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Mai 162019
 
Fotos: NAB/Tino Westphal – Mehlschwalben-Kolonie in der Waldstrasse in Seeheim – die Kotbretter werden entfernt.

In der Waldstrasse in Seeheim siedelt seit vielen Jahren eine Kolonie Mehlschwalben in Kunstnestern. Seit diesem Jahr aber suchen Strassentauben verstärkt nach geeigneten Nistpätzen.

Erstmals versuchen die verwilderten Haustauben, sich auf den Kotbrettern der Schwalbenkolonie anzusiedeln und verdrängen die anfliegenden Schwalben. Der Versuch, mit einer Schicht Maschendraht die Tauben zu vergrämen scheiterte: Die Tauben konnten nicht mehr gut landen, aber die immer wieder anfliegenden Schwalben konnten sich mit dem Geflecht auf den Kotbrettern direkt unterhalb ihrer Nester nicht anfreunden. Immer wieder schwenkten sie misstrauisch direkt vor ihren Nestern ab.

Jan schraubt in luftiger Höhe

Das Geflecht wurde nach wenigen Stunden dann so weit heruntergedrückt, dass es weniger sichtbar war- allerdings erschien es nun für die Tauben erst recht attraktiv, und sie begannen, Nistmaterial einzutragen.

Deshalb wurde kurzfristig entschieden, die Kotbretter erst einmal abzumontieren und später eine bessere Lösung zu finden.

Hoffentlich nicht zu spät – freier Anflug für die Schwalben

Teilnehmer: Klaus-Dieter, Tino und Jan.

Mrz 302019
 

Vier Schwalben-Kunstnester hängten die NABU-Aktiven an einem Schwalbenfreundlichen Haus in Balkhausen.

Die Schwalben werden demnächst aus dem Süden eintreffen und sollen in Balkhausen gute Nistmöglichkeite finden. Denn mittlerweile sind viele Schwalben auf Kunstnester angewiesen, weil die Häuserwände schmutzabweisend verputzt sind, weshalb die Nester nicht mehr an der Wand halten. Teilweise fehlt auch schlicht das ideale Baumaterial: Lehmpfützen mit etwas Einstreu, die früher auf jedem Bauernhof vorkamen, gibt es kam noch in unserer aufgeräumten Landschaft.

 

Fotos: NABU/Jan Zeissler und Michael Theurich

Teilnehmer vom NABU: Michael, Jan, Klaus-Dieter und Achim.

Mrz 092019
 

Bald kehren die Schwalben aus dem Süden zurück und beziehen wieder ihre Nester bei uns. Wir freuen uns über jeden Hausbesitzer, der den Vögeln eine Heimstätte bietet.

Deshalb haben NABU-Aktive eine Hausbesitzerin in Pfungstadt-Hahn beim Anbringen von Kotbrettern unterstützt, damit die Hinterlassenschaften der Tiere aufgefangen werden und die Freude an den Flugkünstlern ungetrübt bleibt. Fotos: NABU/Stefan Leng-

Teilnehmer vom NABU: Michael und Stefan.

Mrz 022019
 

Bald kehren die Schwalben aus dem Süden zurück und beziehen wieder ihre Nester bei uns. Wir freuen uns über jeden Hausbesitzer, der den Vögeln eine Heimstätte bietet.

Deshalb haben NABU-Aktive einen Hausbesitzer in der Waldstraße Seeheim beim Reinigen von Kotbrettern unterstützt, damit die Hinterlassenschaften der Tiere aufgefangen werden und die Freude an den Flugkünstlern ungetrübt bleibt. Fotos: NABU/Tino Westphal.

Teilnehmer vom NABU: Klaus-Dieter und Tino.

Sep 232018
 

Deutlicher Rückgang in Balkhausen

Zum Herbstanfang bereiten sich die Schwalben langsam auf den Flug in wärmere Gefilde vor. Zeit für einen Rückblick über das Schwalbenjahr.

Nach dem sehr guten Jahr 2017 mit 35 Brutpaaren haben wir in Seeheim dieses Jahr 28 Paare Mehlschwalben gezählt. Das ist zwar weniger als letztes Jahr, aber immer noch mehr als in den Jahren davor. Von den Beständen in den 90er Jahren (etwa 80 Paare) oder gar in den 80ern (über 200 Paare) sind wir allerdings immer noch weit entfernt.

Rauchschwalben brüten in Seeheim nach wie vor nur im Reiterhof. Die Bestände sind hier mit 11 Brutpaaren in etwa stabil. Vielen Dank an den Reit- und Fahrverein für die gute Zusammenarbeit beim Schutz der Schwalben.

