Jun 292017
 

Brütende Hitze herrschte in diesem Juni auf den frisch gemähten Wiesen am Seeheimer Blütenhang. Wo tagsüber nahebei Spaziergänger mit ihren Hunden vorbeilaufen und auf den Wiesen sich das Insektenleben tummelt, sollte für 2 Wochen das nächtliche Leben mit einer automatischen Kamera erkundet werden. Auf einem von Zäunen eingeschlossenen Gelände mit gut sichtbaren Spuren eines Wildwechsels war die die Kamera aktiviert zwischen dem 16.6.2017 und dem 29.6.2017.

Selbst bei Tageslicht noch oft zu sehen sind Füchse und Rehe. 

Regelmässige nächtliche Besucher: Fuchs, Reh, Steinmarder, Dachs und große Rotten von Wildschweinen. Als seltener Gast sogar ein Waldkauz, zu Fuß unterwegs auf der Wiese.

Wenn man bedenkt, dass hier nur wenige Quadratmeter Wiese über zwei Wochen beobachtet wurden, ist die beobachtete Dichte an größeren Tierbesuchen erstaunlich hoch.

Jun 212017
 
Kirschgarten 06

Fotos: NABU/Tino Westphal – Gieß-Einsatz im NABU-Kirschgarten am Seeheimer Blütenhang

Ein heißer Sommertag, auch noch am Abend. Um 20 Uhr treffen sich die freiwilligen Helfer im NABU-Kirschgarten am Blütenhang für einen Gießeinsatz. Angesetzt kurzfristig sogar 2x die Woche, denn es soll heiß bleiben in dieser Woche und die jungen Bäume lassen abends schon die Blätter hängen.

Das Team ist eingearbeitet, in reichlich einer halben Stunde hat jeder Baum seine Wasser-Ration.

Dank an alle Helfer!

Teilnehmer: Klaus-Dieter, Tino, Peter, Martin, Robin, Klaus und Michael.

Jun 162017
 
Mäheinsatz am Blütenhang Seeheim 11 10x24s

Fotos: NABU/Tino Westphal – Mäheinsatz am Blütenhang Seeheim

Bienenragwurz

Blühende Bienenragwurz – (Ophrys apifera)

Beim Mäh-Einsatz auf den Orchideen-Wiesen: wie schon im Vorjahr breitet sich eine eingewanderte Wickenart auf den Wiesen aus. Die Große Holzbiene mag diese Wicke, für die meisten Wiesenpflanzen aber ist ihre Wuchskraft eher schädlich. Deshalb wird die Wicke gezielt ausgemäht, andere blühende Pflanzen  auf denTrockenwiesen werden möglichst geschont. 

Schachbrettfalter und Kleines Ochsenauge fliegen in wenigen Exemplaren und die Bienenragwurz (Ophrys apifera) blüht.

Teilnehmer: Klaus-Dieter, Karl-Heinz und Tino.

Jun 062017
 

Foto: NABU/Tino Westphal – Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis)

Versteckt gelegen blühen die Orchideen am Seeheimer Blütenhang. Nur an wenigen Stellen haben sich die seltenen Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis) gehalten und werden liebevoll gehegt und gepflegt von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des NABU Seeheim-Jugenheim. Denn hierzu gehört einiges an Erfahrung, wann die Flächen gemäht oder beweidet werden, wieviel Beschattung notwendig ist. Vor allem aber dürfen keinesfalls Mineraldünger eingesetzt werden auf diesen Wiesen.  

Gern würden wir die Erfahrungen nutzen, größere Flächen am Blütenhang wieder zum Blühen zu bringen. Die Unterstützung von Natur-verbundenen Landeigentümern ist hier hoch willkommen. 

Orchideenwiese mit Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis)

Jun 032017
 
Kirschgarten 03

Fotos: NABU/Tino Westphal – Mahd im NABU Kirschgarten.

Die NABUs sind früh auf, um noch vor der Mittagshitze dien NABU-Kirschgarten zu mähen. Insbesondere die Kanadische Goldrute soll zurückgedrängt werden.
Das Mähgut wird als Mulchmaterial um die neu gepflanzten Bäume verteilt.

Erdkröte im Kirschgarten

Erdkröte im Kirschgarten.

Einer Erdkröte wurde der Weg aus der jetzt sonnenheißen Wiese in das nahen Gebüsch gewiesen.

Teilnehmer vom NABU: Christian, Klaus-Dieter, Ecki, Michael und Tino.

Jun 012017
 
Kirschgarten giessen 01

Fotos: NABU/Tino Westphal – freiwillige Giesshelfer im Kirschgarten.

Freiwillige Helfer spendeten ihren Abend für das Giessen der neu gepflanzten Obstbäume im Kirschgarten am Blütenhang.

Abschluss

Abschlussbesprechung mit NABU-Projektleiter Michael Theurich. Der nächste Giesseinsatz wird abgestimmt.

