Sep 062017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Beifußblättrigem Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)

Bickenbach – Geradezu vorbildlich schnell handelten die örtlichen Behörden, nachdem NABU-Mitglieder ein Massenvorkommen von Beifußblättrigem Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) auf privat genutzten Flächen bei Bickenbach festgestellt hatten. In einem sofort nach der Meldung angesetzten Ortstermin zusammen mit dem Bickenbacher Ortslandwirt wurde das Ambrosia-Vorkommen bestätigt.

In einer Amtlichen Bekanntmachung wurde eine Allgemeinverfügung für alle Bickenbacher Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen veröffentlicht (Ordnungsbehördliche Anordnung), die zur sofortigen Bekämpfung / Beseitigung von Ambrosia-Pflanzen auffordert.
https://www.bickenbach-bergstrasse.de/fileadmin/Bekanntmachung/Verfuegung_Ambrosia.pdf

Aug 262017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – NABU-Grundstück nach der Mahd

Morgens früh ab 10 Uhr gingen die NABUs nochmals ans Werk und beendeten den Einsatz vom Vortag.

Der Winteraustrieb von Pyramidenorchis und Bocksriemenzunge war in diesem Jahr sehr früh aufgewachsen und ragt mehrere Zentimeter aus dem Boden. Einige Pflanzen wurden beschädigt, aber sie werden sich erholen. Ohne Mahd würden die Orchideen hier schnell verschwinden.

Teilnehmer vom NABU: Klaus-Dieter und Michael.

Aug 252017
 
Mahd NABU-Grundstück 08

Fotos: NABU/Tino Westphal – Mahd NABU-Grundstück

Der Winteraustrieb von Pyramidenorchis und Bocksriemenzunge ist in diesem Jahr sehr früh aufgewachsen am NABU Grundstück am Blütenhang Seeheim und ragt mehrere Zentimeter aus dem Boden. Letzte Gelegenheit für die Sommermahd, sonst würden die Orchideen leiden. 

Am Abend zieht ein heftiges Gewitter mit einer bedrohlichen Wolkenwalze auf und so muss der Einsatz abgebrochen werden. Kaum sind die Freiwillgen im Auto raucht ein heftiger Regenguss herunter.

Morgen früh ab 10 Uhr soll es weiter gehen. Freiwillige beim NABU-Einsatz sind immer willkommen.

Teilnehmer vom NABU: Klaus-Dieter, Michael und Tino.

 

Aug 052017
 
Bienenragwurz-Wiese 2

Fotos: NABU/Tino & Salem – Mahd der Bieneragwurz-Wiese

Die Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) hat in diesem Jahr schön geblüht und konnte jetzt ihre Samen verbreiten.

Vor dem einsetzenden Winteraustrieb dieser Orchideen muss jetzt die Wiese gemäht und sorgfältig abgerecht werden werden. 

Die Pflegefläche am Seeheimer Blütenhang mit einem der letzten Vorkommen der Bienen-Ragwurz ist sehr kleinteilig und droht von Bäumen und Gebüsch überwachsen zu werden. Hier müssen im Winter unbedingt noch große Götterbäume gefällt werden- die nehmen zunehmend Licht weg.

Teilnehmer: Salem und Tino

Jul 012017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Arbeitseinsatz bei Dauerregen an der Düne am Tennisplatz

Düne am Tennisplatz

Die Düne hat sich Dank der laufenden Pflegearbeit sehr gut entwickelt: neue Wuchsstellen der Sandsommerwurz  und eine weitere Ausbreitung der Sand-Silberscharte sind deutliche Zeichen, dass sich die Düne erholt.

Beim Einsatz konzentrierten sich die freiwilligen Helfer wieder auf das Hundszahngras. Zahlreiche (aber kleine) Wuchsstellen an der Südböschung hatte Frau Dr. Hillesheim mit Stöcken  markiert.

Kaum vor Ort fängt es heftig zu regnen an. Der Einsatz wurde deshalb nach einer halben Stunde abgebrochen.

Eine größere Hundszahnstelle  am Nordrand, die Brombeeren und Gehölze am Westfuß und Weißdorntriebe am Südfuß, außerdem Götterbäume auf der angrenzenden Margret Bayer-Düne müssen wir beim nächsten Einsatz angehen.

 

Jun 242017
 
Bickenbacher Düne 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schmetterlingsexkursion – Start an der Bickenbacher Düne

Bickenbacher Düne 2Dr. Angela Hille stellte das Gebiet an der Bickenbacher Düne vor: eine eiszeitliche Kalksanddüne, teilweise unter Naturschutz gestellt.

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne 2

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne

Hier investieren die lokalen Naturschutzgruppen BUND und NABU seit mehr als 10 Jahren viel ehrenamtliche Arbeit in die Pflege des Gebiets.

Sand-Sommerwurz an der Bickenbacher Düne 1

Sand-Sommerwurz (Orobanche arenaria)

Die Früchte der jahrelangen Arbeit werden langsam sichtbar. Der Artenreichtum hat sich deutlich erhöht, einige Rote Liste Arten unter den Pflanzen sind zurückgekehrt bzw. haben deutlich zugenommen.

Weiter geht die Führung entlang der Gastrasse – bei der jetzigen Trockenheit ein Gebiet, in dem nur echte Überlebenskünstler durchhalten. Immer wieder überraschend: gerade auf den kärgsten Böden mit extremer Austrocknung entwickelt sich eine große Artenvielfalt und trotz der Hitze auch noch Blüten.  

Zurück geht es am Waldrand: auch hier in den schattigen Bereichen lassen sich Schmetterlinge beobachten.

Schmetterlingsexkursion am 24.06.2017 am NSG Bickenbacher Düne

Beobachtete Schmetterlingsarten

  • Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
  • Dunkler Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
  • Landkärtchen (Araschnia levana)
  • Wander-Perlmuttfalter oder Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia)
  • Schwarzkolbiger Braundickkopffalter (Thymelicus lineola)
  • Kleiner Sonnenröschenbläuling (Aricia agestis) (?)
  • Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
  • Hufeisenklee-Widderchen oder Sechsfleckwidderchen (?)

Beobachtete andere Insektenarten

  • Raubfliege (Machimus sp.)
  • Dünen-Sandlaufkäfer (Cicindela hybrida)
  • Schmarotzerbiene

Schmetterlingsarten

Edelfalter (4 Arten)

  • Schachbrettfalter (Melanargia galathea)

    Foto: Angela Hille – Schachbrettfalter Kopula Weibchen gelblich auf der Unterseite

Familie Edelfalter (Nymphalidae), Unterfamilie Augenfalter

Schachbrettartiges Muster auf den Flügeloberseiten, Weibchen auf der Unterseite gelblich, Männchen weiß (siehe Foto: Kopula)

Vorkommen: Auf Wiesen und Waldlichtungen und vielen anderen mit Gräsern bewachsenen Standorten, in Mitteleuropa fast überall ziemlich häufig, in einigen Gegenden aber auch im Rückgang begriffen.

Flugzeit von Mitte Juni bis Mitte August

  • Dunkler Waldvogel (Aphantopus hyperantus)

    Foto: Angela Hille - Dunkler Waldvogel

    Foto: Angela Hille – Dunkler Waldvogel

Familie Edelfalter (Nymphalidae)

Vorkommen: In halbschattigem und offenem Gelände z. B. In lockeren Wäldern, an Waldrändern fast überall ziemlich häufig.

Flugzeit von Mitte Juni bis Ende August

  • Landkärtchen (Araschnia levana)

    Foto: Angela Hille - Landkärtchen Sommerform

    Foto: Angela Hille – Landkärtchen Sommerform

Familie Edelfalter (Nymphalidae)

Der Falter fliegt in 2 Generationen, die sich in Färbung  und Zeichnungsmuster sehr deutlich unterscheiden; Frühjahrsgeneration oberseits braunorange, Sommergeneration oberseits mit schwarzer Grundfärbung.

Vorkommen: Vorwiegend an Wald- und Wegrändern, fast überall ziemlich häufig

Flugzeit von Anfang April bis Ende September

  • Wander-Perlmuttfalter oder Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia)

Familie Edelfalter (Nymphalidae)

Unterseite der Hinterflügel mit auffallend großen, weißen Perlmuttflecken.

Vorkommen: In offenem wenig bewachsenem Gelände, etwa auf Trockenrasen, Brachäckern und extensiv genutzten Kulturflächen; in Mitteleuropa weit verbreitet und in den meisten Gegenden nicht selten, gebietsweise aber deutlich zurückgegangen.

Flugzeit von Mitte März bis Ende Oktober/ Lange Zeitspanne

  • Dickkopffalter (1 Art)
Foto: Angela Hille - Schwarzkolbiger Braundickkopffalter

Foto: Angela Hille – Schwarzkolbiger Braundickkopffalter

Schwarzkolbiger Braundickkopffalter (Thymelicus lineola)

Familie Dickkopffalter (Hesperiidae)

Die tagaktiven Dickkopffalter haben einen untersetzten Körperbau und einen auffallend großen Kopf.

Vorkommen: Sowohl in trockenen und in feuchten Lebensräumen, in den meisten Gegenden ziemlich häufig.

Flugzeit von Mitte Juni bis Ende August

  • Bläuling (1 Art)
Foto: Angela Hille - Kleiner Sonnenröschenbläuling

Foto: Angela Hille – Kleiner Sonnenröschenbläuling

Kleiner Sonnenröschenbläuling (Aricia agestis) (?)

