Sep 172017
 

Rothirsch-Brunft 

Kothen holen

Fotos: NAJU/Tino Westphal und Jan Zeissler – Jan und Silas holen die Kothen vom aus dem Wühlmaus-Lager.

Eine jahrelange Tradition der Wühlmäuse ist die Wildbeobachtung im Taunus.

Am spätem Nachmittag werden die Kothen eingepackt, um noch vor Sonnenuntergang das Wühlmauslager im Wald aufzubauen.

Wühlmaus-Lager

Aufbau der Kothen im Taunus: zweit Kothen in klassischer Aufstellung aufgehängt an 2 Stangen und ein Kothenzelt werden aufgebaut. Für fehlende Heringe werden Fichten-Ästchen zugeschnitten.

Die Gruppe entscheidet sich, trotz einsetzenden Regens für einen kurzen abendlichen Pirschgang in der Dämmerung. Der Regen geht über in heftigen Dauerregen- gut, dass die Kothen schon stehen. Wetterbedingt ist wenig zu sehen, aber deutlich zu hören, wo die Rothirsche anstehen. Damit ist schon mal klar, in welcher Richtung die Gruppe am Morgen pirschen sollte.

Abendessen in der Kothe

Abendessen in der Kothe

Abendbrot in der Kothe, der Regen lässt über Nacht etwas nach…

Die Nacht über gibt es ein intensives Röhr-Konzert der Rothirsche, abgelöst vom Käuzchen.

Morgengrauen

Morgengrauenim Wühlmaus-Lager

Pünktlich 6 Uhr kommt das Wecksignal zur Frühpirsch. Es dämmert.

Morgendlicher Pirschfang

Dem Röhren der Hirsche folgend begegnen der Gruppe zunächst ein Trupp Wildschweine, danach ein Rudel Kahlwild mit einem Platzhirsch und einem Beihirsch auf den Wiesen (mit Belegfoto von Jan) und später ein Rotfuchs.

Massive Verbiss-Schäden am Waldrand

Massiver Wildverbiss am Waldrand – viele Jungbuchen im Taunus sehen aus wie vom Gärtner bearbeitete Buchsbäume.

Auffällig die Anzeichen von Verbiss am Rand der Wiesen, viele Jungbuchen im Taunus sehen aus wie vom Gärtner bearbeitete Buchsbäume – Anzeichen für einen deutlich zu hohen Wildbesatz im Gebiet.

Wildbeobachtung

Im Wald traf die Gruppe am Brunftplatz im Wald auf mehrere Beihirsche, die den Platzhirsch und sein Rudel belagern (ein Belegfoto von Jan), davor eine schlafende Wildschweinfamilie. Die einjährigen Frischlinge erwachten nacheinander, während die Gruppe dem Gesang der Rothirsche lauschte. Die Tiere nahmen von den Besuchern Notiz, flüchteten aber keineswegs, sondern trollten sich wenige Meter abwärts ins Tal und begannen, im Bachbett nach einem Frühstück zu wühlen. (Fotos: Jan Zeissler)

Fliegenpilz Portrait

Foto: Jan Zeissler – Fliegenpilz Portrait

Auf dem Rückweg trafen wir unerwartet schon im hellen Sonnenschein auf eine weitere Gruppe Kahlwild an einer kleinen Waldwiese. So spät am Morgen nach halb zehn Uhr rechnete niemand mehr mit Wild in offenem Gelände.

Auf dem Rückweg passierten wir eine Toranlage, die den Durchgang durch ein Gebück – eine mittelalterliche Grenz-Wehranlage- sicherte. 

Im Lager angekommen gönnen wir uns ein ordentliche Frühstück,

bevor wir uns zum Abbau rüsten.

Teilnehmer: Karsten, Ecki, Tino, Karolinka, Jan, Silas und Janis.

