Mrz 122017
 

Bienenweide – Blühender Weidenbaum

Einer der ersten Pollen- und Nektarspender im Frühjahr: die blühende Weide. Wie wichtig sie für die Honigbienen und diverse Wildbienen ist, bemerkt man schnell, wenn man sich dem Baum nähert: eifrig sammelnden Bienen belagern und umschwirren den Baum dass es weithin brummt.

Feb 272017
 

Foto: Karl-Heinz Waffenschmidt – Märzenbecherwiese mit Schneeglöckchen am Mittelbachteich

Ein sonnigen Frühlingstag im Mittelbachtal mit einem Blütenmeer von Wildkrokus, Schneeglöckchen, Winterling und Märzenbecher.

Winterling und Wildkrokusblüte am Mittelbachteich

 

Nov 032016
 
Karte der Kernflächen HessenForst Nov 2016

Karte der Kernflächen HessenForst um Seeheim-Jugenheim und Alsbach vom November 2016. Grün: Flächen der Trance 1 Rot: Flächen der Tranche 2

HessenForst weist Kernflächen um Seeheim-Jugenheim und Alsbach aus

In Hessen sollen folgend dem Koalitionsvertrag 5% der Gesamtwaldfläche aus der Nutzung genommen werden, insgesamt 25.500 ha.

Von Seiten des NABU Seeheim wurde in diesem Zusammenhang beim NABU Landesverband die Ausweitung des bereits bestehenden 330ha großen Waldschutzgebietes am Melibokus vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde im Rahmen einer Gesamtliste vieler Gebiete zusammen mit den Naturschutzverbänden BUND und HGON der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Priska Hinz, weitergeleitet.

Das Ministerium hat den Vorschlag für das Gebiet 6217-305 angenommen. 

Auf der beigefügten Karte sind die grün markierten Gebiete der Tranche 1 zuzurechnen, die bereits Schutzgebiet sind. Bei den rot markierten Flächen handelt es sich um die neu hinzukommenden Schutzflächen der Tranche 2. Schwerpunktmäßig hat insbesondere das Gebiet am Heiligenberg zugenommen, aber auch der untere Melibocusbereich um die  Ruine Jossa.

WaldAlle Naturwaldschutzgebiete liegen innerhalb des bereits bestehenden Natura 2000 Gebietes Kniebrecht, Melibocus und Orbishöhe und genießen nach Umsetzung einen noch höheren Schutzstatus, da die Flächen aus der Nutzung genommen sind und ausschließlich dem Naturschutz dienen.

 

Okt 182016
 

Naturschutzjugend Hessen und Aktive des NABU Seeheim-Jugenheim bringen Vielfalt in den Alsbacher Wald

Der 18.10.2016 ist ein schöner Herbsttag. Es ist nicht kalt und bleibt trocken und der Wald zeigt sich in herbstlicher Pracht.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 01

Fotos: Roland Tichai – Das Aufforstungsgebiet liegt ca. 1 Kilometer östlich vom Alsbacher Schloss in Wald. Aufgeforstet wurden 2 steile Gebiete oberhalb und unterhalb eines Waldweges.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 03

Revierförster Tobias Elbert (links) erläutert die geplante Maßnahme. Bei der Arbeit konnte man dann feststellen, dass alle Kinder gut zugehört hatten.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 04

Bürgermeister Georg Rausch bedankt sich im Namen der Gemeinde Alsbach-Hähnlein und wünscht guten Erfolg. Die Reporterin des Darmstädter Echos (rechts) macht sich Notizen für einen Presseartikel.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 05

Revierförster Tobias Elbert hat den ersten Baum gesetzt und alle Arbeitsschritte genau erklärt. Die Kids wissen jetzt Bescheid.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 06

Die Setzlinge sind nicht sehr groß, deshalb ist gründliches Arbeiten angesagt.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 07

Die ersten Erfolge sind sichtbar. Die Kinder und Jugendlichen sind sichtlich zufrieden.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 15

Nach getaner Arbeit ist Rast, Essen und Trinken angesagt. Es gibt Brötchen mit Bratwurst von Wildschwein und Früchtetee. Alle sind happy.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 14

Die Flächen sind nun fast gefüllt. Die Aktion geht ihrem Ende entgegen.

In der Nähe des Alsbacher Schlosses werden an diesem Tag ca. 300 kleine Bäume gepflanzt, die eine Fläche in einem Hang schließen sollen, die durch Windbruch frei gelegt wurde.

Vereinbart haben sich Hessen-Forst, Forstamt Pfungstadt, (Revierförster Tobias Elbert), eine Gruppe der NAJU Hessen (24 Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren und 6 Betreuer/innen) unter der Leitung von Robin Hoffmann und 4 Aktive vom NABU Seeheim-Jugenheim ( Ulrike Steinmetz , Mahmoud Bandeh Khoda, Ecki Woite und Roland Tichai).