In Jugenheim fanden wir dieses Jahr 6 Mehlschwalben-Bruten (2017: 8, 2016: 4).

In Balkhausen konnten wir dieses Jahr wie letztes Jahr 11 besetzte Mehlschwalbennester feststellen. Dabei enthalten sind allerdings auch 3 Nester an einem uns bisher unbekannten Standort, die auch in de vorherigen Jahren besetzt waren, von uns aber nicht erfasst wurden. Daher hat sich die Anzahl der Bruten gegenüber 2017 weiter verringert. Leider sind es nun halb so viele wie noch vor 4 Jahren.

Auch Rauchschwalben konnten wir in Balkhausen beobachten, die genaue Anzahl ist uns aber leider ebenso unbekannt wie die Bestandsentwicklung,

Kunstnester für Mehlschwalben werden in Balkhausen angebracht.

Unsere Einsätze für die Schwalben hatten dieses Jahr ihren Schwerpunkt daher auch in Balkhausen: Im Januar haben wir am größten Brutplatz im Ort Kunstnester als Ersatz für Naturnester angebracht, die bei Renovierungsarbeiten entfernt wurden. Die Kunstenster wurden auch gut angenommen.

Später im Jahr unterstützten wir einen Hausbesitzer beim Ersetzen von Kotbrettern an zwei Kunst- und einem Naturnest. Dabei konnten wie auch die Auszeichnung zum Schwalbenfreundlichen Haus übergeben.

Auch in Balkhausen brüten nun Mehlschwalben ganz überwiegen in Kunstnestern. Generell beobachten wir, dass sich diese Vögel fast nur noch da halten, wo Kunstnester angeboten werden. Da viele moderne Wandanstriche und –putze natürlichen Nestern keinen sicheren Halt mehr bieten und Nistmaterial in Form von gut haftendem Schlamm selten geworden ist, scheinen die Tiere auf Nisthilfen angewiesen zu sein. In unserem Beobachtungsgebiet brüten inzwischen etwa 85% der Mehlschwalben in Kunstnestern.

Nach wie vor sind die Schwalbenbestände auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Gefahr ist groß, dass die Bestände total zusammenbrechen, sollten einige Jahre mit schlechten Bedingungen aufeinanderfolgen. Auch wenn der Mangel an Nistplätzen, der sich mit Kunstnester bekämpfen läst, augenscheinlich eine Rolle spielt, so dürfte die Hauptursache wohl der Nahrungsmangel durch das immer dramatische Insektensterben sein.

Umso wichtiger bleibt der Kampf für eine deutliche Wende in der Landwirtschaftspolitik und gegen den Lebensraumverlust und Landschaftsverbrauch durch Bebauung.

Mai 162018
 

Ein schwalbenfreundliches Haus wurde in Balkhausen ausgezeichnet.

Stefan Leng, stellvertretender Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim, überreichte die Auszeichnung an Familie Lucassen.

Mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ kann sich schmücken, wer sein Haus oder Scheune als Heimstatt für Mehl- oder Rauchschwalben zur Verfügung stellt und damit einen Beitrag zum Erhalt dieser schönen Vögel leistet.  

Apr 302018
 

Foto: Roland Tichai – Uferschwalben in der Landbachniederung

Drei von ca. enem Dutzend Uferschwalben konnten in der Landbachaue, Nähe Hartenauer Hof beobachtet werden. Damit sind alle lokalen Schwalbenarten – Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Mauersegler – aus den Winterquartieren zurückgekehrt.

Es wäre interessant zu wissen, wo die Uferschwalben in diesem Jahr ihre Röhrennester in Steilhängen anlegen.

Jan 272018
 

In Balkhausen wohnten vor Jahren an fast jedem Haus Mehlschwalben. Inzwischen aber sind viel Nester verlassen, nur noch unter wenigen Dächern zwitschern im Frühling die gern in Gesellschaft hausenden Vögeln.

Im letzten Herbst mussten wegen Renovierungsarbeiten an einem der letzten Siedlingsschwerpunkte eine Reihe von Nester entfernt worden. Hier bat die Hausbesitzerin um Unterstützung bei der Wiederherstellung der Nistplätze an ihrem Haus, damit ihre geliebten Schwalben wieder einziehen können.

Schwalbenaktion Balkhausen 06

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schwalbenaktion Balkhause

Der NABU-Seeheim hilft gern, zumal das Haus vor einigen Jahren mit mit dem Titel „Schwalbenfreundliche Haus“ ausgezeichnet wurde. 

