Aug 062017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Junger Mäusebussard

Gegen 19 Uhr ein dringender Anruf beim NABU Seeheim: im Balkhäuser Tal an einem Strassenrand wurde ein Greifvogel flugunfähig aufgefunden.

Foto: NABU/Tino Westphal – Junger Mäusebussard bei Falkner Lerche in Pfungstadt

In diesem Fall betätigen sich die NABU-Aktiven gern als Nothelfer und fahren vor Ort. Der Vogel erwies sich als junger Mäusebussard, der keine äußeren Verletzungen aufwies, aber einen wenig agilen Eindruck machte.

Unser bewährter Greifvogel-Helfer, Falkner Lerche in Pfungstadt, war sofort bereit, die Erstpflege zu übernehmen.

Nachtrag 8.8.2017 – der Vogel hat es leider nicht geschafft, trotz Zwangsfütterung. Er war schon zu sehr abgemagert.

Junge Raubvögel in diesem Alter werden nicht mehr von den Altvögeln versorgt, müssen also selbst auf die Jagd gehen und müssen sich ein eignes Revier suchen. An dieser Herausforderung scheitern viele der Vögel. 

Jul 102017
 

 Zunahme in Seeheim und Jugenheim, Rückgang in Balkhausen

Rauchschwalben

Auch dieses Jahr haben wir wieder die belegten Schwalbennester gezählt. Erfreulich ist die Entwicklung der Mehlschwalben in Seeheim: Dieses Jahr waren 33 Nester belegt (2016: 25, 2015: 20), davon 24 in Kunstnestern. Auffällig ist dabei, dass fast alle neuen Bruten in neu aufgehängten Kunstnestern stattfanden. Insbesondere an einigen der Häuser, die wir letztes Jahr als „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet haben, haben die Besitzer zusätzliche Nisthilfen angebracht, die allesamt von den Schwalben angenommen wurden.  

 So erfreulich diese Entwicklung ist, wir sind immer noch weit von den Zahlen aus dem Jahr 2000 (76 Brutpaare) oder gar aus den 80er Jahren ( über 250 Brutpaare) entfernt. Auch wenn Nisthilfen den Schwalben offensichtlich helfen können, gibt es noch zahlreiche andere Faktoren, die den Bestand belasten: Vor allem das verringerte Nahrungsangebot durch den massiven Rückgang der Insekten, sowie die Bedingungen in den Winterquartieren und auf den Zugwegen.

 Bei den Rauchschwalben im Reiterhof Seeheim gab es wie letztes Jahr ein Dutzend belegte Nester.

 In Jugenheim hat sich der Mehlschwalben-Bestand von 4 Brutpaaren im Vorjahr auf 8 verdoppelt, alle in Kunstnestern am gleichen Haus.

 Weniger erfreulich ist die Entwicklung in Balkhausen: Während wir dort 2014 noch 22 belegte Mehlschwalbennester finden konnten, waren es diese Jahr nur 11. Wir konnten hier auch  Rauchschwalben beobachten, haben wir leider keine Zahlen zu den belegten Nestern.

Jun 102017
 

Fotos: Angela Hille – Großer Fuchs

Die neue Generation des Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) fliegt – zwei Exemplare waren unterwegs in unmittelbarere Nähe des Fundortes vom zeitigen Frühjahr. Auch eine Präpuppe vom Großen Fuchs wurde aufgefunden.

Großer Fuchs

An der Bickenbacher Düne und am Damm vor dem Verkehrsübungsplatz konnten die ersten vier Exemplare des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) in diesem Jahr beobachten und fotografieren können. 
In ausgesuchten Bereichen der eiszeitlichen Dünen und Trockenbiotope im Umfeld von Seeheim-Jugenheim und Bickenbach werden in diesem Jahr von Schmetterlings-Experten des NABU Vorkommen und Häufigkeit diverser Schmetterlingsarten dokumentiert.

Kleiner Fuchs

Ein genereller Rückgang der Artenvielfalt unter den Insekten wird von Naturschützern beklagt.