 

 

Sep 092017
 

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz Eisengrube

Wer weiss, woher dieser Flurname stammt – jedenfalls ist heute die Eisengrube neben der Zufahrt zur Autobahn ein kleiner Rest wertvollen Sand-Magerrasens im Seeheimer Wald.

Unter Leitung von Michael konzentrierten sich die NABU-Aktiven auf die Entfernung von Liguster am nördliche Wiesenrand- erstmal durch Mahd mit dem Balkenmäher, dann wurden die Wurzelausläufer entfernt.

Hartriegel mitten auf dem Wiesengelände wurde ausgegraben. – Michael, Klaus-Dieter und Ada sägen und graben.

Beobachtet wurden  Zauneidechsen, eine Vielzahl von Heuschrecken. Eine wunderschöne schöne Zebraspinne  (Argiope bruennichi) wird von Ada entdeckt.

Teilnehmer: Michael, Klaus-Dieter, Tino, Ecki, Thorsten, Torsten Trapp, Henk und Ada.

Eisengrube

aus dem Projekt-Expose beim NABU Seeheim von Dr. Uta Hillesheim und Michel Theurich

Lage:

Im nord-westlichen Winkel der Kreuzung gebildet aus B3 und L3103 (Zubringer zur A5 Anschluß Jugenheim) befindet sich eine freie Fläche von ca. 1700 m2 eingebettet in jungen Eichenwald (TBC). Diese Fläche war früher landwirtschaftlich genutzt, wurde aber bei der Aufforstung ausgespart. Die Fläche liegt im Waldeigentum der Gemeinde Seeheim.

Charakter:

Es handelt sich um einen ausgeprägten Sand-Magerrasen. Es stehen noch 2-3 ehemalige Obstbaumstümpfe, die aus der Unterlage (Hartriegel?!) massiv wieder austreiben.

Interessante Vorkommen:

Auf dieser Fläche haben sich seit ca. dem Jahre 2000 etliche Rote-Liste-Arten selbständig angesiedelt und zum Teil kräftig vermehrt. Die Exemplare sehen in der Regel größer und kräftiger aus, als an anderen bekannten Stellen in der Gemarkung Seeheim.

Problematik:

  • vom nördlichen Rand drängt Liguster massiv ein. Wenn nichts unternommen wird, geht in 10 Jahren ein Teil der Fläche verloren
  • die Hartriegel bzw. eine Felsenkirsche treiben aus den Wurzelausläufern aus und breiten sich massiv aus
  • Einzelne Eichen kommen aus Samen auf (leicht zu entfernen)
  • Ein paar Robinien haben bereits ausgetrieben
  • Von der Strasse her wandert langsam Kanadische Goldrute ein (noch nicht so schlimm)

Maßnahmen:

  • Entfernen der Obstbaum-Stümpfe und Robinien, möglichst mit Wurzeln
  • Hartriegel-Ausläufer möglichst ausgraben, mindestens mehrfach abschneiden
  • Liguster (u.a.) vom Waldrand großflächig schneiden (Wurzelausläufer sind sehr tief, schwierig wegen großer Menge)
  • Verbringen des Schnittgutes im Wald (verteilt)

    Nach dem Einsatz.

Sep 072017
 

NABU: Spektakuläre Wolfssichtung bei Wald-Michelbach

Wetzlar / Wald-Michelbach – Der Fotograf Hans Oppermann wollte seinen Augen nicht trauen, als er am letzten Sonntag bei Wald-Michelbach unterwegs war: Durch die Zweige der Bäume erblickte er einen leibhaftigen Wolf! Seine Bilder gaben den Wolfsexperten eindeutige Hinweise dafür, dass nach rund 150 Jahren wieder ein Wolf im Odenwald unterwegs ist. „Die Rückkehr des Wolfs in den Odenwald ist ein gutes Zeichen. Die wald- und wildreiche Gegend bietet einen idealen Lebensraum für den faszinierenden Beutegreifer“, freut sich Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Der NABU geht davon aus, dass sich der Wolf schön längere Zeit in der Region aufhält. So wurde er bereits am 20. August am gleichen Ort vom Artenschutzbeauftragten des NABU Wald-Michelbach, Wolfgang Wenner, beobachtet.

Der Naturschützer berichtet: „Das Tier lief im gemütlichen Trab, verschwand aber immer wieder zwischen den Bäumen. So schnell wie konnte habe ich das Teleobjektiv auf das Tier ausgerichtet. Was ich da sah, konnte doch unmöglich wahr sein. Für einen kurzen Augenblick sah ich einen Wolf durch meinen Sucher. Bevor ich abdrücken konnte, verschwand das Tier im dichteren Wald. Ich bin dann noch eine halbe Stunde sitzen geblieben, in der Hoffnung, er kommt vielleicht gleich wieder zurück. Der Wolf ließ sich aber nicht mehr blicken.“ Die Chancen, den Wolf in nächster Zeit noch einmal zu Gesicht zu bekommen, sind allerdings eher gering. Jede Beobachtung ist ein großes Glück. Um zu erfahren, ob sich der Wolf weiterhin im Odenwald aufhält, ruft der NABU dazu auf, weitere Wolfs-Sichtungen zu melden. „Am besten ist immer ein Beweisfoto, das können die Wolfsexperten genau auswerten“, erklärt der Biologe Eppler. Die Beobachtungen lieferten wichtige Daten für ein Wolfsmanagement in der Region.

Die vermeintlich letzten südhessischen Wölfe wurden 1840 im Viernheimer Wald und 1841 bei Lorsch im hessischen Ried erlegt. Bereits gegen 1780 war der Wolf im Odenwald ausgerottet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es plötzlich noch einmal große Aufregung über einen oder mehrere zurückgekehrte Wölfe. Im Jahr 1866 wurde dann der letzte Wolf im Odenwald am 12. März getötet und auf dem Marktplatz in Eberbach ausgestellt. Noch heute steht das Tier ausgestopft im Museum der Stadt Eberbach. Wie alte Aufzeichnungen zeigen, haben Wölfe in der Geschichte des Odenwaldes nicht ein einziges Mal einen Menschen verletzt.

Der NABU Hessen rät dazu, bei möglichen Wolfssichtungen besonnen zu reagieren. „Wie bei anderen großen Wildtieren wie Wildschweinen gilt auch beim Wolf: Abstand halten, nicht darauf zugehen und nicht bedrängen“, so Eppler. Damit die Tiere ihren Respekt vor dem Mensch behalten, dürften sie auf keinen Fall gefüttert werden. Auch eine indirekte Fütterung durch das unachtsame Lagern von Speiseresten und Tierfutter könne Wölfe anlocken und an den Menschen gewöhnen. „Wer Wölfe füttert, hilft nicht, sondern schadet ihnen“, erläutert Eppler. Wenn man zu Fuß oder auf dem Fahrrad einem Wolf begegnet, sollte man ruhig bleiben und sich langsam zurückziehen. Falls der Wolf doch einmal folgt, gilt: gelassen und ohne Angst weitergehen. Nur wenn sich ein Wolf neugierig weiter annähert, empfiehlt es sich, stehenzubleiben, laut zu rufen und in die Hände zu klatschen, um ihn zu vertreiben.

Foto: Hans Oppermann – Wolf im Odenwald

Sep 072017
 

Schlossteich 03Der Schlossteich ist wegen des hohen Nährstoffeintrages überdüngt und entwickelt über die warme Jahreszeit entsprechend viel Pflanzenmaterial. Deshalb muss während der kalten Jahreszeit mit einer hohen Faulschlamm-Bildung und Sauerstoffmangel im Bodenbereich gerechnet werden, was sich negativ auf die Amphibien auswirkt.

Schlossteich - Bergmolche 1 10x15s

Bergmolche werden gesammelt und gleich ins Wasser zurückgesetzt

Aktive der NAJU-Gruppe (Naturschutzjugend / „Wühlmäuse“) entnehmen vorsorglich dem Gewässer überschüssiges Algen, Schilf und anderes Pflanzenmaterial. Das Material wird am Teichrand temporär zwischengelagert, damit Molche und Insektenlarven Gelegenheit haben, zurück ins Gewässer zu wandern. Die Entsorgung wird später erfolgen. 

Sehr erfreulich: Wie vor vielen Jahren schon ist der Schloßteich sehr gut besetzt mit Bergmolchen und damit eines der wichtigen Laichgewässer hier in der Gegend.

Schlossteich - Abschlussbild
Teilnehmer von NAJU/NABU: Klaus-Dieter, Mahmoud, Tino, Tobias, Jan und Silas.

Foto: Jan Zeissler – Portrait Tino

… und  Silas

Sep 062017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Beifußblättrigem Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)

Bickenbach – Geradezu vorbildlich schnell handelten die örtlichen Behörden, nachdem NABU-Mitglieder ein Massenvorkommen von Beifußblättrigem Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) auf privat genutzten Flächen bei Bickenbach festgestellt hatten. In einem sofort nach der Meldung angesetzten Ortstermin zusammen mit dem Bickenbacher Ortslandwirt wurde das Ambrosia-Vorkommen bestätigt.

In einer Amtlichen Bekanntmachung wurde eine Allgemeinverfügung für alle Bickenbacher Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen veröffentlicht (Ordnungsbehördliche Anordnung), die zur sofortigen Bekämpfung / Beseitigung von Ambrosia-Pflanzen auffordert.
https://www.bickenbach-bergstrasse.de/fileadmin/Bekanntmachung/Verfuegung_Ambrosia.pdf

Sep 032017
 

 

Video: M Friderichs – Waschbären am Futterhaus: : Es ist schon faszinierend, wie langsam sich die Bärchen bewegen und trotz der Körperfülle an einem 2 cm dicken Hollunderast hoch kommen.

Zwischenzeitlich ist klar, dass hier in Seeheim mehrere Waschbären-Familien ansässig sind. Die Tiere sind immer in Gruppen gemeinsam unterwegs. Mit automatischer Kamera beobachtet wurden mittlerweile ein erwachsenes Tier, eine Mutter mit 4 Jungen, 3 Halbstarke sowie 2 Halbstarke, immer am Vogelfutterhaus aufgenommen. Es werden vielleicht in Teilen dieselben, sicherlich aber auch unterschiedliche Tiere sein. Interessant ist, dass die Tiere nur alle ca 4-7 Tage auftauchen, dann aber gleich mehrfach in einer Nacht. In den anderen Nächten sind Marder zu sehen, die fast nichts von dem Vogelfutter fressen, aber gerne auf dem Balkon zu patrouillieren scheinen. Bisher waren noch nie Waschbären und Marder in einer Nacht gemeinsam unterwegs.
Hier sind zwei Halbstarke bei uns zu sehen. Sie scheinen sich schon angeeignet zu haben, das Vogelhäuschen zu kippen, um besser an das Futter heran zu kommen. Das zeigt, dass die Tiere durchaus intelligent sind. 

Dank an Maggie für das schöne Video.

Sep 032017
 

Ungewöhnliches Verhalten zeigt ein junger Nachtreiher, der seit einigen Tagen mitten in Bickenbach sein Quartier aufgeschlagen hat und wenig Scheu gegenüber Beobachtern zeigt. Die Besorgnis, das der Vogel etwa Flugunfähig wegen Erschöpfung oder Krankheit sei, wurde aber bei einem Einfangsversuch widerlegt: dem Vogel kann ausgezeichnetes Flugvermögen bescheinigt werden kann; ein körperliches Handicap ist nicht erkennbar.
Keine drei Stunden nach dem Fangversuch war der Reiher wieder an seinem Lieblingsplatz und ließ sich von einem ständig wachsenden Publikum bestaunen.