Wir sind optimistisch, das die zehn Kunstnester ebenso wie in Seeheim gerne angenommen werden und diese Schwalbenkolonie erhalten bleibt. 

Teilnehmer vom NABU: in luftiger Höhe auf der Leiter Michael und Achim, als gute Handreicher Klaus-Dieter und Tino.
Bezugsfertig: Das schwalbenfreundliche Haus.

Sep 052017
 

NABU: Im Herbst alte Schwalbennester nicht entfernen

Wetzlar – In den ersten Septembertagen treten viele Schwalben die lange Reise in ihre Winterquartiere im südlichen Afrika an. „Mit dem Fortzug der Schwalben erhält der Herbst seinen Einzug. Vielen Menschen, die den ganzen Sommer lang Schwalben unter ihrem Dach beherbergt haben, fällt der Abschied von den fröhlichen Zwitscherern schwer“, erklärt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Mehl- und Rauchschwalben gehören zu den beliebtesten heimischen Singvögeln. Auch wenn die Schwalben jetzt Richtung Süden ziehen, bleibt etwas von ihnen zurück: Ihre Nester. Da sie von ihnen im kommenden Jahr wieder genutzt werden, sind Schwalbennester ganzjährig besonders geschützt und dürfen auch nach Abreise der Schwalben nicht entfernt werden.

Beim Fortzug in den Süden merken sich die Schwalben den Standort ihrer Nester, um sie im nächsten Frühling gleich wieder beziehen zu können. „Für Schwalben ist es einfacher, ein altes Nest zu reparieren, als aus 700 bis 1.500 Lehmkügelchen mühsam ein neues Nest zu mauern“ so der Biologe Eppler. Die Fähigkeit, sich einen guten Nistplatz zu merken und im nächsten Jahr dorthin zurückzukehren, ist gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Überlebens-Strategie der Schwalben. Denn es gibt immer weniger geeignete Brutplätze an oder in Gebäuden. Aufgrund der zunehmenden Flächenversiegelung ist auch lehmiges Baumaterial für das Nest immer schwerer zu finden. Deshalb zeichnet der NABU Vogelfreunde, die sich um den Schutz von Schwalben und deren Nestern an ihren Gebäuden kümmern, mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ aus.

Nicht jeder Hausbesitzer weiß, wie er mit den kunstvollen Nestern des Akrobaten der Lüfte an der Hauswand im Herbst umgehen soll. „Als Hauseigentümer darf man auch verlassene Schwalbennester nicht einfach entfernen“, erläutert Eppler. Schwalbennester unterliegen sind durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders beschützt. Wer Schwalbennester zerstört, kann mit einer Geldbuße bestraft werden. „Schwalbennester sind deshalb von Mietern und Hauseigentümern zu dulden“, so Eppler. Wenn im Zuge von Baumaßnahmen Nester entfernt werden müssen, hat der Hausbesitzer für Ersatz durch künstliche Nisthilfen zu sorgen. Am besten ist es, sich vor Beginn von Bauarbeiten am Haus mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung in Verbindung zu setzen und die Ersatzmaßnahmen mit ihr abzustimmen. Dann ist man als Hauseigentümer auf jeden Fall auf der sicheren Seite und vermeidet eventuelle Rechtsstreitigkeiten. Zum Schutz von Schwalben und ihren Nestern empfiehlt der NABU Hessen außerdem, Dächer und Dachrinnen nur außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeiten zu erneuern. Der naturfreundlichste Termin für Sanierungs-Arbeiten am Haus ist die Zeit zwischen Oktober und Februar.

Konflikte mit Schwalbennestern gibt es manchmal mit dem Kot, der die Hausfassade verschmutzen kann. Mit einem mindestens 70 Zentimeter unterhalb der Nester angebrachten Kotbrett kann das Problem dauerhaft gelöst werden. Da es in der ausgeräumten Landschaft immer weniger Lehmpfützen gibt und den Mehlschwalben deshalb oft das Material zum Nestbau fehlt, empfiehlt der NABU, die flinken Sommervögel generell mit Nisthilfen zu unterstützen. Ein Schwalbenkasten an der Hauswand oder ein Schwalbenhotel im Garten sind eine willkommene Hilfe für die gefiederten Insektenjäger. Die künstlichen Nisthilfen für das nächste Jahr können schon jetzt im Herbst montiert werden.

Mehr Infos zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus