Jun 212017
 

Wegen der anhaltenden Trockenheit herrscht Wassermangel in den Fliessgewässern.

Aktuell kommt die größere Wassermenge im Landbach tatsächlich aus der Verbandskläranlage in Bickenbach, es handelt sich also um gereinigtes häusliches Abwasser.
Leider nutzen einige Bachanlieger in Bickenbach den Bach für die Bewässerung ihrer Gärten.
Kein Einzelfall (hier Bahnhofstraße Bickenbach) – obwohl verboten.
Eine Übernutzung der Wasserressourcen gefährdet viele vom Wasser abhängige Tiere und Pflanzen.

Wasserentnahme aus dem Landbach bei Bickenbach

Jun 102017
 

Fotos: Angela Hille – Großer Fuchs

Die neue Generation des Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) fliegt – zwei Exemplare waren unterwegs in unmittelbarere Nähe des Fundortes vom zeitigen Frühjahr. Auch eine Präpuppe vom Großen Fuchs wurde aufgefunden.

Großer Fuchs

An der Bickenbacher Düne und am Damm vor dem Verkehrsübungsplatz konnten die ersten vier Exemplare des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) in diesem Jahr beobachten und fotografieren können. 
In ausgesuchten Bereichen der eiszeitlichen Dünen und Trockenbiotope im Umfeld von Seeheim-Jugenheim und Bickenbach werden in diesem Jahr von Schmetterlings-Experten des NABU Vorkommen und Häufigkeit diverser Schmetterlingsarten dokumentiert.

Kleiner Fuchs

Ein genereller Rückgang der Artenvielfalt unter den Insekten wird von Naturschützern beklagt.

Kleiner Fuchs

Auch eine Schmetterlingsexkursion wird in diesem Jahr am 24.6.2017 an der Bickenbacher Düne angeboten:

Puppe des Großen Fuchses.

Schmetterlingsexkursion an der Bickenbacher Düne

Mai 072017
 
Bickenbacher Düne 01

Fotos: NABU/Tino Westphal – pflegeeinsatz auf der Bickenbacher Düne

Freiwillige Helfer von BUND und NABU treffen sich auf der Bickenbacher Düne. Seit Jahren werden die Dünenflächen regelmässig mit Hacken und Spaten von Brombeeren und Flieder, Mahonie und Liguster befreit.

Neben den ersten Orchideen in aufwändigem Einzelschutz zeigt sich ein Pärchen der Zauneidechse und auch ein Jungtier vom Vorjahr.  

Die Pflegemaßnahmen der letzten Jahre zeigen sichtbare Erfolge.

 

Apr 132017
 

Erste Sichtung des Wiedehopfs in diesem Jahr

Foto: Roland Tichai – Wiedehopf

 

Eine wunderbare Nachricht von NABU-Mitglied Roland Tichai: nachdem er im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt hatte, ist der Wiedehopf erstmals wieder aufgetaucht an der nördlichen Bergstraße. Dokumentiert wurde die Beobachtung als geschützter Eintrag in den Datenbanken Naturgucker.de und ornitho.de .

Vogelfreunde in Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein sollten bitte auf den Vogel achten und weitere Beobachtungen dem NABU melden. Sein Ruf ist sehr typisch und nicht zu überhören mit dreimal hub, hub, hub…

Apr 012017
 

Steinkauz-Monitoring bei Bickenbach und Pfungstadt

Die Runde beginnt in Bickenbach, an der Bahnstrecke. Hier gibt es ein Grundstück des BUND, auf dem wir im Jahr 2011 bei einem Baggereinsatz Sand, Steine und Totholz zur Förderung von Reptilien eingebracht hatten. Die vor Ort angebrachten Steinkauzkästen sind nicht von Käuzen, sondern von Staren bevölkert. Einige Kästen sind wegen aufgewachsener Brombeeren kaum noch zugänglich. 

Weiter geht es auf Pfungstädter Gebiet- dort finden wir einen besetzten Kasten, der Steinkauz ist beringt. 

Unglücklicherweise wird die betreffende Wiese seitens der Gemeinde wohl nur einmal im Herbst gemäht. Die angrenzenden Äcker sind mit Getreide bzw. Raps bestellt, die in Kürze als Nahrungs-Habitat im wesentlichen ausfallen. Deshalb müsste wenigstens die Teil der Streuobstwiese dringend gemäht werden, sonst werden es die Käuze sehr schwer haben, an die nötige Nahrung für eine Brut zu gelangen. Regenwürmer, Insekten und Mäuse kann der Steinkauz er nur in der offenen Landschaft erjagen.

Noch einige Stellen werden abgesucht, keine Steinkäuze zu finden. Auch nicht auf einer der früher besten Brutareale, der ehemaligen Burg Wellberg mit ihrem alten Streuobstbestand. Von der hochmittelalterlichen Turmhügelburg (Motte) kündet nur noch ein unscheinbarer Hügel in der flachen Landschaft des Rieds. Und der droht, von Brennnesseln und Gestrüpp überwachsen zu werden. Hier sollte dringend beweidet werden. Auch ein paar neue Obstbäume würden gut hierher passen. Alle angebrachten Steinauzkästen sind heute unbewohnt.

Okt 082016
 

Mit zwei Motorsensen und viel Einsatz gehen die Naturschutz-Aktivisten von NABU und BUND gegen die Brombeeren auf der Bickenbacher Düne vor.

Insbesondere auf den freigeschobenen Sandflächen wird die Brombeere manuell mit der Wurzel ausgerissen- hier sind die wertvollsten Standorte seltener Pflanzen, die so lange wie möglich offen gehalten werden.