Kleiner Fuchs

Auch eine Schmetterlingsexkursion wird in diesem Jahr am 24.6.2017 an der Bickenbacher Düne angeboten:

Puppe des Großen Fuchses.

Schmetterlingsexkursion an der Bickenbacher Düne

Jun 082017
 
Rast auf dem Melibokus-Gipfel 3

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Rast auf dem Melibokus-Gipfel

Die NAJU-Gruppenstunde wird für eine Fahrradtour genutzt: 16 Kilometer und 570 Höhenmeter hinauf zum Melibokusgipfel und dann zurück nach Seeheim in 2 Stunden ist schon eine nette abendliche Tour.

Schild Hessenforst Stilllegungsfläche Staatswald 1Vorbei kommen wir an neu aufgestellten Informationstafeln von HessenForst. Offensichtlich kürzlich aufgestellt an den Grenzen der 2. Tranche von Stilllegungsflächen im Hessischen Staatswald.

Mit dem Argument, der Wald wäre zu jung und artenarm und mit dem Hinweis auf eine  aufwändige Wegesicherung versucht HessenForst gegenwärtig eine Stilllegung im angrenzenden Gemeindewald Seeheim-Jugenheim zu verhindern. NABU und BUND hatten empfohlen, Naturschutzbelangen endlich Vorrang zu geben und große, zusammenhängende Waldflächen aus der Nutzung zu nehmen, anstatt Splitterflächen und wirtschaftlichen Grenzertragsflächen. Auch Anwohner und Besucher von Seeheim-Jugenheim wären um eine wesentliche Attraktion reicher: der künftige Urwald direkt vor der Haustür. 

Holzlager in der Stilllegungsfläche im Staatswald 2 10x13s

Holzentnahme aus den künftigen Stilllegungsflächen – auch das eine leider nicht seltene Beobachtung im Staatswald.

Typisch auch ein Befund am Wegrand: kürzlich erfolgte Holzentnahme aus den künftigen Stilllegungsflächen – auch das eine leider nicht seltene Beobachtung im Staatswald. 

Weisstannenschutz am Melibokus im Gemeindewald Alsbach

Weisstannenschutz am Melibokus im Gemeindewald Alsbach: die blauen Plastikteile verhindern Verbiss durch Rehe, müssen aber jedes Jahr neu angebracht werden. Die Kinder und Jugendlichen beim der NAJU machen gerne mit beim Waldschutz.

Auf dem Melibokus-Gipfel gönnen wir uns eine kurze Rast und schauen vorbei am Weisstannen-Projekt. In Zusammenarbeit mit HessenForst läuft im Gemeindewald Alsbach-Hähnlein ein Projekt mit unserer Naturschutzjugend-Gruppe, um Artenvielfalt im Wald zu fördern: Nahe dem Melibokus Gipfel stehen wenige alte Weisstannen, deren Nachkommen ohne Schutzmassnahmen gegen den Verbiss durch Rehe keine Chance hätten. 

Rast am Gipfel

Dann der beste Teil der Tour: die Abfahrt.

Schöne Tour – machen wir unbedingt wieder.

Nächste Woche wieder Tref bei Jan: es geht zum Felsenmeer. 

 

 

 

Mai 132017
 
NABU-Stand

Fotos: NABU/Tino Westphal – NABU-Stand beim Neubürgerempfang in Jugenheim.

Eine schöne Tradition der gemeinde Seeheim-Jugenheim ist es, ihre Neubürger zu einer Begrüssungsveranstaltung einzuladen- dieses Mal in der Bürgerhalle Jugenheim.

NABU-Team

NABU-Team

Portrait Ecki
Eine schöne Gelegenheit, den NABU an einem Informationsstand vorzustellen.

Teilnehmer: Mahmoud, Salem, Ecki und Tino.

Mrz 172017
 

Es wurden heute insgesamt 33 Nistkästen kontrolliert und gereinigt, von denen etwa die Hälfte belegt war.

Im Einzelnen:

  • Meisen 15
  • Kleiber 1
  • Hornisse 1
Gartenrotschwanz-Gelege

Gartenrotschwanz-Gelege

In einem Kasten war ein Gartenrotschwanzgelege mit drei nicht bebrüteten Eiern.

