Feb 162017
 

Foto: Hannah Schneidmüller – Tino Westphal, Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim nimmt die Spende entgegen.

Eine engagierte Gruppe von Mädchen der Melibokusschule aus Alsbach hatte Kuchen gebacken und in der Schule verkauft, um mit der Aktion auf die bedrohten Bienen aufmerksam zu machen. Das Ergebnis der Sammelaktion der Bienenfreunde wurde heute Tino Westphal, Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim als Spende für den Bienenschutz übergeben.

Tino Westphal bedankte sich herzlich im Namen des Vorstandes des NABU Seeheim-Jugenheim und versicherte, dass im Frühjahr das Geld für ein Projekt im Interesse der Wildbienen am Blütenhang eingesetzt wird.

Feb 012017
 

Foto: Hanna Schneidmüller – Bienenfreunde backen Kuchen

Sieben 12-jährige Mädchen der Melibokusschule Alsbach wollten sich für Umwelt- und Naturschutz engagieren und haben beschlossen, in ihrer Schule eine Ausstellung über die Situation der Bienen zu machen. Dazu haben sie Kuchen gebacken und gegen Spende verkauft.

Die Spende von 100 Euro soll jetzt an den NABU gehen. Die Übergabe wird bei einem Besuch bei der Infomesse natur-garten-kunst am 12.2.2017 in Malchen erfolgen.

Liebe Bienenfreunde,

eine wunderbare Idee – vorab schon Dank dafür! – Wir freuen uns schon auf das Treffen in Malchen. 

Wollen ihr eure Bieneninfo-Plakate bei der Infomesse präsentieren – das würde perfekt passen!

Schauen wir mal, was wir den Wildbienen Gutes tun können … der nächste NABU-Einsatz  18.02.2017 passt doch schon perfekt: Einsaat einer Blumenwiese.

Eure Freunde vom NABU

Nov 032016
 
Karte der Kernflächen HessenForst Nov 2016

Karte der Kernflächen HessenForst um Seeheim-Jugenheim und Alsbach vom November 2016. Grün: Flächen der Trance 1 Rot: Flächen der Tranche 2

HessenForst weist Kernflächen um Seeheim-Jugenheim und Alsbach aus

In Hessen sollen folgend dem Koalitionsvertrag 5% der Gesamtwaldfläche aus der Nutzung genommen werden, insgesamt 25.500 ha.

Von Seiten des NABU Seeheim wurde in diesem Zusammenhang beim NABU Landesverband die Ausweitung des bereits bestehenden 330ha großen Waldschutzgebietes am Melibokus vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde im Rahmen einer Gesamtliste vieler Gebiete zusammen mit den Naturschutzverbänden BUND und HGON der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Priska Hinz, weitergeleitet.

Das Ministerium hat den Vorschlag für das Gebiet 6217-305 angenommen. 

Auf der beigefügten Karte sind die grün markierten Gebiete der Tranche 1 zuzurechnen, die bereits Schutzgebiet sind. Bei den rot markierten Flächen handelt es sich um die neu hinzukommenden Schutzflächen der Tranche 2. Schwerpunktmäßig hat insbesondere das Gebiet am Heiligenberg zugenommen, aber auch der untere Melibocusbereich um die  Ruine Jossa.

WaldAlle Naturwaldschutzgebiete liegen innerhalb des bereits bestehenden Natura 2000 Gebietes Kniebrecht, Melibocus und Orbishöhe und genießen nach Umsetzung einen noch höheren Schutzstatus, da die Flächen aus der Nutzung genommen sind und ausschließlich dem Naturschutz dienen.

 

Okt 182016
 

Naturschutzjugend Hessen und Aktive des NABU Seeheim-Jugenheim bringen Vielfalt in den Alsbacher Wald

Der 18.10.2016 ist ein schöner Herbsttag. Es ist nicht kalt und bleibt trocken und der Wald zeigt sich in herbstlicher Pracht.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 01

Fotos: Roland Tichai – Das Aufforstungsgebiet liegt ca. 1 Kilometer östlich vom Alsbacher Schloss in Wald. Aufgeforstet wurden 2 steile Gebiete oberhalb und unterhalb eines Waldweges.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 03

Revierförster Tobias Elbert (links) erläutert die geplante Maßnahme. Bei der Arbeit konnte man dann feststellen, dass alle Kinder gut zugehört hatten.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 04

