Okt 072017
 
Begehung Steinkauzkästen Hähnlein 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Begehung Steinkauzkästen bei Hähnlein. Ob es hier Bruten gab, ist leider nicht bekannt.

Zusammen mit Steinkauzexperten Willi Fuchs vom NABU Ried und einem der besten Kenner des Hähnleiner Vogelwelt Rudolf Boehm vom NABU Seeheim suchte die Gruppe einige früher bekannte Steinkauzreviere im Gebiet um Hähnlein ab. Die Vorkommen des kleinen Eulenvogels in in Südhessen sehr zurückgegangen, die Reproduktionsrate ist, wie in Pfungstädter Gebiet nachgewiesen, beklagenswert gering.

Begehung Steinkauzkästen Hähnlein 3Der Steinkauz benötigt Streuobstanlagen mit gutem Nahrungsangebot in Form von Regenwürmern und Mäusen. Die Art der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung hat sich auch um Hähnlein in den letzten zwanzig Jahren stark geändert: mehr Maisäcker, weniger Streuobst und fast keine gepflegten kurzgrasigen Wiesen gibt es mehr. Dafür bieten sich möglicherweise im Umfeld neu angelegter Pferdekoppeln und Ställe neue geeignete Biotope für den Steinkauz. 

Begehung Steinkauzkästen Hähnlein 2Geeignete Bäume wurden aufgenommen und Willi Fuchs wird einige Steinkauzkästen um- bzw. neu aufhängen. 

Jul 032017
 

Fotos: Roderic Bechert – Junge Turmfalken tummeln sich auf den Dächern von Alsbach

Junge Turmfalken machen ihre ersten Flugversuchen auf den Dächern von Alsbach. Sie haben das Nest verlassen, werden von den Altvögeln aber regelmässig mit Futter versorgt.

Im Schuldorf an der Bergstrasse war am vergangenen Freitag ein Jungtier auf dem Boden notgelandet und war offenbar schon ein paar Tage zu Fuß unterwegs. Wegen des Schulbetriebs war eine Fütterung für die Altvögel sicher schwierig und so war der Jungvogel schon arg geschwächt kurz vor Mitternacht beim NABU abgeliefert worden. Der Vogel wurde noch am selben Abend nach Pfungstadt in die Hände eines Falkners gegeben. Hoffen wir, das der Vogel die Hungerphase überlebt hat.

Dank an Roderic Bechert für die Einsendung

 

 

 

Jun 082017
 
Rast auf dem Melibokus-Gipfel 3

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Rast auf dem Melibokus-Gipfel

Die NAJU-Gruppenstunde wird für eine Fahrradtour genutzt: 16 Kilometer und 570 Höhenmeter hinauf zum Melibokusgipfel und dann zurück nach Seeheim in 2 Stunden ist schon eine nette abendliche Tour.

Schild Hessenforst Stilllegungsfläche Staatswald 1Vorbei kommen wir an neu aufgestellten Informationstafeln von HessenForst. Offensichtlich kürzlich aufgestellt an den Grenzen der 2. Tranche von Stilllegungsflächen im Hessischen Staatswald.

Mit dem Argument, der Wald wäre zu jung und artenarm und mit dem Hinweis auf eine  aufwändige Wegesicherung versucht HessenForst gegenwärtig eine Stilllegung im angrenzenden Gemeindewald Seeheim-Jugenheim zu verhindern. NABU und BUND hatten empfohlen, Naturschutzbelangen endlich Vorrang zu geben und große, zusammenhängende Waldflächen aus der Nutzung zu nehmen, anstatt Splitterflächen und wirtschaftlichen Grenzertragsflächen. Auch Anwohner und Besucher von Seeheim-Jugenheim wären um eine wesentliche Attraktion reicher: der künftige Urwald direkt vor der Haustür. 

Holzlager in der Stilllegungsfläche im Staatswald 2 10x13s

Holzentnahme aus den künftigen Stilllegungsflächen – auch das eine leider nicht seltene Beobachtung im Staatswald.

Typisch auch ein Befund am Wegrand: kürzlich erfolgte Holzentnahme aus den künftigen Stilllegungsflächen – auch das eine leider nicht seltene Beobachtung im Staatswald. 

Weisstannenschutz am Melibokus im Gemeindewald Alsbach

Weisstannenschutz am Melibokus im Gemeindewald Alsbach: die blauen Plastikteile verhindern Verbiss durch Rehe, müssen aber jedes Jahr neu angebracht werden. Die Kinder und Jugendlichen beim der NAJU machen gerne mit beim Waldschutz.

Auf dem Melibokus-Gipfel gönnen wir uns eine kurze Rast und schauen vorbei am Weisstannen-Projekt. In Zusammenarbeit mit HessenForst läuft im Gemeindewald Alsbach-Hähnlein ein Projekt mit unserer Naturschutzjugend-Gruppe, um Artenvielfalt im Wald zu fördern: Nahe dem Melibokus Gipfel stehen wenige alte Weisstannen, deren Nachkommen ohne Schutzmassnahmen gegen den Verbiss durch Rehe keine Chance hätten. 

Rast am Gipfel

Dann der beste Teil der Tour: die Abfahrt.

Schöne Tour – machen wir unbedingt wieder.

Nächste Woche wieder Tref bei Jan: es geht zum Felsenmeer. 