Meisen-Gelege

Meisen-Gelege

Außerdem haben wir zwei Meisennester gefunden, die ebenfalls nicht bebrütet waren.

 

Feb 032017
 

Achim Bach holt die Wiedehopfkisten

Die NABU Aktiven bereiten den Wiedehopfen ein Nest vor- an weiteren drei Stellen im Umfeld des Laukenlochs werden demnächst Wiedehopfkästen aufgestellt. Der Vogel hatte sich im letzten Frühjahr mehrfach und ausdauernd im Umfeld Seeheim-Jugenheim und Alsbach gezeigt und der NABU will alles Notwendige für den seltenen Vogel tun, damit er dauerhaft wieder bei uns einzieht.

Jeder kann etwas tun: Offene Gärten und Streuobstwiesen ohne Gifteinsatz, um ein reichhaltiges Umfeld für eine grosse Vielfalt an Insekten zu bieten, sind mindestens ebenso wichtige Voraussetzung für eine Wiederansiedlung.

 

Nov 272016
 
Foto: Archiv - Nistkasten-Kontrolle und Reinigung.

Foto: Archiv – Nistkasten-Kontrolle und Reinigung.

Von den insgesamt 32 Nistkästen am Heiligenberg und am Schuldorf (3) wurde einer gestohlen, so dass nur noch 31 existieren. Die Nistkästen waren alle belegt und wurden anlässlich der Kontrolle auch gereinigt.

Im Einzelnen:

  • Kohlmeise, evtl auch Blaumeise 16
  • Kleiber                                              9
  • Undefinierbar                                  3
  • Waldmaus                                        3

Einige Kästen werden offenbar auch von Mäusen als Übernachtungsstätte genutzt, in dem diese sich auf dem verlassenen Meisennest häuslich einrichten.

In einem Kasten wurde zudem eine Fledermaus angetroffen.

Fazit: Die Kästen werden gut angenommen. Um die Tiere nicht zu stören, werden keine Zwischenkontrollen durchgeführt. Von daher sind wir bei der Bestimmung auf das verlassene Nest angewiesen, was eine genaue Bestimmung manchmal schwierig macht.

Teilnehmer vom NABU: Achim und Uwe.

Nov 032016
 
Karte der Kernflächen HessenForst Nov 2016

Karte der Kernflächen HessenForst um Seeheim-Jugenheim und Alsbach vom November 2016. Grün: Flächen der Trance 1 Rot: Flächen der Tranche 2

HessenForst weist Kernflächen um Seeheim-Jugenheim und Alsbach aus

In Hessen sollen folgend dem Koalitionsvertrag 5% der Gesamtwaldfläche aus der Nutzung genommen werden, insgesamt 25.500 ha.

Von Seiten des NABU Seeheim wurde in diesem Zusammenhang beim NABU Landesverband die Ausweitung des bereits bestehenden 330ha großen Waldschutzgebietes am Melibokus vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde im Rahmen einer Gesamtliste vieler Gebiete zusammen mit den Naturschutzverbänden BUND und HGON der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Priska Hinz, weitergeleitet.

Das Ministerium hat den Vorschlag für das Gebiet 6217-305 angenommen. 

Auf der beigefügten Karte sind die grün markierten Gebiete der Tranche 1 zuzurechnen, die bereits Schutzgebiet sind. Bei den rot markierten Flächen handelt es sich um die neu hinzukommenden Schutzflächen der Tranche 2. Schwerpunktmäßig hat insbesondere das Gebiet am Heiligenberg zugenommen, aber auch der untere Melibocusbereich um die  Ruine Jossa.

WaldAlle Naturwaldschutzgebiete liegen innerhalb des bereits bestehenden Natura 2000 Gebietes Kniebrecht, Melibocus und Orbishöhe und genießen nach Umsetzung einen noch höheren Schutzstatus, da die Flächen aus der Nutzung genommen sind und ausschließlich dem Naturschutz dienen.