Bürgermeister Georg Rausch bedankt sich im Namen der Gemeinde Alsbach-Hähnlein und wünscht guten Erfolg. Die Reporterin des Darmstädter Echos (rechts) macht sich Notizen für einen Presseartikel.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 05

Revierförster Tobias Elbert hat den ersten Baum gesetzt und alle Arbeitsschritte genau erklärt. Die Kids wissen jetzt Bescheid.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 06

Die Setzlinge sind nicht sehr groß, deshalb ist gründliches Arbeiten angesagt.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 07

Die ersten Erfolge sind sichtbar. Die Kinder und Jugendlichen sind sichtlich zufrieden.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 15

Nach getaner Arbeit ist Rast, Essen und Trinken angesagt. Es gibt Brötchen mit Bratwurst von Wildschwein und Früchtetee. Alle sind happy.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 14

Die Flächen sind nun fast gefüllt. Die Aktion geht ihrem Ende entgegen.

In der Nähe des Alsbacher Schlosses werden an diesem Tag ca. 300 kleine Bäume gepflanzt, die eine Fläche in einem Hang schließen sollen, die durch Windbruch frei gelegt wurde.

Vereinbart haben sich Hessen-Forst, Forstamt Pfungstadt, (Revierförster Tobias Elbert), eine Gruppe der NAJU Hessen (24 Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren und 6 Betreuer/innen) unter der Leitung von Robin Hoffmann und 4 Aktive vom NABU Seeheim-Jugenheim ( Ulrike Steinmetz , Mahmoud Bandeh Khoda, Ecki Woite und Roland Tichai).

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Alsbach-Hähnlein, Georg Rausch, ist anwesend und bedankt sich herzlich für diese Aktion. Die Presse (Darmstädter Echo) ist ebenfalls im Wald dabei und wird berichten

Förster Tobias Elbert erläutert, dass 6 verschiedene Baumsorten gepflanzt werden sollen (Elsbeere, Speierling, Wildapfel, Wildbirne, Vogelkirsche, Bergulme), die das dominierende Bild der Buchen im Alsbacher Wald auflockern sollen. Herr Elbert zeigt allen Beteiligten einen Pflanzvorgang und erklärt, was wichtig und zu beachten ist.

Dann werden die 6 Gruppen eingeteilt und es geht los.

Alle, die an der Aktion teilnehmen, sind sehr motiviert und deshalb sind auch die Erfolge bald zu sehen. Stück für Stück werden die offenen Flächen zugepflanzt.

Obwohl die Arbeitsfläche doch recht steil ist, meistern die Kinder die Tätigkeiten souverän. Als im Unterholz ein Grasfrosch entdeckt wird, ist das eine schöne Abwechslung.

Pflanzaktion der NAJU im Alsbacher Wald 13

Plötzlich hüpft im Arbeitsbereich ein Grasfrosch herum. Später wird diskutiert, wo der wohl im Wald seinen Laichplatz hat.

Nach ca. 3 Stunden haben die 6 Gruppen 300 Bäume gepflanzt und mit Verbissschutz versehen. Der Förster ist zufrieden, die Kinder sind wegen des erreichten Zieles gut drauf und das anschließende Mittagessen (Brötchen mit Bratwurst vom Wildschwein) schmeckt allen.

Nach getaner Arbeit ist Rast, Essen und Trinken angesagt. Es gibt Brötchen mit Bratwurst von Wildschwein und Früchtetee. Alle sind happy.

 

 

 

Okt 142016
 
Waldeinsatz Weisstannenschutz - Tobias Elbert 1 10x15s

Fotos: NAJU/Tino Westphal – NAJUs im Waldeinsatz beim Weißtannenschutz – Revierförster Tobias Elbert zeigt den Unterschied zwischen Douglasie, Fichte und Weisstanne und erklärt die Methode des Verbiss-Schutzes mit Plastiklammern

Bei  Einsatz im Jahr zuvor hatte die Gruppe Drahthosen um einige Exemplare gebaut, die kleineren Kids hatten bei ihrem Einsatz im Vorjahr mit Förster Kaffenberger die Spitzen der kleinen Weisstannen mit Kreppband abgeklebt.

Waldeinsatz Weisstannenschutz

So wird’s gemacht. Plastik umschliesst die leckere Knospe. Und das Wachstum aus der Knospe im nächsten Jahr wird nicht behindert.