Unsere Experten vor Ort haben beschlossen mit Hinweisschildern am Bachgeländer um Rücksichtnahme zu bitten, den Nachtreiher nicht zu stören. Leider kam es schon zu vereinzelten Steinwürfen von Kindern, um den oft bewegungslos verharrenden Vogel zu einer Reaktion zu verleiten.

Sep 022017
 
Bat-Night 09

Fotos: NABU/Tino Westphal – Bat-Night am Waldweiher in Seeheim

Superpünktlich zum Beginn der Bat-Night um 2o Uhr erschien der Große Abendsegler auf der Bühne. Gegen den klaren Abendhimmel zog diese neben dem Mausohr größte heimische Fledermaus ihre Bahn über dem Waldweiher. Die Bat-Detektoren schlagen an und wandeln die sonst unhörbaren Jagdlaute in den typischen Flip-Flop-Sound dieser Flattertiere.

Bald stimmen die Zwergfledermäuse in das Konzert ein. Mit dem Sonogramm am Laptop können neben den vielen Zwergfledermäusen auch noch eine Breitflügelfledermaus identifiziert werden. 

Bat-Night 17

Professionelle BAT-Detektoren lauschen in die Nacht.

Die Fledermaus-Experten wiesen auf die akute Gefährdung all unserer heimischen Fledermäuse durch Vergiftung ihrer Nahrung durch der industriellen Landwirtschaft und den Ausbau von Windkraftanlagen. Aber auch, wie wir konkret helfen können mit der Anlage pestizid-freier Gärten und der Duldung der wohnungssuchenden Fledermäuse in unseren Häusern.   

Zum Ende der Veranstaltung tauchen dann im Lichtschein der Taschenlampe direkt über dem Wasser die Wasserfledermäuse auf. Mit ihren hell aufblitzenden Flügelunterseiten nicht zu verwechseln mit ihren über der Wasserfläche kreisenden Verwandten.

Viel Spass hatten die großen und kleinen Fledermaus-Freunde beim Fledermaus-Quiz des NABU- natürlich gab es auch schöne Preise zu gewinnen.

Die Laute der Fledermäuse nach-hören kann man perfekt beim NABU: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/arten/index.html

 

Sep 012017
 

Foto: Jan Zeissler – Wasserfrösche im Kessel

Die zwei kleinen Racker bewohnen jetzt seit knapp zwei Jahren einen Kupferkessel in  Seeheimer Garten. Zuerst nahmen sie den Gartenteich ein, wo sie auch ihren Nachwuchs hinterlassen haben und zogen darauf hin weiter in den veralgten Kupferkessel, der normalerweise als Wasserreservoir dient und hier leben sie nun.

Grünfrösche nehmen mit kleinsten Gewässern vorlieb, können im Hausgarten allerdings enorm laute Gesänge anstimmen. Schön, wenn sie dennoch geduldet werden.