Auf den Wiesen ist die Kanadische Goldrute mittlerweile hoch gewachsen. In diesem Jahr wird der Kirschgarten noch nicht beweidet. Deshalb muss das Gras zusammen mit der Goldrute im vordern Bereich gemäht werden, wo die Pflegegemeinschaft nicht mit dem großen Mulcher arbeiten kann. NABU-Aktivisten treffen sich am Samstag 10 Uhr am Kirschgarten zum Mahdeinsatz. Freiwillige Helfer sind hier immer willkommen!

Mai 302017
 

Eine Woche lang beobachtet eine automatische Kamera heimliche Besucher einer Futterstelle für Vögel auf einem eingegrenzten Grundstück am Blütenhang Seeheim.

Überraschend die Vielzahl an Besuchern, die regelmässig vorbeischauen, viele streifen täglich auf ihrem Rundgang vorbei:

  • Rotfuchs
  • Waschbär
  • Steinmarder
  • Eichhörnchen

und natürlich viele Vögel…

Mai 212017
 
NABU-Grundstück Steinschüttung

Fotos: NABU/Tino Westphal – NABU-Grundstück am Seeheimer Blütenhang

Auf dem NABU-Grundstück am Blütenhang stehen die Orchideen in voller Blüte. Dank der Pflege unseres Gebietsbetreuers Klaus-Dieter Herth kamen in diesem Jahr so viele Pyramiden-Orchideen (Anacamptis pyramidalis) und Bocksriemenzungen (Himatoglossum hircinum) wie noch nie zur Blüte.

Mai 202017
 
Reh im Garten 1

Fotos: Mechthild Friderichs – Rehbesuch im Hausgarten

Rehbesuch im Hausgarten

Wildtiere sind keineswegs scheu. Vielmehr bobachten sie ihre Umgebung und insbesondere das Verhalten von Menschen sehr genau. So werden Jogger oder Landwirte im Trecker, die regelmässig ortsnah die Waldwege frequentieren zwar genau beobachtet, aber keineswegs als unmittelbare Gefahr angesehen. Anders sieht es natürlich aus, wenn Spaziergänger von freilaufenden Hunden begleitet werden.

Rehverbiss im Wald am Langen Berg 1

Starker Rehverbiss im Wald am Langen Berg bei Malchen.

Noch nie in der Geschichte war die Wilddichte an Rehen und auch Wildschweinen im Seeheimer Wald so hoch wie heute. Naturschützer finden im Wald weite Bereiche, in denen es keinen natürlichen Baumnachwuchs gibt, permanent verbissene Jungbuchen sehen aus wie gärtnerisch bearbeitete Buchsbäume, Orchideen in den Waldnaturschutzgebieten nördlich Seeheim oder seltene Weisstannen im Alsbacher Gemeindewald können  ohne massiven Einzelschutz jeder Pflanze nicht überleben. Landwirte beklagen zunehmend Wildschaden auf den Äckern.

Mit der zunehmenden Rehpopulation werden auch Ortslagen für Wildtiere interessant, zumal sie dort sicher sind vor Verfolgung durch Jäger. So finden viele Gartenbesitzer einen nächtens verwüsteten Rasen und abgefressene Beete vor.

 

Die Tierliebe der GärtnerInnen wird auf die Probe gestellt, wenn der Gast es auf die frisch gesäten Blumen im Trog und alle Rosenknospen abgesehen hat.

Über angemessene und neue Formen des Wildtiermanagements wird zu reden sein in den nächsten Jahren, um Interessen des Tier- und Naturschutzes mit anderen Interessen in Einklang zu bringen. 

Mai 172017
 

Foto: – Mechthild Friderichs – Barren-Ringelnatter Natrix natrix helvetica

Ringelnatter am Fuss der Trockenmauer.

Als Naturfreunde haben Anwohner der Georgenstrasse extra für die Reptilien Naturstein- statt Betonmauern angelegt. In ihren Spalten finden die selten gewordenen Kriechtiere Unterschlupf, die erwärmte Oberfläche der Steine bietet den wechselwarmen Reptilien die Möglichkeit, ihre Körpertemperatur den Bedürfnissen optimal anzupassen. 

Die Erdkröte schluckt Luft und bläht dadurch ihren Körper extrem auf – keine Chance für die Schlange.

Heute konnte ein dramatischer Kampf am Fuss der Steinmauer beobachtet werden. Eine Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica) – eine Unterart der Ringelnatter, die eher westlich des Rheins vorkommt, wollte sich eine kräftige Erdkröte (Bufo bufo)  einverleiben. Die Kröte aber wandte ihre bewährte Strategie an und pumpte sich voll Luft, so dass sie beinahe Kugelrund und als Happen einfach zu groß wurde. In jedem Fall waren am Ende beide Kontrahenten wohlauf.

Dass die Geschichte auch anders ausgehen kann, zeigt der Blogeintrag vom September des Vorjahres kaum 50m entfernt im Nachbargarten – wir berichteten. 

Ringelnatter frisst Erdkröte

Foto: Mechthild Friderichs –
Mauereidechse (Podarcis muralis)

Regelmässig an den Natursteinmauern zu beobachten: die grazilen und flinken Mauereidechsen (Podarcis muralis).