Durchaus mit Erfolg- die geschützten Triebe sind um wenige Zentimeter gewachsen. Die Kreppbandmethode ist einfach, muss aber jedes Jahr wiederholt werden.

Waldeinsatz Weisstannenschutz - Jan

Jan bei der Arbeit. Bald zieren blaue Plastikhütchen alle Spitzenknospen. Da beisst kein Reh rein.

In diesem Jahr stellt der neue Revierförster Tobias Elbert der NAJU-Gruppe eine neue Form des Schutzes für die empfindlichen Spitzenknospen der Weißtanne gegen den Verbiss durch Rehwild vor: kleinen blaue Plastikklammern werden über der Knospe befestigt. Diese Plastikteile müssen natürlich auch im Folgejahr auf die neue Knospe übertragen werden.


Waldeinsatz Weisstannenschutz - Tino

Hier nun die innovativen Verbißschutzmethoden des NAJU:
A) Tino demonstriert die Methode TARNUNG: mit Flecktarn Nacht und wenig schmackhafter Vegetation im Kronenbereich oder—

Waldeinsatz Weisstannenschutz - Tobias

B) Tobias demonstriert die Methode ABSCHRECKUNG: mit auffälliger Blaufärbung und massivem Verbiss-Schutz im Kronenbereich.
Beide Methoden haben sich bewährt: Verbiss durch Rehwild war bei beiden Versuchsanordnungen nicht nachweisbar.


Mit Abstand den meisten Spass bei der Aktion hat Alma. Als wirklich aufmerksame Hundedame sammelt sie gern ein paar dieser komischen blauen Dinger wieder ein.

Gut am Ende waren die blauen Teile schnell verarbeitet und wir haben die restlichen Bäumchen wieder mit Kreppband versorgt.

Was können wir demnächst machen? Da wäre noch ein stillgelegter Bereich im Alsbacher Gemeindewald, in dem vor einem Jahr junge Elsbeeren mit Jutesäcken vor Verbiss geschützt wurden. Die Jute ist leider nicht sehr beständig und viele der Säcke liegen nach einem Jahr zerfetzt am Boden. Da könnten die Waldwölfe ran…

Okt 122016
 

Aktiver Naturschutz und Workshops für Jugendliche im Odenwald

Vom 17. bis 22. Oktober veranstaltet die Naturschutzjugend (NAJU) Hessen eine Herbstfreizeit im Odenwald. Fünfzig Jugendliche ab 12 Jahren können eine spannende Woche in der Melibokusschule in Alsbach-Hähnlein erleben und sich dabei für den Schutz unserer heimischen Natur einsetzen. Neben interessanten Workshops wird in Kooperation mit dem NABU, HessenForst und der Gemeinde der Alsbacher Wald aufgeforstet.

In den sechs Tagen beziehen die Jugendlichen die Melibokusschule als Basisstation zur Übernachtung und Verpflegung, um von dort aus vielfältige Aktionen und Exkursionen zu starten. Neben kreativen und handwerklichen Interessen sind auch aktuelle Umweltthemen Inhalt der angebotenen Workshops. Außerdem wird es ein großes Rollenspiel im Wald rund um den Melibokus geben. Beim traditionellen Naturschutzeinsatz können die Teilnehmer dieses Jahr HessenForst bei der Aufforstung des Alsbacher Waldes zur Hand gehen. Unter dem Thema „ Artenvielfalt und Naturschutz im Wald“ ist die Pflanzung von bis zu 500 Bäumen geplant, was natürlich auch dem Klimaschutz zu Gute kommt. Der Abschluss der Freizeit wird durch eine Party gekrönt, welche die Jugendlichen selbst mitgestalten.

An der Jugendfreizeit „Herbst Aktiv“, die in Alsbach-Hähnlein stattfindet, können Jugendliche ab 12 Jahren aus ganz Hessen teilnehmen. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 130,00 € inklusive Übernachtung und Verpflegung. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.naju-hessen.de oder unter Tel.: 06441-946903

Sep 302016
 

Vom 17.-22.Oktober findet in der Melibokusschule Alsbach-Hähnlein (Kreis Darmstadt-Dieburg) unsere Herbstfreizeit statt.

Jetzt anmelden!

Zum Programm gehört dieses Jahr beispielsweise ein großer Naturschutzeinsatz, bei dem wir in Kooperation mit dem NABU Seeheim-Jugenheim und HessenForst im Alsbacher Gemeindewald gemeinsam Bäume pflanzen. Außerdem wird es viele handwerkliche und thematische Workshops sowie ein großes Rollenspiel geben.