 

 

 

Apr 132017
 

Erste Sichtung des Wiedehopfs in diesem Jahr

Foto: Roland Tichai – Wiedehopf

 

Eine wunderbare Nachricht von NABU-Mitglied Roland Tichai: nachdem er im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt hatte, ist der Wiedehopf erstmals wieder aufgetaucht an der nördlichen Bergstraße. Dokumentiert wurde die Beobachtung als geschützter Eintrag in den Datenbanken Naturgucker.de und ornitho.de .

Vogelfreunde in Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein sollten bitte auf den Vogel achten und weitere Beobachtungen dem NABU melden. Sein Ruf ist sehr typisch und nicht zu überhören mit dreimal hub, hub, hub…

Mrz 302017
 

Fotos: Tobias Elbert – Vogelkirsche (Prunus avium)

Die beim Großeinsatz der NAJU Hessen im Herbst 2016 gepflanzten Bäumchen im Alsbacher Wald sind fast alle angewachsen, berichtet Revierleiter Tobias Elbert von HessenForst.

Der Ausfall liegt bisher noch unter 5%. Das ist ein sehr guter Wert. Lediglich die Bergulme ist häufig von oben her trocken geworden, sie bildet jedoch weiter unten neue Knospen aus, sodass auch diese noch überleben können. Entscheidend  ist das Wetter in der nächsten Zeit, die Wärme und Trockenheit derzeit sind nicht so gut.

Die Bäume, die nach dem Sommer abgestorben sind, werden im Herbst durch Neue ersetzt.

Geplant wird hier ein Einsatz der lokalen NAJU-Gruppe.

Revierleiter Tobias Elbert dankt nochmals für den Einsatz der NAJU.

Feb 162017
 

Foto: Hannah Schneidmüller – Tino Westphal, Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim nimmt die Spende entgegen.

Eine engagierte Gruppe von Mädchen der Melibokusschule aus Alsbach hatte Kuchen gebacken und in der Schule verkauft, um mit der Aktion auf die bedrohten Bienen aufmerksam zu machen. Das Ergebnis der Sammelaktion der Bienenfreunde wurde heute Tino Westphal, Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim als Spende für den Bienenschutz übergeben.

Tino Westphal bedankte sich herzlich im Namen des Vorstandes des NABU Seeheim-Jugenheim und versicherte, dass im Frühjahr das Geld für ein Projekt im Interesse der Wildbienen am Blütenhang eingesetzt wird.

Feb 012017
 

Foto: Hanna Schneidmüller – Bienenfreunde backen Kuchen

Sieben 12-jährige Mädchen der Melibokusschule Alsbach wollten sich für Umwelt- und Naturschutz engagieren und haben beschlossen, in ihrer Schule eine Ausstellung über die Situation der Bienen zu machen. Dazu haben sie Kuchen gebacken und gegen Spende verkauft.

Die Spende von 100 Euro soll jetzt an den NABU gehen. Die Übergabe wird bei einem Besuch bei der Infomesse natur-garten-kunst am 12.2.2017 in Malchen erfolgen.

Liebe Bienenfreunde,

eine wunderbare Idee – vorab schon Dank dafür! – Wir freuen uns schon auf das Treffen in Malchen. 

Wollen ihr eure Bieneninfo-Plakate bei der Infomesse präsentieren – das würde perfekt passen!

Schauen wir mal, was wir den Wildbienen Gutes tun können … der nächste NABU-Einsatz  18.02.2017 passt doch schon perfekt: Einsaat einer Blumenwiese.

Eure Freunde vom NABU

Nov 032016
 
Karte der Kernflächen HessenForst Nov 2016

Karte der Kernflächen HessenForst um Seeheim-Jugenheim und Alsbach vom November 2016. Grün: Flächen der Trance 1 Rot: Flächen der Tranche 2

HessenForst weist Kernflächen um Seeheim-Jugenheim und Alsbach aus

In Hessen sollen folgend dem Koalitionsvertrag 5% der Gesamtwaldfläche aus der Nutzung genommen werden, insgesamt 25.500 ha.

Von Seiten des NABU Seeheim wurde in diesem Zusammenhang beim NABU Landesverband die Ausweitung des bereits bestehenden 330ha großen Waldschutzgebietes am Melibokus vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde im Rahmen einer Gesamtliste vieler Gebiete zusammen mit den Naturschutzverbänden BUND und HGON der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Priska Hinz, weitergeleitet.

Das Ministerium hat den Vorschlag für das Gebiet 6217-305 angenommen. 

Auf der beigefügten Karte sind die grün markierten Gebiete der Tranche 1 zuzurechnen, die bereits Schutzgebiet sind. Bei den rot markierten Flächen handelt es sich um die neu hinzukommenden Schutzflächen der Tranche 2. Schwerpunktmäßig hat insbesondere das Gebiet am Heiligenberg zugenommen, aber auch der untere Melibocusbereich um die  Ruine Jossa.

WaldAlle Naturwaldschutzgebiete liegen innerhalb des bereits bestehenden Natura 2000 Gebietes Kniebrecht, Melibocus und Orbishöhe und genießen nach Umsetzung einen noch höheren Schutzstatus, da die Flächen aus der Nutzung genommen sind und ausschließlich dem Naturschutz dienen.