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Alsbach-Hähnlein, Georg Rausch, ist anwesend und bedankt sich herzlich für diese Aktion. Die Presse (Darmstädter Echo) ist ebenfalls im Wald dabei und wird berichten

Förster Tobias Elbert erläutert, dass 6 verschiedene Baumsorten gepflanzt werden sollen (Elsbeere, Speierling, Wildapfel, Wildbirne, Vogelkirsche, Bergulme), die das dominierende Bild der Buchen im Alsbacher Wald auflockern sollen. Herr Elbert zeigt allen Beteiligten einen Pflanzvorgang und erklärt, was wichtig und zu beachten ist.

Dann werden die 6 Gruppen eingeteilt und es geht los.

Alle, die an der Aktion teilnehmen, sind sehr motiviert und deshalb sind auch die Erfolge bald zu sehen. Stück für Stück werden die offenen Flächen zugepflanzt.

Obwohl die Arbeitsfläche doch recht steil ist, meistern die Kinder die Tätigkeiten souverän. Als im Unterholz ein Grasfrosch entdeckt wird, ist das eine schöne Abwechslung.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 13

Plötzlich hüpft im Arbeitsbereich ein Grasfrosch herum. Später wird diskutiert, wo der wohl im Wald seinen Laichplatz hat.

Nach ca. 3 Stunden haben die 6 Gruppen 300 Bäume gepflanzt und mit Verbissschutz versehen. Der Förster ist zufrieden, die Kinder sind wegen des erreichten Zieles gut drauf und das anschließende Mittagessen (Brötchen mit Bratwurst vom Wildschwein) schmeckt allen.

Nach getaner Arbeit ist Rast, Essen und Trinken angesagt. Es gibt Brötchen mit Bratwurst von Wildschwein und Früchtetee. Alle sind happy.

 

 

 

Aug 182016
 
Einsatz NABU Grundstück 6

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz NABU Grundstück

Um das NABU-Grundstück am Seeheimer Blütenhang, gleich hinter der neu angelegten Reptilien-Kinderstube, werden die Wiesen gemäht. Genau zum richtigen Zeitpunkt: Bocksriemenzunge und Pyramidenorchis sind ausgesamt und vertrocknet und der Wintertaustrieb hat noch nicht begonnen. Auf den kleinräumigen Flächen ist der Balkenmäher das beste Werkzeug. Der Grünschnitt wird auf die vorhandenen Haufen getürmt: die bieten Reptilien und Igeln geeigneten Unterschlupf und Sonnenplätze.

Unter einer der Teichfolien, die dem Reptilienmonitoring dienen, findet Klaus-Dieter 10 kleine Schlingnattern: ein schöner Lohn für unsere Arbeit zur Optimierung der Biotope am Seeheimer Blütenhang für unsere Reptilien.

Teilnehmer vom NABU: Klaus-Dieter und Tino

Jul 312016
 
Foto: Dr. Uta Hillesheim -  Gelber Fingerhut (Digitalis lutea)

Foto: Dr. Uta Hillesheim – Gelber Fingerhut (Digitalis lutea)

Bei einem Besuch der Tannenburg am 19.6.2010 entdeckte Dr. Uta Hillesheim das Vorkommen des Gelben Fingerhuts (Digitalis lutea) am Westhang  unterhalb der Ruine –  damals  noch außerhalb des Ausgrabungsgeländes – und machte  die Pflegemannschaft des  Seeheimer Burgvereins, die gerade dort einen Pflegeeinsatz hatte, darauf aufmerksam.

Foto: Dr. Uta Hillesheim -  Gelber Fingerhut (Digitalis lutea)

Das Vorkommen im Burggelände wurde mit einem Steinkreis markiert.

Das Vorkommen wurde vom Burgverein mit einem Steinring eingefasst, damit es nicht versehentlich zerstört wird.

Auch ausserhalb des Kerngeländes der Burg waren 2015 noch zahlreiche Jungpflanzen des Gelben Fingerhutes zu finden. Leider wurden das kleine Gebiet mit Keim- und Jungpflanzen beim Mähen nicht ausgelassen.

Der Gelbe Fingerhut ist er eine gefährdete Rote Liste-Art (Kategorie 3). Es handelt sich um das einzige bekannte Vorkommen in Seeheim und Umgebung.

Jul 312016
 

MagerrasenflächeAm 25.7.2016 fand eine Begehung mit der Biologin Frau Dr. Uta Hillesheim statt. Es handelt sich um ein relativ kleines, sonnenbeschienenes Areal am Südrand des Kalksand-Kiefernwaldes in Seeheim. Hier hat Frau Hillesheim schon vor Jahren etliche Rote-Liste Arten ausfindig gemacht und dokumentiert, unter anderem das beste Vorkommen des Federgrases (Stipa pennat und Stipa capillata), Sandfingerkraut, Graue Skabiose, und anderen.  Seither hat sie in Eigenarbeit das Gelände vor dem Zuwuchern durch Brombeeren und andere agressivere Kräuter bewahrt. Nun machen aber zunehmend die Gehölze (Liguster, Hartriegel, bis jetzt zum Glück keine Götterbäume) dem Sandrasen den Platz streitig. Hier will der NABU unterstützen und bei einem der nächstem Arbeitseinsätze im Herbst die Gehölze freischneiden.