Weitere Informationen kann man im Jahresprogramm und auf unserer Homepage finden, auf welcher man sich auch direkt anmelden kann.

Robin Hoffmann

Kinder- und Jugendbereich

Naturschutzjugend (NAJU) Hessen e.V.

Mail: robin.hoffmann@NAJU-Hessen.de

Naturschutzjugend Hessen e.V.

Friedenstraße 26, 35578 Wetzlar

Telefon: 06441-946903

E-Mail: mail@NAJU-Hessen.de

Web: www.NAJU-Hessen.de

Facebook: www.facebook.com/NAJU.Hessen

Sep 202016
 

Ein schöner Artikel im Echo-Online zur Einweihung des Dornbachteich, Wühlmaus-Erntefest und Waldprojekt in Alsbach

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/seeheim-jugenheim/naturschuetzer-im-wintermodus_17308583.htm

Eine wesentliche Korrektur zum Projekt im Alsbacher Gemeindewald: Douglasien pflanzen wir gewiss nicht im Alsbacher Forst.

Im speziellen Fall geht es um den Schutz von Weisstannen.

Aug 252016
 
Foto: Achim Bach -Weißstörche an der Landbachaue bei Bickenbach

Foto: Roland Tichai – Weißstörche an der Landbachaue bei Bickenbach

zum Artikel im Echo-Online: Störche werden im hessischen Ried zum Problem von 22.8.2016:

Kreisjägerverein Groß-Gerau warnt vor den Folgen von immer mehr Störchen. Rebhühner oder Fasane würden in ihrer Existenz bedroht, junge Hasen und Rehkitze würden attackiert. Von einer „Überpopulation“ der Störche ist die Rede.

Richtig ist, unsere Weißstörche brüten jedes Jahr erfolgreich im hessischen Ried, Südhessen besitzt wieder eine der größten Storchenpopulationen, nachdem diese schönen Vögel praktisch verschwunden waren. Auch um Hähnlein und Bickenbacher Gemarkung berichten wir regelmässig vom Wappenvogel des NABU. Tatsächlich ist die Wiederbesiedlung eine der wenigen wirklichen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes, zeigen aber auch: erfolgreicher Naturschutz benötigt breite Akzeptanz und aktive Umsetzung von Naturschutzmassnahmen.

Die Naturschützer vom NABU beklagen die Bestandseinbrüche nicht nur  bei den jagdbaren Vögeln wie Rebhuhn oder Fasan, sondern generell bei allen Feldvögeln: auch Feldlerche und Kiebitz – früher häufig, sind heute weitgehend aus den Fluren verschwunden. Wir beobachten, dass der Kiebitz seit Jahren praktisch keinen erfolgreichen Bruten mehr im Gebiet Alsbach und Bickenbach hochbringt. Möglicherweise kommt das Kiebitz-Rettungsprojekt bei uns lokal schon zu spät und wir müssen auf den Erfolg von Rettungsmassnahmen anderswo hoffen.

Die Ursachen der Bestandsrückgänge liegen bekanntermassen nicht an irgendwelchen Überpopulationen, sondern an der Form der hochindustriell betriebenen Landwirtschaft, die dem Ried ihren Stempel aufgedrückt hat. Es kann keinen Zweifel daran geben, dass wir langfristig nach der Energiewende auch eine Agrarwende benötigen, sonst werden wir wesentliche Teile der Artenvielfalt im Ried verlieren.

Bis zu einer künftigen Agrarwende aber bleibt nichts anderes übrig, als in Zusammenarbeit der lokalen Naturschutzverbände (zu der auch die Jagdverbände gehören!) mit den Naturschutzbehörden und Kommunen Refugien der Artenvielfalt zu schaffen oder unter allen Umständen zu erhalten.

Wiederholen wir die „Erfolgsstory Weißstorch“ – bei anderen Feldbewohnern. Hier ist die Unterstützung durch die Jägerschaft hoch willkommen.

Beispiel Kiebitz: Kiebitze sind beinahe verschwunden – tun wir etwas, durch Beteiligung am laufenden Kiebitz-Projekt! Der NABU sucht Mitstreiter bei Naturschutzprojekten hier bei uns im Ried.


Die Hessenschau äussert sich zur Aufregung um die Störche:

http://hessenschau.de/panorama/aerger-im-storchenland,stoerche-102.html