Einsatz Bickenbacher Düne - Kaffeezeit

Fotos: NABU/Tino Westphal – Einsatz Bickenbacher Düne – Kaffeezeit

Zum Abschluss gibt es ein leckeres Catering am Waldrand mit leckerer Suppe, Kaffee und Kuchen. Eine angenehme Gelegenheit zum Gespräch.

Dabei fällt de Blick auf einen großen Berg von Kiefernholz. Die Stämme wurden wegen des Befalls durch den Blauen Kiefernprachtkäfer aus dem Bestand schon im Frühjahr herausgenommen. Die Langstämme rotten am Wegesrand vor sich hin. Wenn Holz ohne hin nicht genutzt wird, wäre es besser als wertvolles Totholz im Wald geblieben. Leider findet man an einigen Stellen in unseren Wäldern diese traurigen Überreste, die uns mahnen, auf eine Änderung unserer Waldwirtschaft hinzuarbeiten.

Aug 252016
 
Foto: Achim Bach -Weißstörche an der Landbachaue bei Bickenbach

Foto: Roland Tichai – Weißstörche an der Landbachaue bei Bickenbach

zum Artikel im Echo-Online: Störche werden im hessischen Ried zum Problem von 22.8.2016:

Kreisjägerverein Groß-Gerau warnt vor den Folgen von immer mehr Störchen. Rebhühner oder Fasane würden in ihrer Existenz bedroht, junge Hasen und Rehkitze würden attackiert. Von einer „Überpopulation“ der Störche ist die Rede.

Richtig ist, unsere Weißstörche brüten jedes Jahr erfolgreich im hessischen Ried, Südhessen besitzt wieder eine der größten Storchenpopulationen, nachdem diese schönen Vögel praktisch verschwunden waren. Auch um Hähnlein und Bickenbacher Gemarkung berichten wir regelmässig vom Wappenvogel des NABU. Tatsächlich ist die Wiederbesiedlung eine der wenigen wirklichen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes, zeigen aber auch: erfolgreicher Naturschutz benötigt breite Akzeptanz und aktive Umsetzung von Naturschutzmassnahmen.

Die Naturschützer vom NABU beklagen die Bestandseinbrüche nicht nur  bei den jagdbaren Vögeln wie Rebhuhn oder Fasan, sondern generell bei allen Feldvögeln: auch Feldlerche und Kiebitz – früher häufig, sind heute weitgehend aus den Fluren verschwunden. Wir beobachten, dass der Kiebitz seit Jahren praktisch keinen erfolgreichen Bruten mehr im Gebiet Alsbach und Bickenbach hochbringt. Möglicherweise kommt das Kiebitz-Rettungsprojekt bei uns lokal schon zu spät und wir müssen auf den Erfolg von Rettungsmassnahmen anderswo hoffen.

Die Ursachen der Bestandsrückgänge liegen bekanntermassen nicht an irgendwelchen Überpopulationen, sondern an der Form der hochindustriell betriebenen Landwirtschaft, die dem Ried ihren Stempel aufgedrückt hat. Es kann keinen Zweifel daran geben, dass wir langfristig nach der Energiewende auch eine Agrarwende benötigen, sonst werden wir wesentliche Teile der Artenvielfalt im Ried verlieren.

Bis zu einer künftigen Agrarwende aber bleibt nichts anderes übrig, als in Zusammenarbeit der lokalen Naturschutzverbände (zu der auch die Jagdverbände gehören!) mit den Naturschutzbehörden und Kommunen Refugien der Artenvielfalt zu schaffen oder unter allen Umständen zu erhalten.

Wiederholen wir die „Erfolgsstory Weißstorch“ – bei anderen Feldbewohnern. Hier ist die Unterstützung durch die Jägerschaft hoch willkommen.

Beispiel Kiebitz: Kiebitze sind beinahe verschwunden – tun wir etwas, durch Beteiligung am laufenden Kiebitz-Projekt! Der NABU sucht Mitstreiter bei Naturschutzprojekten hier bei uns im Ried.


Die Hessenschau äussert sich zur Aufregung um die Störche:

http://hessenschau.de/panorama/aerger-im-storchenland,stoerche-102.html

Jul 102016
 
Faulbaumbläuling (Celestrina argiolus)

Faulbaumbläuling (Celestrina argiolus)

Foto: Christa Dreißig - Pyramideneule (Amphipyra pyramidea)

Foto: Christa Dreißig – Pyramideneule (Amphipyra pyramidea)

Der Juli ist eine gute Zeit für die Schmetterlingsbeobachtung im heimischen Garten. NABU-Mitglied Christa Dreißig hat einige Fotos geteilt und unser Schmetterlingsexperte  Dennis Sanetra hat eine Bestimmung der beiden noch relativ häufigen Falter vorgenommen: Faulbaumbläuling (Celestrina argiolusund  Pyramideneule (Amphipyra pyramidea), vielleicht aber auch Svenssons Pyramideneule (Amphipyra berbera). Da die beiden Arten sich äusserlich sehr ähneln und nur genital-morphologische Untersuchungen Gewissheit verschaffen würden-  lassen wir den Eulenfalter einfach weiterfliegen…

Jul 072016
 
Reh

Fotos: Achim Bach – Besucher im Wildnis-Garten

NABU-Mitglied Achim ist stolz auf seinen Wildnis-Garten.

Gefunden und fotografiert an einem ruhigen Donnerstag-Nachmittag (und bestimmt von unserem Schmetterlings-Experten Dennis) einige Arten, die noch recht häufig vorkommen.

Schmetterlinge

ausserdem