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Federgras

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Diese Büsche müssen weg

Jul 272016
 

Imkerverein Frankenstein und Initiative Obstlehrpfad Nieder-Beerbach legen Bienenweide an

IMG_6361 ausschnitt-2Die Bienenweide in Nieder-Beerbach steht in voller Blüte.

In einer gemeinsamen Aktion von Imkerverein Frankenstein (Jürgen Ackermann) und der Initiative Obstlehrpfad Nieder-Beerbach (Andreas Biel) wurde im April ein Streifen von ca. 150m x 5m kultiviert und die Veitshöchheimer Blütenmischung eingesät. 
Es ist ein idealer Platz (Rastplatz mit Tisch und Bank) um bei Passanten auf den notwendigen Schutz der Bienen aufmerksam zu machen. De Termin für die feierliche Enthüllung der Infotafel an der Bienenweide findet statt am Samstag 6. August 2016 um 18.00 Uhr.
Hierzu bitte den Veranstaltungskalender des Imkerverein Frankenstein beachten.
Jul 122016
 
Mäharbeiten am Seeheimer Blütenhang 7

Fotos: NABU/Tino Westphal – Mäharbeiten am Seeheimer Blütenhang

Kurzer Halt auf der Fahrt zu den Gärten am Waldrand über Seeheim: In lichten Waldgebieten am Seeheimer Schloß blüht jetzt eine auf den ersten Blick unscheinbare Orchidee, die Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine). Ein näherer Blick lohnt, die Blüten sind wunderschön. Der Standort an einem Steilhang zum Weg am lichten Waldrand ist typisch. Die Pflanzen verschwinden, wenn der Wald zu dicht wird. Der Waldrand an dieser Stelle benötigt etwas Pflege…

Wir finden die Wiesen meterhoch überwachsen von einer Wickenart- hier hat der Balkenmäher Mühe beim Durchkommen; einige Götterbäume versuchen Fuss zufassen. Vor allem aber: ein Blütenmeer! Besonders die Wickenblüten werden von der Großen Holzbiene (Xylocopa violacea) eifrig besucht, das Große Heupferd (Tettigonia viridissima) turnt auf den Blüten.

Flächen mit dominanter Wicke und Götterbäumen werden mit dem NABU-Balkenmäher gemäht; Stellen mit besonders reichhaltiger Blütenpracht werden ausgelassen. So entsteht ein Flickenteppich von gemähten und bis zum Herbst belassenen Wiesenstücken – so finden die Nektar-suchenden Wiesenbewohner auf alle Fälle noch Nahrung. Das Schnittgut türmt sich zu grossen Haufen – Versteckplätze für Kleintiere aller Art.

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

Auf dem freigelegten Wiesen sind jetzt wärmeliebende Arten  zu sehen, wie die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens).

Teilnehmer vom NABU: Klaus-Dieter und Tino

Jul 092016
 
Düne am Tennisplatz 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – NABU-Team auf der Düne am Tennisplatz Seeheim

Rainer Stürz hat am Morgen die Esel auf das Nachbar-Grundstück geführt- wir können ungehindert auf die Dünenfläche für eine kurze Erstaufnahme.

Die Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) auf der Düne hat sich prächtig entwickelt und steht kurz vor der Blüte. Blühender Sand-Thymian (Thymus serpyllum) wird belagert von Honigbienen. Der Thymian ist eine kleine aber feine Bienenweide- die Blüteständen sind kaum fünf Zentimeter hoch.

NABU-Team auf Düne am Tennisplatzt 01Blasenesche, Essigbaum und vor allem der Götterbaum machen als Neophyten noch Sorge, sind aber dank der unermüdlichen Einsätze von Rainer Stürz und seinen Eseln und den Freiwilligen vom NABU-Seeheim seit vielen Jahren in der Fläche deutliche zurückgedrängt.

Im Einsatz wird dann die Rinde der grossen Essigbäume grossflächig geschält, die vielen kleine Götterbäume werden sorgfältig mitsamt den Wurzeln ausgegraben. Auf den benachbarten Privatgrundstücken stehen leider noch einige große Götterbäume, die regelmässig aussamen- wir sind im Gespräch. vielleicht können wir diese Bäume im Herbst entnehmen.

 

Beratung auf der Düne

Beratung auf der Düne

Teilnehmer vom NABU: Uta, Achim, Ecki, Mahmoud, Michael, Tino Michaela und Michael, Asylbewerber aus Jugenheim.

Als Berater vor Ort: Rainer Stürz und Dr. Uta Hillesheim