Aug 312017
 
01 Klein und Groß in der Augustsonne

Fotos: Willi Benz – Klein und Groß in der Augustsonne

02 Feldsperling

Feldsperling

03 Junge Grünfinken

Junge Grünfinken

04 Rotmilane

Rotmilane

05 Mäusebussard

Mäusebussard

06 Bekassinen

Bekassinen

07 Waldwasserläufer

Waldwasserläufer

08 Grünschenkel

Grünschenkel

09 Flussuferläufer

Flussuferläufer

10 Junger Nachtreiher

Junger Nachtreiher

11 Junger Purpurreiher

Junger Purpurreiher

12 Brutpaar der Landbachaue

Brutpaar der Landbachaue

Im August waren die diesjährigen Brutergebnisse der Singvögel in der Landbachaue ganz gut erkennbar. Reichlich Nachwuchs war bei den Finkenarten wie Feldsperling, Grünfink, Bluthänfling und Stieglitz zu sichten. Bei den mehr auf Insektennahrung spezialisierten Arten wie Rohrsänger, Meisen, Schwarz- und Blaukehlchen ist die diesjährige Reproduktionsrate dagegen eher spärlich. Es kann spekuliert werden, dass dies mit dem allgemein beklagten Insektenschwund zusammen hängt. Andererseits hatten andere Insektenspezialisten wie Rauchschwalbe, Neuntöter, Bach- und Schafstelze wiederum recht zahlreichen Nachwuchs. Auffällig in diesem Jahr war, dass ab Mitte August nahezu der gesamte Neuntöterbestand in der Landbachaue nicht mehr zu sichten und offensichtlich frühzeitig in die Winterquartiere abgereist war. Bisher waren die Neuntöter stets bis weit in den September hinein zu sehen.

Auch der Nachwuchs der Greifvögel ließ sich im August in der Landbachaue blicken. Nach unseren Beobachtungen gab es in diesem Jahr, neben den bereits im Juli beobachteten Wanderfalken, bei den Rotmilanen einen Jungvogel, bei den Mäusebussarden mindestens vier Junge und auch zwei junge Turmfalken. Junge Schwarzmilane gab es in in diesem Jahr hingegen nicht zu sichten.

Durchziehende Limikolen (Watvögel) waren im August in der Landbachaue nahezu täglich bei ihrer Nahrungssuche an den westlichen Gewässerflächen zu sehen. Sicher bestimmen und zuordnen konnten wir Bekassinen, Waldwasserläufer, Grünschenkel, Flussuferläufer und Alpenstrandläufer. Bei weiten Entfernungen und ungünstigen Lichtverhältnissen (Dämmerung oder Gegenlicht) wird die Artbestimmung allerdings sehr schwierig, sodass dem Beobachter durchaus einige weitere Arten entgehen können.

Highlights im August waren ein junger (diesjähriger) Nachtreiher und ein ebenso junger Purpurreiher. Der junge Nachtreiher, der zu den stark bedrohten Vogelarten gehört, pendelte anfangs zwischen Landbachaue und dem Zusammenfluss des Landbachs im Bickenbacher Ortskern. In den letzten Augusttagen war er dann nur noch in der Bickenbacher Bahnhofstraße zu sichten, wo er tagsüber überwiegend ruhend zu sehen war und bei Dämmerung im Landbach auf die Jagd nach kleinen Fischen ging. Der junge Purpurreiher konnte ebenfalls Ende August, allerdings ausschließlich in der Landbachaue, gesichtet werden. Dieser Vogel zeigte sich sehr scheu und es war überhaupt die Erstsichtung dieser ebenfalls stark gefährdeten Reiherart in der Aue.

Nach der Abreise der beiden Jungstörche Ende Juli rückte das Brutpaar der Landbachaue im August wieder näher zusammen. Die beiden Elternstörche konnte man den ganzen Monat über vereint bei der Nahrungssuche auf den Äckern und den Wasserflächen rund um ihr Nest beobachten. Auf ihrer Reise in die Winterquartiere durchziehende Storchentrupps von bis zu 70 Vögeln bereiteten dem heimischen Storchenpaar allerdings einigen Stress. Insbesondere in den Abendstunden, wenn die Fremdlinge nach geeigneten Schlafplätzen suchten, musste das Auenpaar sein Nest verteidigen und die Fremdlinge abwehren, die dann mit Schlafstellen auf den Pappeln oder auch den Strommasten vorlieb nehmen mussten. Bis Ende September müsste der Storchenzug weitgehend abgeschlossen sein und auch das Paar in der Landbachaue dürfte dann auf seinem Weg in den Süden sein.

13 Zugstörche

Zugstörche

14 Zugstörche suchen Abkühlung

Zugstörche suchen Abkühlung

15 Nahrungssuche im Seichtwasser

Nahrungssuche im Seichtwasser

16 Begehrter Schlafplatz für Gäste

Begehrter Schlafplatz für Gäste