Pilze sacken wir schon mal ein…
Überlebenstour - Marsch durch den Wald 2Nach kurzem Marsch öffnet sich der Blick – und den einheimischen wird sofort klar: am Horizont sind die Windkraftanlagen auf der Neutscher Höhe zu sehen.

Überlebenstour - Fernblick auf Neutscher Höhe mit den Windrädern

Aus dem Wald kommend: Fernblick auf Neutscher Höhe mit den Windrädern. Alles klar- wir müssen nach Westen.

Damit ist die Richtung klar.

Stoppeln

Fehlt nur noch das Futter für den Tag. Bleiben wir auf offenem Feld – da sind die Chancen größer – und tatsächlich haben wir Glück und finden einen gerade abgeernteten Kartoffelacker.

Besser können wir es gar nicht treffen, der Abend ist gesichert. Nur müssen wir einen Sack voll Kartoffeln mitschleppen.
Beim stoppeln beobachtet wurden Mäusebussard und Rotmilan.

Marsch

Ein langer Marsch mit Gepäck – da kommt man aus der Puste. Bei den häufigen Rasten schauen wir uns an, was es auf den Wiesen essbares gibt: Sauerampfer, Löwenzahn und vor allem: die Brennnessel.

Pferde

Wir kommen an einem Reiterfest vorbei.

Aber jetzt müssen wir uns sputen: um sieben wird es dunkel- wir haben kaum noch eine Stunde Zeit, ein geeignetes Lager zu finden.

Auf dem Weg in den Wald finden wir mehrere Esskastanienbäume. Die Stelle merken wir uns für morgen.

Nachtlager

Tammi kommandiert die Kartoffel-Schnippelbrigade, Tino führt die Wasserholer zu einem nahen Friedhof: die haben fast immer Wasserpumpen und gutes Wasser. Wir kochen es trotzdem ab.

Tino kocht eine Kartoffelsuppe. Es gibt Kochexperimente mit Zuckerrüben und Mais.

Lange sitzt die Gruppe noch am Feuer.

In der Nacht fallen zwei Kothen zusammen- das technische Problem lässt sich aber mit einem Beil und ein paar neuen Heringen lösen.

Die Nacht ist recht warm für Oktober, stimmungsvoll ruft ein Waldkauz.

Sep 132015
 
Platzhirsch 5a small

Hirschbrunft im Taunus – der Platzhirsch.

Pirschbericht der Wühlmaus-Gruppe

  1. Höhepunkt: Buffet unter einer großen, aufgespannten Plane im Schummerlicht einer aufgehängten Taschenlampe. Regentropfen fallen klopfend auf die Plane,  während ab und zu ein Hirsch röhrt und ein Waldkauz mit kuit grüßt.
  2. Höhepunkt: Schlafen in Kohte, unter Plane oder unter einem dicht belaubten Baum.
  3. Höhepunkt: Frühpirsch um 6 Uhr: Auf dem großen Kahlschlag zeigen sich nacheinander:

2 Rehe, ein starker Hirsch und ein Stück Kahlwild, dann ein Sechsender und ein starker Hirsch, dann dieser noch einmal zusammen mit mehreren Stücken Kahlwild und als Abschluss 3 Widder (Muflons). Alles bei schöner Aussicht über das Wispertal mit vereinzelten Wölkchen unter uns und gelegentlichem Röhren verschiedener Hirsche.