  • Schwärmer (2 Arten)
  • Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

Familie Schwärmer (Sphingidae),

Tagaktiver Nachtfalter, Hinterleib des Falters am Ende mit flachen, schwarzem Haarpinsel („Taubenschwanz“), langer Saugrüssel, Falter rüttelt saugend vor Blüten ähnlich wie ein Kolibri und wird damit verwechselt. Bekannter Wanderfalter. Der Falter wandert alljährlich aus seinem südeuropäischen Ursprungsgebieten ein, um sich bei uns fortzupflanzen.

Vorkommen: Vorwiegend an sonnigen, trockenen Orten

Flugzeit: ganzjährig

  • Schwärmer aus der Gattung Hemaris

Die Imagines (Falter) sind klein und sehen mit ihrem gedrungenen Körperbau Hummeln ähnlich. Ihre Vorderflügel sind entweder voll beschuppt, oder weisen durchsichtige Bereiche auf, wobei diese bei manchen Arten direkt nach dem Schlupf ebenso beschuppt sind, aber beim ersten Flug abfallen.

Kommentar von mir: Es war aber kein Hummelschwärmer,

  • Widderchen (1 Art)

Hufeisenklee-Widderchen (?) oder Sechsfleckwidderchen (?)

Andere Insektenarten

  • Raubfliege (Machimus sp.)

    Foto: Angela Hille – Raubfliege

Mittelgroße bis große Raubfliege (L 16-25 mm) mit stark bedornten, langen Beinen. Vorkommen:

An Waldrändern und in trockenem offenem Gelände überall häufig. Die Fliege stürzt sich von einer Sitzwarte aus auf vorbeifliegende Insekten, ergreift sie  mit ihren lang bedornten Beinen, um sie anschließend auf ihrem Sitzplatz auszusaugen.

  • Dünen-Sandlaufkäfer (Cicindela hybrida) 

    Foto: Angela Hille - Dünen-Sandlaufkäfer

    Foto: Angela Hille – Dünen-Sandlaufkäfer

Laufkäfer (Familie Carabidae), Sandlaufkäfer (Unterfamilie Cicindelinae).

Sandlaufkäfer haben auffallend große stark vorquellende Augen. Ihre Oberkiefer sind auffallend lang und spitz bezahnt. In Deutschland kommen 7 Arten vor.

Der Dünen-Sandlaufkäfer hat kupferfarbene Flügeldecken mit weißen Zackenbinden. Vorkommen: Auf größeren, offenen Sandflächen, vor allem auf Dünen und in Sandgruben. Stellenweise häufig.

  • Schmarotzerbienen

Brutparasiten bei anderen Bienenarten

 

Jun 162017
 
Mäheinsatz am Blütenhang Seeheim 11 10x24s

Fotos: NABU/Tino Westphal – Mäheinsatz am Blütenhang Seeheim

Bienenragwurz

Blühende Bienenragwurz – (Ophrys apifera)

Beim Mäh-Einsatz auf den Orchideen-Wiesen: wie schon im Vorjahr breitet sich eine eingewanderte Wickenart auf den Wiesen aus. Die Große Holzbiene mag diese Wicke, für die meisten Wiesenpflanzen aber ist ihre Wuchskraft eher schädlich. Deshalb wird die Wicke gezielt ausgemäht, andere blühende Pflanzen  auf denTrockenwiesen werden möglichst geschont. 

Schachbrettfalter und Kleines Ochsenauge fliegen in wenigen Exemplaren und die Bienenragwurz (Ophrys apifera) blüht.

Teilnehmer: Klaus-Dieter, Karl-Heinz und Tino.

Mai 212017
 
NABU-Grundstück Steinschüttung

Fotos: NABU/Tino Westphal – NABU-Grundstück am Seeheimer Blütenhang

Auf dem NABU-Grundstück am Blütenhang stehen die Orchideen in voller Blüte. Dank der Pflege unseres Gebietsbetreuers Klaus-Dieter Herth kamen in diesem Jahr so viele Pyramiden-Orchideen (Anacamptis pyramidalis) und Bocksriemenzungen (Himatoglossum hircinum) wie noch nie zur Blüte.

Mai 182017
 
Bienenweide 2 10x67s

Fotos: NAJU/Tino Westphal und Jan Zeissler – NAJU Einsatz auf der Bienenweide

Zwei Stunden auf der Bienenweide die Kanadische Goldrute ausrupfen – unser Beitrag zur Weltrettung heute.

;o)

Leider dominiert auf grossen Teilen der Bienenweide die Kanadische Goldrute- die Pflanze ist auf dem ganzen Blütenhang als Neophyt problematisch, kann aber durch Schafbeweidung unter Kontrolle gehalten werden. Hier auf der Bienenweide aber soll es blühen für Wildbienen und Schmetterlinge- wir wollen die Schafe deshalb erst spät auf diese Weide stellen. So bleibt nur ein manueller Einsatz.

Wir haben euch noch ein oder zwei Goldruten und ausreichend Brombeeren übrig gelassen für den NABU-Einsatz am 26.05.2017. Wer kommt zum Pflege-Einsatz auf der Bienenweide?

Teilnehmer heute: Jan, Silas und Tino.